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Nachricht vom 21.03.2021    

Buchtipp: Sam Goldwabe und die „Kleinen Bienenretter“ von Rolf Koch

Von Helmi Tischler-Venter

Es ist Frühling, Zeit für die Natur aktiv zu werden wie Rolf Koch. Koch wohnt in Weltersburg. Unter dem Motto: „Der Mensch mit der Natur“ ist Umwelt- und Naturschutz ein wichtiger Teil seiner Lebensphilosophie geworden.

Umwelt- und Naturschützer Rolf Koch. Fotos: privat

Weltersburg. Aus Liebe zu Flora und Fauna begleitet er etliche Ehrenämter. Rolf Koch ist:
- Vorsitzender der Lebenshilfe Westerwald e.V.
- Projektleiter Umwelt- und Naturschutz bei dem Kita-Sonnenblumental in Höhn
- Jugendwart bei Schützenverein 1882 Westerburg
- Presse- und Medienwart beim Angelsportverein Nistertal-Emmerichenhein
- Stellv. Umweltbeauftragter der Verbandsgemeinde Westerburg
- Naturschutzbeauftragter des Westerwaldkreises mit Dienstort „Seebachtal“ am Wiesensee.

Sein Engagement für Umwelt- und Naturschutz brachte ihm eine Reihe von Auszeichnungen ein, unter anderem wurde er 1994 mit dem Titel "Umweltschützer des Jahres" durch Loki Schmidt ausgezeichnet.

Als ehrenamtlicher Umweltbeauftragter der Verbandsgemeinde Westerburg hat er es sich zur Aufgabe gemacht, jeden Monat ein Projekt aus dem Bereich der biologischen Vielfalt/Umwelt- und Naturschutz mit Kindern der integrativen Kindertagesstätte in Höhn durchzuführen. Das beinhaltet alle Themen aus dem Bereich der "Heimischen Natur" von der Bachuntersuchung über Entdeckungsreisen Wiese/Wald/Biotop hin bis zu Projekten, wo gelebte Inklusion der Schwerpunkt ist. Weitere Projekte sind die „Rollende Waldschule, Aktion „Saubere Landschaft“, Bachuntersuchungen, Insektenhotel, Igelburg und Drehen eines Umweltfilmes durch Menschen mit Einschränkungen mit dem Medienworkshop der Lebenshilfe Westerwald.

„Kleine Bienenretter“
Eins dieser Projekte war die Aktion "Kleine Bienenretter". Der Ursprungsgedanke war, mit den Kindern etwas Produktives gegen das Insektensterben zu tun. Das Ziel war ursprünglich 100 Kinder mit und ohne Einschränkung mit ihren Eltern und Großeltern in die Natur zu schicken und an verschiedenen Stellen kleine Bienenweiden auszubringen. Das machte in der Verbandsgemeinde schnell die Runde und Koch bekam sehr viele Anfragen von anderen Kitas, Schulen und Vereinen: „Ob man bei der Aktion "Kleine Bienenretter" mitmachen könnte“. Gesagt getan: 2019 machten insgesamt 1001 Kinder mit. Aufgrund von Covid-19 waren es 2020 nur 600 Kinder und 2021 werden es nach ersten Einschätzungen über 2500 Kinder werden.

Am 26. September 2020 wurde Koch für das Projekt „Kleine Bienenretter“ mit dem Umweltpreis der Vereinten Nationen ausgezeichnet. Im Dezember beschloss er, sich einen Jugendtraum zu erfüllen und ein kleines Kinderbüchlein für „Kleine Bienenretter“ zu schreiben.

Zeichnungen für das Kinderbüchlein
Lisa Nothdurft, eine Studentin aus Altdorf/Baden Württemberg hat alle Bilder von Hand gezeichnet und wunderbar in die Geschichte integriert. So konnte im Januar 2021 das Kinderbüchlein bereits umgesetzt werden.



Mittlerweile ist das Projekt weit über die Grenzen von Rheinland-Pfalz bekannt und dieses Jahr machen mehr als 2500 Kinder von der Nordsee bis hin zum Schwarzwald mit. Die Lebenshilfe Westerwald als Förderer, mit Unterstützung der Sparkasse Westerwald-Sieg, der Städte Westerburg und Rennerod sowie vielen privaten Spenden haben dazu beigetragen, das eigens für „Kleine Bienenretter“ über 5000 Blumensamentütchen gepackt und 2000 Kinderbüchlein, „Sam Goldwabe und die Kleinen Bienenretter“, gedruckt werden konnten

Die Geschichte
Es war einmal…ein Bienenstock von wilden Honigbienen, der in einer alten Akazie im „Hohen“ Westerwald seinen Platz gefunden hatte. Dort regierte eine junge Bienenkönigin ein großes Bienenvolk. Die fleißigen Bienen hatten ganz viel Honig von unzähligen Blumen und Blüten gesammelt, um das Bienenvolk zu ernähren. Die Königin bekam den besonders süßen Nektar und konnte so ganz viele Eier legen. Bereits am Anfang des Sommers schlüpften die ersten Bienenbabys aus den Eiern.

Ein besonders süßes Bienenbaby war Sam Goldwabe, der am liebsten bei Oma Heiderose auf dem Schoß saß. Sie erzählte ihm viele lustige Geschichten von ihrem Bienenvolk. …

Sams Lieblingsgeschichte war die von der Zauberblume, die ihrem Finder ungeheure Kräfte verleihen konnte. Nacht für Nacht träumte er von der Zauberblume und beschloss, wenn er groß sei, diese zu suchen. Sam machte sich trotz seiner Angst auf die Suche nach der Zauberblume und traf unterwegs ein kleines Taubenschwänzchen, einen Eisvogel und einen wunderschönen bunten Schmetterling. Dann sah er einen Menschen, der sich gerade mit Insekten und kleinen Raupen beschäftigte. Der Mensch erzählte Sam die ganze Geschichte der kleinen Bienenretter.

Ganz viele Kinder, auch Kindergärten und Schulen, machen bei diesem Projekt mit und bekommen dafür Blumensamentütchen. Bei Spaziergängen mit den Eltern oder Großeltern sollen die Blumensamen dann in der Natur ausgesät werden.

An Eltern, Großeltern, Erzieher und Erzieherinnen
Koch appelliert: „Jeder von uns kann etwas tun, um den Insekten zu helfen. Dazu braucht man nicht mal unbedingt einen Garten. Ein bisschen Wildnis mit unterschiedlichen Blumen und Wildpflanzen kann es jetzt auch in deiner Nähe geben.“

Naturschutz mit Kindern macht Spaß und ist ganz leicht, denn Kinder sind gern aktiv. Die Broschüre hilft bei der Umsetzung.

Das Büchlein wird vertrieben über Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Kreisvereinigung Westerwald e.V. Postanschrift: Zehntgrafstraße 16 | 56462 Höhn | Deutschland Telefon: +49(0)2661 980 680 | Fax: 980 686 | E-Mail: info@lebenshilfe-ww.de Internet: www.lebenshilfe-ww.de, facebook. htv


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