Werbung

Nachricht vom 18.05.2017    

NABU rät von Pflanzengift-Einsatz ab

Im Frühling beginnt die Wildkräuter-Zeit. Doch nicht nur in der Agrarlandschaft, sondern auch in so manchem privaten Garten werden zur Bekämpfung unerwünschter Wildkräuter chemische Pflanzengifte wie Glyphosat, das in vielen bekannten Mitteln wie zum Beispiel „Roundup“ enthalten ist, eingesetzt.

Honigbiene an Borretsch. Foto: NABU Christine Kuchem

Holler. Der Naturschutzbund (NABU) Rhein-Westerwald rät vom Einsatz chemischer Pflanzengifte im Haus- und Kleingarten ab: „Von der Art, wie wir unseren Boden nutzen und bewirtschaften, hängt das Überleben bei uns heimischer Tier- und Pflanzenarten ab. Der Einsatz von Pestiziden wie Glyphosat ist erwiesenermaßen einer der Gründe für den dramatischen Rückgang typischer Arten der Agrarlandschaft wie Rebhuhn und Feldlerche, denn durch die Mittel wird den Tieren ihre Nahrungsgrundlage entzogen.

Gleiches gilt aber auch für unsere Gärten: Durch die Bekämpfung von Wildkräutern, häufig aus reiner Ordnungsliebe, gehen zunächst Insekten wie Schmetterlingen und Bienen wichtige Nahrungspflanzen und Lebensräume verloren, mit weitreichenden Folgen für Vögel und Fledermäuse als nächste Glieder in der Nahrungskette. Auch deshalb raten wir von der Verwendung von Pflanzengiften ab“, so Jonas Krause-Heiber von der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald.

Laut NABU ist gerade im Gartenbereich das Risiko von Fehlanwendungen von Pflanzengiften wie Glyphosat besonders groß. Vielen sei nicht bekannt, dass es verboten ist, Unkrautvernichtungsmittel auf versiegelten Flächen wie Gehwegen, Hofflächen oder Garageneinfahrten auszubringen. So können die auch für Fische und Amphibien schädlichen Gifte in die Kanalisation und letztlich in die Oberflächengewässer gelangen. „Durch den Verzicht auf Pflanzengifte im eigenen Garten kann jeder einen Beitrag zum Naturschutz leisten. Immerhin entspricht die Gesamtgröße aller Gärten in Deutschland in etwa der Summe aller deutschen Naturschutzgebiete“, so der NABU Rhein-Westerwald.



Ob das Pflanzengift Glyphosat für weitere zehn bis 15 Jahre zugelassen wird, entscheidet die EU in diesem Jahr. Das Pestizid wurde von der Weltgesundheitsorganisation als wahrscheinlich krebserregend eingestuft, die Wiederzulassung nach heftigen Protesten im Sommer 2016 deshalb vertagt. (PM NABU Rhein-Westerwald)


Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Vereine


Musik verbindet: Spendenübergabe an Kinderkrebshilfe Gieleroth/Unnauer Paten

Die Bindweider Bergkapelle und der MGV Rosenheim haben kürzlich eine Spende an die Kinderkrebshilfe Gieleroth/Unnauer ...

Wäller Helfen e. V. beim Karnevalsumzug in Langenhahn

Der Verein Wäller Helfen e. V. hat sich mit seinem generationenübergreifenden Engagement im Westerwald ...

Jonas Keil erreicht Podestplatz bei den Ost Open Rollstuhltennismeisterschaften

Jonas Keil aus Limburg hat bei den Ost Open Rollstuhltennismeisterschaften 2026 in Bernburg einen bemerkenswerten ...

Stöffelverein richtet Blick auf 2026 - Stöffelfest im Fokus

Der Stöffelverein hat bei seiner Jahreshauptversammlung im Café Kohleschuppen des Stöffel-Parks nicht ...

Frischer Wind im Westerwaldverein Bad Marienberg: Neuer Vorstand gewählt

Die Mitglieder des Westerwaldvereins Bad Marienberg versammelten sich zu ihrer Jahreshauptversammlung. ...

Kulturvereine rund um Montabaur: Chancen und Herausforderungen im Fokus

In Holler trafen sich kürzlich Kulturschaffende aus der Region, um über die Zukunft ihrer Vereine zu ...

Weitere Artikel


1.310 Dienstjahre am Patienten im Herz-Jesu-Krankenhaus Dernbach

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für langjährige Treue und Einsatz geehrt. „Wir danken Ihnen für Ihre ...

Stimmung im Gastgewerbe auf Niveau des WM-Jahres 2006

Gute Nachrichten aus der Tourismusbranche: 57 Prozent der Betriebe im Hotel- und Gastgewerbe sind mit ...

Landfrauenverband Rheinland-Nassau stellt Zukunftsweichen

80 Delegierte des Landfrauenverbandes Rheinland-Nassau haben mit der Wahl des Präsidiums die Weichen ...

Westerwaldverein Bad Marienberg wanderte in Langenbacher Betrieb

Vierundzwanzig Marmer ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen, einmal mehr hinter die Kulissen eines ...

Gottesdienst nimmt Menschen mit Demenz an die Hand

Es ist so leise, dass man eine Stecknadel fallen hören kann. Keiner spricht, niemand flüstert. Irgendwann ...

Schimpansengruppe im Zoo Neuwied erhält Verstärkung

Trubel im Menschenaffenhaus des Zoo Neuwied. Charley, Puni, Marlock und Nicki, die vier Schimpansen, ...

Werbung