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Nachricht vom 12.08.2017 - 11:35 Uhr    

Stationäres Hospiz St. Thomas in Dernbach nimmt Betrieb auf

Der erste Spatenstich zum Hospiz St. Thomas wurde am 25. Mai 2016 gefeiert. Ein knappes Jahr später, am 24. Juni, wurde das Haus feierlich eingeweiht. Nun sind die letzten Arbeiten ausgeführt und die ersten Gäste können ab dem 15. August willkommen geheißen werden. Für genauere Informationen zur Antragstellung und behördlichen Organisation stehen die Mitarbeiter des Hospizes allen Interessierten ab sofort gerne zur Verfügung (Telefon 02602 684 444 0).

Foto: Hospiz St. Thomas

Dernbach. „Wir sind froh und dankbar, dass wir durch die große Unterstützung der Westerwälder nun an diesem Punkt angekommen sind. Sterbenden, die nicht zu Hause gepflegt werden können und keine Behandlung im Krankenhaus oder auf einer Palliativstation benötigen, bieten wir in unserem Haus Geborgenheit und Betreuung auf ihrem letzten Lebensweg“, erklärt Elisabeth Disteldorf, Geschäftsführerin der Trägergesellschaft Katharina Kasper HOSPIZ GmbH.

Ab Mitte August können bis zu acht Gäste in den hellen, lichtdurchfluteten Räumen des Hospizes würdevoll umsorgt und begleitet werden. Voraussetzung für die Aufnahme in ein stationäres Hospiz ist, dass der Gast an einer Erkrankung leidet, die weiter fortschreitet und eine Heilung ausgeschlossen ist. Zu den weiteren Voraussetzungen zählen unter anderem, dass eine palliativ-medizinische und palliativ-pflegerische Versorgung im stationären Hospiz notwendig ist und eine Aufnahme von dem Gast gewünscht wird.

Da die Kosten für den Bau eines stationären Hospizes nicht durch öffentliche Kassen oder Fördermittel finanziert werden und der Gesetzgeber auch für den zukünftigen Betrieb keine 100prozentige Refinanzierung durch die Kostenträger vorsieht, ist das Hospiz St. Thomas auf Spenden angewiesen. Um dieses gemeinnützige Projekt zu verwirklichen, braucht es Freunde und Förderer. Von Anfang an haben sich sehr viele Westerwälder in unterschiedlichster Art und Weise eingebracht und sich das gemeinnützige Ziel damit zu Eigen gemacht. Neben der Unterstützung durch die Deutsche Fernsehlotterie mit 500.000 Euro ist der aktuelle Betrag in Höhe von rund 2.114.420 Euro auf das bemerkenswerte Spendenengagement der Westerwälder zurückzuführen.


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