Werbung

Nachricht vom 20.03.2021    

Das Rotkehlchen ist Vogel des Jahres 2021

Das Rotkehlchen ist der erste öffentlich gewählte Vogel des Jahres. Es hat mit 59.267 Stimmen vor Rauchschwalbe und Kiebitz das Rennen um den Titel gemacht. Insgesamt über 455.000 Menschen beteiligten sich an der Wahl. Das Rotkehlchen trägt nun zum zweiten Mal den Titel.

Rotkehlchen. Fotos: Wolfgang Tischler

Holler. Die Vogelwahl des Jahres 2021 ist entschieden. Seit dem 18. Januar haben insgesamt mehr als 325.000 Menschen an der Hauptwahl teilgenommen. In der Vorwahl hatten knapp 130.000 Menschen die zehn Vögel für die Hauptwahl bestimmt.

„Wir freuen uns über diese überwältigende Wahlbeteiligung, da das Interesse an der heimischen Vogelwelt so groß ist, stellen wir auch in Zukunft den Vogel des Jahres öffentlich zur Wahl.“, erklärt Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Ein Fachgremium des NABU wird zukünftig jedes Jahr fünf Kandidaten bestimmen, aus denen der Vogel des Jahres öffentlich gewählt wird. Die erste Wahl nach diesem neuen Modus wird bereits in diesem Jahr von Oktober bis Mitte November stattfinden.

Auch Vogelschutzexperte Lars Lachmann sieht die erste öffentliche Wahl zu Vogel des Jahres als vollen Erfolg. „Das Rotkehlchen ist einer der bekanntesten und beliebtesten Vögel Deutschlands.“, so Lachmann. Der zarte und doch stimmgewaltige Sympathieträger kann ganzjährig beobachtet werden. Mit seiner orangeroten Brust und seiner zutraulichen Art ist er besonders leicht zu erkennen und fast überall in Wäldern, Parks und Siedlungen zu Hause.

Das Rotkehlchen hat im Wahlkampf mit dem Slogan „Mehr Gartenvielfalt“ für sich und vogelfreundliche Gärten geworben. In Deutschland leben 3,4 bis 4,3 Millionen Brutpaare, der Bestand ist derzeit nicht gefährdet. Das Rotkehlchen trägt den Titel übrigens bereits zum zweiten Mal: Schon 1992 war der bekannte Gartenvogel Vogel des Jahres.

Vorläufiges Endergebnis der Wahl:
1. Rotkehlchen (17,4 Prozent, 59.338 Stimmen)
2. Rauchschwalbe (15,3 Prozent, 52.410 Stimmen)
3. Kiebitz (12,6 Prozent, 43.227 Stimmen)
4. Feldlerche (11,9 Prozent, 40.523 Stimmen)
5. Stadttaube (9,2 Prozent, 31.453 Stimmen)
6. Haussperling (8,2 Prozent, 28.137 Stimmen)
7. Goldregenpfeifer (6,7 Prozent, 23.054 Stimmen)
8. Blaumeise (6,7 Prozent, 22.908 Stimmen)
9. Eisvogel (6,6 Prozent, 22.711 Stimmen)
10. Amsel (5,3 Prozent, 17.988 Stimmen)

Steckbrief: Rotkehlchen (Erithacus rubecula)
Das Rotkehlchen ist vermutlich Deutschlands beliebtester Singvogel. Wer im eigenen Garten das Beet umgräbt, der hat schnell ein Rotkehlchen an seiner Seite. Es sucht in der aufgeworfenen Erde nach Würmern, Schnecken, Spinnen und Insekten. Mit seiner orangefarbenen Brust ist der zutrauliche Vogel leicht zu erkennen. Der Gesang ist eine Abfolge hoher Töne, die in einer „perlenden“ Strophe enden. Anders als bei vielen anderen Singvogelarten können bei den Rotkehlchen auch die Weibchen singen. Ihr Gesang ähnelt dem der Männchen, ist aber etwas leiser und kürzer.



Aussehen
Mit seiner orangen Brust und Kehle ist das Rotkehlchen unverwechselbar. Der Bauch ist hell, Schwanz, Hinterkopf und Rücken sind braun gefärbt. Die Geschlechter sind nicht zu unterscheiden, aber das Alter: Jungen Rotkehlchen fehlt die orange Färbung, ihre Brust ist braun geschuppt.

Verhalten
Beim Umgraben eines Beetes kommt das Rotkehlchen oft erstaunlich nah, um in der aufgewühlten Erde nach Fressbarem zu suchen. Außerhalb von Gärten folgt es auch größeren Säugern wie Wildschweinen, um auch hier Nahrung aus der aufgeworfenen Erde zu picken.

Lebensraum
Das Rotkehlchen fühlt sich in Wäldern, Parks und Gärten zu Hause. Auch offene Landschaften wie Felder bewohnen die Rotkehlchen, solange es Sträucher zum Brüten gibt.

Gefährdung
Rotkehlchen sind nicht gefährdet.

Zugverhalten
Rotkehlchen sind in Deutschland Teilzieher. Einige Vögel bleiben das gesamte Jahr über in unseren Breiten, andere ziehen kurze Strecken in wärmere Gefilde.

Nahrung
Es ernährt sich von Kleintieren, die es meist hüpfend am Boden jagt. Diverse Insekten, Spinnen, Würmer und Schnecken stehen ganz oben auf dem Speiseplan. Im Spätsommer und Herbst fressen Rotkehlchen auch Beeren und andere weiche Früchte.

Stimme
Ein kurzes und hartes „tick“ oder ein hohes „siiip“ geben sie besonders bei Beunruhigung von sich. Schwieriger zu beschreiben ist ihr Gesang: Er startet mit einer Reihe hoher, feiner Töne und endet in einer Folge „tröpfelnder“, „perlender“ Elemente. Das klingt etwas traurig oder wehmütig und ist auch im Herbst, Winter sowie nachts zu hören. (PM)


Mehr zum Thema:    Naturschutz   
Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Montabaur auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
   


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Vereine


Hui Wäller: Wäller Helfen besuchen Rennerod

Rennerod. Der intensive Austausch zur Entwicklung des Vereins und den aktuellen Themen wie Vernetzung in der Region, Hochwasserhilfe ...

SV Niederelbert: Zink übergibt Vereinsvorsitz an Manuel Menningen

Niederelbert. Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Ingo Zink und einer Gedenkminute für die verstorbenen Vereinsmitglieder ...

Westerwaldverein Bad Marienberg e.V. plant Wanderjahr

Bad Marienberg. Alle, die in diesem Jahr eine Wanderung organisieren oder führen möchten, werden gebeten, ihre Vorschläge ...

Sommerkarneval: KARNEfestiVAL und närrischer Sonntag in Montabaur

Montabaur. Nach zweimaliger coronabedingter Verschiebung findet das große Festwochenende am 25. und 26. Juni auf der Eichwiese ...

Erneute Absage des Schlittenhunderennens in Liebenscheid

Liebenscheid. Nach dem Rennen ist vor dem Rennen und große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. Das war eigentlich ...

Vereine im Westerwaldkreis bekommen Spenden der Naspa Stiftung

Westerwaldkreis. Im Westerwaldkreis erhalten bei der aktuellen Förderrunde 21 Vereine und Initiativen finanzielle Unterstützung ...

Weitere Artikel


Land fördert Krankenhäuser in Dierdorf und Linz

Dierdorf/Linz. Wie der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Lefkowitz mitteilt, erhält das Evangelische Krankenhaus Dierdorf/Selters ...

Der 20. März ist Weltglückstag

Region. Geschichte des Weltglückstags
Auf Drängen des kleinen Himalaya-Staats Bhutan (im Juli 2011) verabschiedete die UNO-Generalversammlung ...

Neue Maßnahmen zur Stärkung der dualen Ausbildung

Koblenz. Durch die Verlängerung des Programms können Ausbildungsprämien für Ausbildungsverhältnisse beantragt werden, die ...

Zahnzentrum Westerwald eröffnet in der Neuen Mitte Wirges

Wirges. Schon das Ambiente ist anders: Im Wartebereich laden bequeme Sessel vor einem Kamin zum entspannten Zurücklehnen ...

St. Vincenz bei hohem Schutzstandard wieder im Regelbetrieb

Limburg. Daher hat die Klinik bereits in den vergangenen Wochen begonnen, die Versorgungskapazitäten unter Beibehaltung der ...

Ein niedriger U-Wert reicht nicht aus

Montabaur. Je kleiner dieser U-Wert ist, umso weniger Wärme dringt durch die Fläche nach draußen. Deshalb werben viele Anbieter ...

Werbung