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Nachricht vom 03.04.2021    

Schwangerenkonfliktberatung durch donum vitae wird oft nachgefragt

Das Jahr 2020 war ein ganz besonderes Jahr in der Beratungsarbeit für donum vitae. Die Beraterinnen Heike Hartkorn und Brigitte Kazmarek-Lang gaben jetzt im Regionalvorstand Westerwald/Rhein-Lahn ihren Jahresbericht ab.

Beraterinnen Heike Hartkorn und Brigitte Kazmarek-Lang. Foto: privat

Montabaur. Donum Vitae (Geschenk des Lebens) ist ein eigenständiger bürgerlich-rechtlicher Verein zur Förderung des Schutzes des menschlichen Lebens. Er bietet Schwangerschaftskonfliktberatung in deutschlandweit über 200 Beratungsstellen, so auch in Montabaur, an. Die Beraterinnen helfen bei allen Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienplanung unabhängig von Nationalität und Konfession. Beratung und Begleitung sind auch über die Geburt hinaus möglich.

Heike Hartkorn und Brigitte Kazmarek-Lang machten zunächst deutlich, dass die Arbeit in 2020 von zusätzlichen Herausforderungen geprägt war. „Wir mussten überlegen, wie wir die Beratungen fortführen können und gleichzeitig die größtmögliche Sicherheit für alle Beteiligten gewährleisten. Wir haben sofort auf Videochatberatung umgestellt. Die besondere Herausforderung war dabei die Datensicherheit. Deswegen hat uns der Bundesverband von donum vitae ein besonders gesichertes Portal namens ELVI, über das auch Ärzte beraten, zur Verfügung gestellt. Vom Land wurden im Nachhinein zwei Laptops bezahlt und so waren wir schnell bereit, diese Video-Beratung anzubieten. Wir arbeiten dabei viel im Homeoffice und bei den Bürozeiten wechseln wir uns ab, damit wir möglichst wenig Kontakt zueinander haben. Damit soll bei einer möglichen Erkrankung einer Mitarbeiterin die Schließung der gesamten Beratungsstelle verhindert werden, da wir nur zu zweit dort tätig sind.“

Anfangs bestand die Sorge, ob die Technik auch wirklich funktioniert. Außerdem mussten sich alle Beteiligten an die neue Beratungssituation erst einmal gewöhnen. Die Frauen haben das Angebot meistens sehr dankbar angenommen. Manche fanden es sogar sehr viel besser dabei zu Hause in Ihrer gewohnten Umgebung bleiben zu dürfen. Die Beratungsgespräche waren auch nicht weniger intensiv als sie es sonst sind. Die Beraterinnen zeigen sich davon überzeugt, die Video-Beratung wird auch nach Corona eine gute Möglichkeit sein, Hilfe anzubieten.

Die gewonnene Erfahrung zeigt auch, dass eine Beratung über einen gesicherten Videochat nicht schlechter sein muss als eine Beratung vor Ort. „Besonders im ländlichen Bereich ist es manchmal schwierig von A nach B zu kommen. Wenn dann noch kleine Kinder dabei sind, kann es richtig problematisch werden. Deswegen sind wir der Meinung, dass der Videochat eine gute Ergänzung und Bereicherung unseres Beratungsangebots darstellt. Man kann auch schnell mal Fragen klären, ohne dass man dafür aufwändig durch die Gegend fahren muss,“ so Heike Hartkorn und Brigitte Kazmarek-Lang. „Natürlich beraten wir auch Frauen, die sich bereits für das Kind entschieden haben. Durch die Stiftung „Mutter und Kind“ haben wir die Möglichkeit, diese auch finanziell zu unterstützen, wenn sie wirtschaftlich in Not sind.“



Neben der Schwangerschaftskonfliktberatung bietet donum vitae auch eine schriftbasierte online-Beratung und eine psychosoziale Kinderwunschberatung an. Die schriftbasierte online-Beratung ist ein Projekt des Bundesverbandes, bei dem die Geschäftsstelle in Montabaur seit über 10 Jahren mitmacht. Hier kann man anonym über E-Mail beraten werden. Bei der psychosozialen Kinderwunschberatung geht es darum, die Frauen und Paare, die einen unerfüllten Kinderwunsch haben zu unterstützen. Viele sind psychisch dadurch schwer belastet und die Beratung hilft ihnen durch diese schwere Zeit, insbesondere wenn sie sich schon in einer Kinderwunschbehandlung befinden oder vor der Entscheidung stehen eine solche zu beginnen.

Der weitaus größere Teil der psychosozialen Kinderwunschberatung ist jedoch davon geprägt mit dem unerfüllten Kinderwunsch zurecht zu kommen. Viele Behandlungen führen nicht zum Erfolg und die Menschen bleiben mit ihrer Erfahrung allein zurück. Die wenigsten Paare trauen sich mit diesem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen.

Die Schwangerenberatung ist eine gesetzliche Aufgabe und wird zu 50 Prozent vom Land und zu 30 Prozent vom Westerwaldkreis finanziert. Die restlichen 20 Prozent sollen aus Spendengeldern und Mitgliedsbeiträgen erwirtschaftet werden. Das Land ist bislang aber immer mit einem Defizitausgleich eingesprungen, wenn wir die 20 Prozent nicht erreicht haben. Wir hoffen, dass das angesichts knapper werdender Kassen, auch aufgrund der Pandemie, so bleibt. Die Beraterinnen abschließend: „Unser ehrenamtlicher Vorstand und wir arbeiten sehr eng zusammen. Das hat sich in all den Jahren als große Chance für die Qualität unserer Beratung erwiesen hat.“

Nähere Informationen unter https://montabaur.donumvitae.org/. (PM)


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