Werbung

Nachricht vom 28.03.2021    

Buchtipp: „Steiniger Tod“ von Joachim Gruschwitz

Von Helmi Tischler-Venter

Der erste Kriminalroman des Autors hat es in sich: Zwei Tote auf zwei Autobahnbrücken bei Karlsruhe in zwei Wochen - das kann kein Zufall sein. Ausgerechnet an seinem Geburtstag wird Kriminalhauptkommissar Jürgens zum Fundort der zweiten Leiche gerufen.

Foto Buchtitel: Wolfgang Tischler

Dierdorf/Karlsruhe. Statt an dem Sonntag, 3. Juni 2018 Brunch mit seiner Ehefrau auf der Terrasse zu genießen, betrachtet der Dezernatsleiter eine Männerleiche auf einer Fußgängerbrücke über der A5. Der Tote ist Doktor Paul Retzig, ein Junggeselle, der offenbar immer sonntagsmorgens auf dieser Strecke joggte. Zwei Wochen zuvor ist ein Jugendlicher bei Kronau ebenfalls auf einer Autobahnbrücke kaum 20 Kilometer nördlich aus einem fahrenden Auto heraus erschossen worden. Hat der Autobahnmörder wieder zugeschlagen? Es sieht danach aus. Panik macht sich in der Bevölkerung und bei den Lokalpolitikern breit. Das erhöht den Druck auf die Ermittler.

Zu Jürgens Team gehören Kriminalkommissar Lukas Glattner, Mittdreißiger und rechte Hand des Chefs, die frischgebackene Kriminalkommissarin Bianca Obermeier und Kriminalassistent Wladimir Kozhanov, Computerexperte und Mädchen für alles. Die Drei ermitteln in der Wohnung und der Praxis des Opfers sowie bei seiner äußerst attraktiven Freundin Rebekka Weis.

Während Polizei und Politiker ratlos sind, führt der Krimi zurück in das Jahr 1990 zu einer Säuferin, die kreuzunglücklich über die ständigen Seitensprünge ihres Mannes zur Alkoholikerin wurde. Die Herzlosigkeit des Mannes treibt die Frau zum Suizid. Aus Verzweiflung springt sie von einer Fußgängerbrücke über die Bahnlinie. Ihre kleine Tochter erlebt das ganze Desaster ihrer Eltern hilflos mit. Sie sieht auch den Fall ihrer Mutter.



Bei ihren Ermittlungen stoßen die Kriminalbeamten auf einen Prozess zwei Jahre zuvor, in dem es um einen Todesfall im Zusammenhang mit einem Steinwurf von einer Autobahnbrücke ging. Zu viele Zufälle. Zu viele verwirrende Spuren. Nichts ist so, wie es scheint. Es kommt zu weiteren dubiosen Todesfällen. Je näher die Ermittler der Lösung kommen, desto gefährlicher wird es für sie.

Die Spannung wird im Verlauf des Geschehens immer stärker, aber die Motivlage bleibt undurchsichtig. Zusammenhänge werden erst ganz zum Schluss aufgedröselt.
Mit dem spannenden Krimi ist dem Autor ein empfehlenswertes Premierenwerk gelungen.

Erschienen ist das Taschenbuch beim Lauinger Verlag, ISBN 978-3-7650-2155-8, als E-Book mit ISBN 978-3-7650-2156-5. htv


Mehr dazu:   Buchtipps  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Kultur


Neujahrskonzert in Neuwied: "Wiener Leben" mit der Rheinischen Philharmonie

Am 11. Januar 2027 bringt das Staatsorchester Rheinische Philharmonie den Zauber Wiens nach Neuwied. ...

Europäische Boheme im Fokus: Andreas Schwab bei den Westerwälder Literaturtagen

Am 2. Oktober 2026 wird Andreas Schwab im Rahmen der Westerwälder Literaturtage in Höhr-Grenzhausen erwartet. ...

Kabarettist Wolfgang Trepper begeisterte in der Stadthalle Ransbach-Baumbach mit "Herz und Schnauze"

Erst das Lästermaul, dann der Sohn eines Bergmanns: Wolfgang Trepper hat in der Stadthalle Ransbach-Baumbach ...

Historische Instrumente und große Stimmen: Ein unvergessliches Konzert in der Abteikirche Marienstatt

Der renommierte Kammerchor Marienstatt brachte unter der Leitung von Veronika Zilles Gioachino Rossinis ...

Buchtipp: "Die Poesie ist (k)ein Spiel" - Gedichte von Manuela Lowak

Manuela Lowak wurde 1959 in Wissen geboren. Sie war lange Jahre für NGOs und Organisationen mit bildungspolitischem ...

Musikalische Zeitreise in die 1920er - Orgelkonzert in Neunkirchen

In Neunkirchen wird ein Orgelkonzert geboten, das die Zuhörer in die Welt der 1920er Jahre entführt. ...

Weitere Artikel


Wanderwege im "WällerLand" werden markiert

Die Tourist-Information WällerLand am Wiesensee (TiWi) hatte vor einigen Wochen einen Aufruf gestartet, ...

Lieb gewordene Tradition: Ostereier färben und verstecken

Seit Hunderten von Jahren werden gekochte und bunt gefärbte Hühnereier an Ostern versteckt und verschenkt. ...

Brand Rasselsteingelände: Großeinsatz erfolgreich beendet

Die Ermittlungen zur Brandursache auf dem ehemaligen Rasselsteingelände laufen. Die Ursache ist weiter ...

Aktionen im April in Hachenburg

Das Jugend- und Kulturzentrum bietet im April eine Osterwerkstatt für Kinder von 7 bis 12 Jahren an sowie ...

Oh du schöner Westerwald

Nach dem erfolgreichen Start der beiden ersten Imagefilme „Oh du sympathischer Westerwald“ und „Oh du ...

Nicole nörgelt… über Osterruhen und die innere Sperre gegen die Sperre

Hach ja, die Osterruhe. Wäre bestimmt kuschelig geworden, ein langes Wochenende zuhause, den Kühlschrank ...

Werbung