Werbung

Nachricht vom 18.04.2019    

Der Borkenkäfer „frisst“ die „Kroppacher Schweiz“

In einer gemeinsamen Presseerklärung machen der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hachenburg Peter Klöckner und der Leiter des Hachenburger Forstamtes Harald Hericks auf die katastrophalen Auswirkungen durch den massiven Borkenkäferbefall im Nadelwald aufmerksam. Bedingt durch den trockenen Sommer des Vorjahres wird befürchtet, dass in den nächsten Jahren insbesondere in der „Kroppacher Schweiz“, aber auch im gesamten Forstamtsbezirk riesige Nadelwälder absterben beziehungsweise gefällt werden müssen.

Borkenkäferbefall im Nadelwald. Foto: privat

Hachenburg. Schon jetzt werden wöchentlich hunderte von Kubikmetern Schadholz aus den Waldgebieten abtransportiert. Diese Katastrophe ist ungleich größer und besorgniserregender als die Windwürfe durch „Wiebke“ und „Lothar“ in den neunziger Jahren.

Klöckner und Hericks sind sich einig, dass die durch den Klimawandel verursachte Entwicklung - für die der Borkenkäfer lediglich ein Indiz ist - dazu führen muss, dass die Waldbesitzer zukünftig auf klimaangepasste Neuanpflanzungen von Buchen, Douglasien, Tannen oder andere klimastabile Baumarten setzen müssen.

Die Fichte hat in unserer Region keine Chance mehr, da diese mit Hilfe ihrer Schutzmechanismen (Harz) nicht mehr in der Lage ist, den Angriffen der Käferpopulation standzuhalten.

In Zahlen gefasst geht das Forstamt davon aus, dass sich die finanziellen Einbußen bedingt durch ein Überangebot an Käferholz und damit verbundenen niedrigen Erlösen für die waldbesitzenden Gemeinden im Bereich des Forstamtes Hachenburg auf etwa 10 Millionen Euro belaufen. Weiterhin sind für standortgerechte Neuanpflanzungen und für die Wiederherstellung von Wegeinfrastrukturen weitere 3 bis 5 Millionen Euro einzukalkulieren.



Klöckner und Hericks weisen darauf hin, dass der Wald als Lebensraum, Biotop und ökologisch nachhaltig bewirtschaftete Großfläche wertvolle gesamtgesellschaftliche Funktionen übernimmt.

Die aktuelle Katastrophe können die kommunalen Forstbetriebe nicht alleine stemmen und geraten in eine betriebswirtschaftlich kritische Situation, in der man nicht in der Lage sein wird, das für den notwendigen Waldumbau erforderliche Finanzvolumen zu erwirtschaften.

Die Politik in Bund und Land ist nun aufgefordert, die Kommunen in dieser Situation nicht alleine zu lassen und nennenswerte Hilfen anzubieten. Bürgermeister Klöckner wird die Bundes- und Landesregierung um entsprechende Hilfen bitten, ebenso sollen die heimischen Abgeordneten von Bund und Land um Unterstützung gebeten werden. (PM)


Lokales: Hachenburg & Umgebung

Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Hachenburg auf Facebook werden!


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Region


50-Jährige in Montabaur mit 1,46 Promille am Steuer erwischt: Fahrerlaubnis bereits entzogen

Montabaur. Am Donnerstag, (9. Mai), um 16.40 Uhr alarmierte ein Zeuge die Polizei Montabaur wegen einer möglichen Trunkenheitsfahrt ...

Nostalgie auf vier Rädern: 51. Internationales Alt-Opel Jahrestreffen 2024 im Stöffel-Park Enspel

Enspel. Von den feiernden Vätern war heute (9.Mai) im Stöffel-Park zu Enspel jedoch nicht viel zu merken, denn dort wurde ...

Zoo Neuwied sucht Unterstützung: Warum ein Zoo auch Freunde braucht

Neuwied. Ein Zoobesuch ist für viele Familien ein beliebtes Ausflugsziel an den langen Wochenenden. Doch hinter den Kulissen ...

Von Eicher bis Lamborghini: Isenburgs beeindruckendes Traktorentreffen zieht Massen an

Isenburg. Der Ort Isenburg war am Vatertag das Mekka für Traktorfahrer aus nah und fern. Der Heimat- und Verschönerungsverein ...

Internationaler Museumstag am 19. Mai im Landschaftsmuseum Hachenburg

Hachenburg. Am Internationalen Museumstag besteht die seltene Gelegenheit, die Museumswerkstatt, die Bibliothek, die Depots ...

Oberelberts Freizeitgelände erhält neues Highlight: ein Traktor für die Kleinsten

Oberelbert. Das Freizeitgelände von Oberelbert ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Ob Wasserspielplatz, Pumptrack oder ...

Weitere Artikel


Relaunch der Westerwald-Homepage

Westerwaldkreis/Neuwied/Altenkirchen. Durch ansprechende Teaser-Bilder sowie übersichtlich strukturierte Themen haben User ...

560.000 Euro für Ausbau der K 169 bei Oberelbert

Oberelbert. Der Ausbau der Kreisstraße 169 erfolgt auf einer Länge von rund 1,9 Kilometer zwischen der L 329 und der L 327 ...

„AB In die Zukunft- Duales Studium und mehr!“ Berufsinfomesse

Westerburg. AB In die Zukunft ist inzwischen in der Region fest etabliert. So war die sechste Runde in den Räumlichkeiten ...

FDP stellt Kandidatenlisten für Stadt- und VG-Rat Montabaur

Montabaur. Derzeit ist die FDP im Verbandsgemeinderat lediglich mit einem Sitz durch Achim Schmidt aus Oberelbert vertreten. ...

Bürgergespräch für Hattert

Hattert. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden des Ortsverbandes, Klaus Krämer, stellte der Bürgermeisterkandidat ...

Ortsgemeinderat Wittgert sucht Lösungen für Regenwasserproblem

Wittgert. Folgend wurde über die Außengebietsentwässerung gesprochen, da beim zurückliegenden Regenereignis vor circa drei ...

Werbung