Werbung

Nachricht vom 28.10.2010    

ICE-Bahnhöfe sind „Glücksfall für die Region“

Nicht nur Fahrzeit wird mit den schnellen ICE-Zügen verkürzt. Eine Studie belegt nun, dass besonders ländliche Regionen – wie der Westerwald – enorm von ICE-Haltpunkten profitieren. Durch die Bahnhöfe in Montabaur und Limburg gibt es einen großen Wachstumsschub.

Region. Die ICE-Bahnhöfe Montabaur und Limburg sind „ein Glücksfall für die Region“, denn sie bringen den Kommunen und Umland ganz deutlichen wirtschaftlichen Nutzen. Was man schon seit langem ahnte, wurde jetzt mit einer wissenschaftliche Studie durch Wirtschaftsgeografen der renommierten London School of Economics und der Uni Hamburg wissenschaftlich untermauert. Das Fazit der Untersuchung: Der Nutzen einer Schnellbahnverbindung geht weit über die eingesparte Reisezeit hinaus. Denn die Verbindung hat den beiden Städten und ihrem Umland einen Wachstumsschub beschert. Im Vergleich zu ähnlichen Städten ohne ICE-Anschluss stieg das Bruttoinlandsprodukt dort um jeweils 2,7 Prozent. Auch Beschäftigung und Einwohnerzahl legten dank der besseren Anbindung überproportional stark zu.

Das Ergebnis der Studie wird bei der Planung zukünftiger Schnellbahnstrecken Befürwortern von mehreren Haltepunkten entlang einer Strecke starke Argumente liefern. So zum Beispiel bei Planungen entlang der amerikanischen Ostküste, in Großbritannien oder in Asien. Den Forschern ist es erstmals gelungen, eine zentrale These der Wirtschaftsgeografie an realen Verhältnissen zu überprüfen: Dass eine bessere Verkehrsanbindung einer Region höheren wirtschaftlichen Wohlstand verschafft, weil durch größere Nähe zu Kunden und Zulieferern die Produktivität der Unternehmen steigt. So plausibel diese These auch klingen mag: Bislang taten sich Wissenschaftler schwer damit, dies mit Zahlen nachzuweisen. Denn Hochgeschwindigkeitsbahnhöfe und Haltepunkte wurden bislang nur in bereits boomenden Wirtschaftszentren verwirklicht. Ursache und Wirkung einer wirtschaftlichen Entwicklung lassen sich dort normalerweise nicht sauber voneinander trennen.



Genau das ist in Limburg und Montabaur anders. Beide Kleinstädte haben ihre ICE-Anbindung nicht ihrer demografischen und wirtschaftlichen Stärke wegen, sondern ausschließlich konsequenter und beharrlicher Lobbyarbeit von Westerwälder Kommunal- und Landespolitikern zu verdanken. Die hatten jahrelang für „ihre“ ICE-Bahnhöfe gekämpft und 2002 ihr Ziel erreicht.


Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Wirtschaft


19.800 Quadratmeter Einkaufsfreude: Outlet Montabaur wird riesig

Nach sieben Jahren intensiver Planung hat das Outlet Montabaur einen bedeutenden Schritt erreicht. Mit ...

Frühjahrsauktion am 7. März 2026 bei Philippi-Auktionen in Moschheim

ANZEIGE | Am 7. März 2026 lädt die Firma Philippi-Auktionen zu einer breit gefächerten Frühjahrsauktion ...

Dreifachsporthalle in Westerburg nimmt Fahrt auf – Auftaktbesprechung informierte

Die Verbandsgemeinde Westerburg hat im Rahmen einer Auftaktbesprechung über den aktuellen Fortschritt ...

Ein Abend für den Mittelstand: BVMW feiert Erfolge und blickt nach vorn

Der erste Jahresempfang des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) in der Region Siegen-Wittgenstein ...

4. E-Mobilität zum Anfassen: Pop-up-Messe am 14. März in Puderbach

ANZEIGE | Am Samstag, 14. März 2026, wird das Gelände am alten Bahnhof in Puderbach erneut zum Treffpunkt ...

Von Maschinenbau bis Chemie: KI-Implementierung in Rheinland-Pfalz boomt

Die Unternehmen in Rheinland-Pfalz setzen verstärkt auf Künstliche Intelligenz, um ihre Wettbewerbsfähigkeit ...

Weitere Artikel


Ein neues Paradies für seltene Pflanzen und Tiere geschaffen

Die Renaturierung der Klebsandgrube "Wilhelm" bei Elkenroth/Weitefeld ist ein gutes Beispiel gelungener ...

Jugendherberge in Montabaur als Qualitätsgastgeber ausgezeichnet

Seine "100-Tage-Frist" hat er fast hinter sich: der neue Leiter der Jugendherberge in Montabaur, Oliver ...

Bilder, die Fragen stellen

Die Westerwald Bank in Rengsdorf präsentiert Werke von Bert Britz. Der Rengsdorfer Maler, 2003 verstorben, ...

Info-Vortrag zum persönlichen Budget

Die Psychiatriekoordinatorin des Westerwaldkreises informiert am 18. November in der Verbandsgemeinde ...

Betreuungsbonus für Kindergartenträger

Die Träger von Kindertagesstätten im Westerwaldkreis erhalten einen Zuschuss von der Landesregierung ...

Willi Krämer für 50 Jahre SPD-Mitgliedschaft geehrt

Willi Krämer ist seit 50 Jahren Mitglied in der SPD. Anfang der sechziger Jahre wurde er Vorsitzender ...

Werbung