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Nachricht vom 16.04.2018 - 20:56 Uhr    

Erweiterungsbau der Tagesförderstätte Hachenburg eingeweiht

Nun war es endlich so weit: Die Tagesförderstätte für Menschen mit Beeinträchtigungen wurde um rund 110 Quadratmeter erweitert und offiziell seiner Bestimmung übergeben. Ein freudiger Tag für das Personal in der Tagesförderstätte (Tafö) in Hachenburg und den dort anwesenden „Besuchern“, so werden liebevoll die Menschen mit Beeinträchtigungen in der Tafö genannt.

Unter den Gästen auch Landrat Schwickert, der Grußworte sprach. Fotos: wear

Hachenburg. Zur Einweihung des Erweiterungsbaus waren Landrat Achim Schwickert, Verbandsbürgermeister Peter Klöckner, sowie Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche erschienen. Helena Schuck, die Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Gesellschaft für Behindertenarbeit ( GFB gGmbH ) und Winfried Weber, Geschäftsführer des Vereins für Behindertenarbeit, vertraten die Tagesförderstätte. Sie begrüßten zunächst die zahlreich erschienenen Gäste und zeigten sich hocherfreut über die planmäßige Fertigstellung der dringend benötigten Erweiterung der Tafö.

Die anschließenden Grußworte von Bürgermeister Peter Klöckner und Landrat Achim Schwickert verdeutlichten ebenfalls die Freude im Hinblick auf die Erweiterung der Tafö. Sie fanden lobende Worte für die ungemein wichtige Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigungen und die qualitative Arbeit des pädagogisch-pflegerischen Personals. Durch Vikarin Elisabeth Huhn von der evangelischen Kirche, und Diakon Kremer von der katholischen Kirche, erhielt die Einrichtung den kirchlichen Segen und endete im gemeinsamen „Vater unser.“

Anschließend hatten die Gäste bei einer Führung Gelegenheit, sich von der Gestaltung der neuen Räumlichkeiten beeindrucken zu lassen. Auf 110 Quadratmeter sind ein neuer Ruheraum, sowie ein Aufenthalts- und Arbeitsraum entstanden. Die neuen Räume wurden von den „Besuchern“ mit Freude unter Beschlag genommen, davon konnten sich die Gäste überzeugen.

Helena Schuck, die Geschäftsführerin der GFB erläuterte im Gespräch mit dem WW-Kurier, dass zur Zeit 40 „Besucher“ sich in der Tafö aufhalten. Sie sind wiederum in sieben „Besuchergruppen“ aufgeteilt. In den Gruppen der Tafö werden Menschen mit schwersten körperlichen, psychischen und physischen Beeinträchtigungen gefördert, die aufgrund deren Schwere nicht in einer Werkstatt für behinderte Menschen tätig sein können. Durch externes Fachpersonal besteht die Möglichkeit folgende Therapieangebote anzunehmen: Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Musikpädagogik.

Weiter Förderungsschwerpunkte sind die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, die unterstützende Kommunikation, Erhaltung der Gesundheit insgesamt und der Erhalt von Selbstständigkeit und sozialen Fähigkeiten. Die „Besucher“ können in drei Wohnstätten schlafen: In der Wohnstätte „Nisterpfad sind 32 Plätze in drei Wohngruppen und eine Trainingsgruppe vorhanden; in der Wohnstätte „Altes Katasteramt stehen 22 Plätze in zwei Wohngruppen zur Verfügung.“

In der Außenstelle „Alte Gendarmerie“ in Rennerod existieren 14 stationäre Wohnplätze. Alle Häuser sind barrierefrei und verfügen über große, helle Gemeinschaftsräume. Die „Besucher“ in den Wohn- und Tagesförderungsstätten, sowie das Pflegepersonal, werden aus der Großküche im „Alten Katasteramt“ versorgt. Die Arbeit des Pflegepersonals kann nicht hoch genug bewertet werden, viele stoßen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit, physisch und psychisch. Es ist nur zu leisten, weil alle mit Herz und Verstand für ihre Tätigkeit stehen, dabei immer das Wohl der ihnen anvertrauten „Besucher“ im Blick haben.

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