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Nachricht vom 06.08.2018 - 20:50 Uhr    

Heiße Modellflugtage auf Flugplatz Ailertchen

„Seit 2006 laden wir immer am ersten Augustwochenende befreundete Vereine ein“, erzählt am ersten „Tag der offenen Tür“ Helmut Morgenschweis vom Organisationsteam der Modellflugabteilung des Flugsportvereins „Glück Auf“ aus den Anfängen der Modellflugabteilung. Dies bedeutet im Vorfeld nicht nur viel Arbeit, um das Flugfeld für die vielen kleinen und großen Modellflieger zu präparieren. Auch muss man ein Arrangement mit dem normalen Flugbetrieb des Flugplatzes Ailertchen finden.

Fotos: Klaus-Dieter Häring

Ailertchen. „Für die beiden Tage stehen dann nur zwei manntragende Flieger bereit. Ansonsten ist der Flugbetrieb offiziell gesperrt“, wusste Helmut Morgenschweis weiter zu berichten. Da hieß es aber trotzdem dann immer noch, den Kontakt mit dem Tower des Flughafens aufrecht zu halten, „denn es kann passieren, dass ein Flieger von auswärts notlanden muss und einen Ausweichflughafen sucht. Dann werden wir sofort benachrichtigt und wir stellen unseren Flugbetrieb ein“.

An den beiden Tagen war das nicht der Fall und am Samstag und Sonntag wurde jeweils der „Tag der offenen Tür“ für die Freunde der Modellflieger durchgezogen. Es war wieder vieles dabei, was schon in den letzten Jahren für Furore am Boden wie am Himmel sorgte. So wie die Modell-Düsenjets, die mit über 500 Stundenkilometer über das Flugfeld „donnerten“. Ebenfalls dabei, und dies zum zweiten Mal, war Andreas Kienle aus Dinslaken, der mit einer „Deklatlon Bellanka“ am Himmel für Aufsehen und am Ende für Beifall sorgte. Mit einer Spannweite von 3,82 Metern, 170 Kubikzentimetern und einer Geschwindigkeit von 170 Stundenkilometern gehörte dieses Modell schon zu einem optischen Augenschmaus. „Die Tage sind familiär, das gefällt uns hier sehr und auch das ganze Drumherum ist toll“, lobte der Gast aus Nordrhein-Westfalen die Bemühungen des Flugsportvereins „Glück Auf“.

Lob gab es auch von Sebastian Huber, der als Limburger eine kürzere Anreise hatte als der Gast aus Dinslaken. Mit neun Jahren hat der junge Mann sich dem Hobby des Modellfluges angeschlossen und übt dieses Hobby beim Modellflugverein Nentershausen aus. Er gehört auch zu den Modellfliegern, die sich einen Flieger angeschafft haben. „Einen Hotliner“, berichtet der Limburger, der das Modell mit einer Höchstgeschwindigkeit von 250 Stundenkilometern am Himmel zeigte. Doch vor drei Jahren hat sich Sebastian Huber dem Modell-Gleitschirm angeschlossen. Die Modelle werden in Holland gebaut, wo er sich dann auch zwei Modelle zulegte. Eines davon im Maßstab 1:2, „das ich erst vier Mal geflogen habe“. Am Wochenende kamen in Ailertchen aber nicht mehr viele Flüge hinzu. Denn trotz der heißen Temperaturen war es teilweise recht böig, was „Gift“ für die Modell-Gleitschirm-Flieger ist. „Und auch das Starten ist bei diesen Verhältnissen nicht so einfach“, berichtet Sebastian Huber, der als Alternative dann wieder seinen Hotliner in Aktion präsentierte.

Sind es an den normalen Flugtagen auf dem Flugplatz in Ailertchen immer die Modellflieger, die mit einem Stand auf ihr Hobby aufmerksam machen, sind es beim „Tag der offenen Tür“ der Modellflieger die manntragenden Flieger, die vom Verein an Ständen vorgestellt werden. Da wurde unter anderem ein erstes Probesitzen in einem Segelflieger angeboten, um so auf das Hobby Segelfliegen aufmerksam zu machen. Alles in allem zwei gelungene Tage, die für viel Interesse in Sachen Modellflug aber auch dem normalen Flugbetrieb erzeugten. kdh

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