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Nachricht vom 05.04.2017 - 14:44 Uhr    

Schule - Verein - Schiedsrichter

Ein Problem kommt auf zahlreiche Vereine im Fußballkreis Westerwald/Sieg zu - fehlende Schiedsrichter, um das Vereinssoll zu erfüllen. Jörg Müller, stellvertretender Schulleiter der Realschule plus und Fachoberschule Hachenburg und gleichzeitig Beauftragter „Schule und Fußball“ im Fußballkreis Westerwald/Sieg sann auf Ab- oder genauer gesagt, auf Mithilfe.

Sie begleiten die neuen Schiedsrichter: (v. l.) Burkhard Fischer, Jung-Schiedsrichter-Betreuer, Matthias Vogel, Schiedsrichter-Lehrwart Fußballkreis. Fotos: Willi Simon

Hachenburg. In Zusammenarbeit mit dem Fußballverband und dem Fußballkreis initiierte Jörg Müller eine Aktion zur Ausbildung von Jung-Schiedsrichtern an seiner Schule. Diese Aktion gab es bereits schon einmal vor drei Jahren. Jedoch war hier die Nachhaltigkeit eher bescheiden. Nun soll ein neues Konzept helfen, dass die jungen Schiedsrichter „bei der Stange bleiben“.

Wolfgang Hörter, Staffelleiter im Fußballkreis Westerwald/Sieg hatte in einem Rundschreiben alle Vereine im Fußballkreis über das Angebot informiert; zuletzt auch noch in einem Aufruf anlässlich der Rückrundentagung des Fußballkreises im März diesen Jahres. Letztendlich sind aber die Vereine in der Verantwortung, Vorsorge zu treffen über die satzungsgemäße Anzahl von Schiedsrichtern zu verfügen. Die Hand wurde gereicht.

Jörg Müller hatte an seiner Schule kräftig die „Werbetrommel“ gerührt, an einer solchen Schiedsrichter-Ausbildung teilzunehmen. Dreizehn Jugendliche, darunter eine Schülerin, hatten sich für eine Teilnahme entschieden. Diese wurden nun mit ihren Eltern sowie den Verantwortlichen im Schiedsrichter-Wesen des Fußballkreises zu einer ersten Besprechung und Vorstellung des Konzeptes von Jörg Müller in die GTS in Hachenburg eingeladen. „Vereine brauchen Schiedsrichter, Schüler brauchen Selbstbestätigung“, sagte Jörg Müller in seiner Begrüßung. Die Schüler müssten Regeln lernen und umsetzen, dies gelte nicht nur im Schulbereich sondern später auch auf dem Fußballplatz.

Müller erläuterte die einzelnen Schritte zur Schiedsrichter-Ausbildung und deren Umsetzung. In fünf Schritten geht es nun für die Interessierten darum, Schiedsrichter zu werden. Neu ist dabei ein Eignungsgespräch zwischen den Kandidaten und den verantwortlichen der Schiedsrichter-Ausbildung. Hierzu standen Schiedsrichter-Lehrwart Matthias Vogel, Jung-Schiedsrichter-Betreuer Burkhard Schütz sowie KSO Detlef Schütz im Anschluss an die Begrüßung zur Verfügung. Dabei geht es unter anderem darum, festzustellen, ob ausreichend Selbstsicherheit für ein Auftreten als Schiedsrichter vorhanden ist.

Diesem Vorgespräch folgt dann die theoretische Ausbildung mit Regeltest, eine praktische Ausbildung sowie erste probeweise Einsätze mit „Patenbegleitung“ von erfahrenen Schiedsrichtern und mündet schließlich in der Abnahme der Schiedsrichterprüfung und Anerkennung des Fußballverbandes als geprüfter Schiedsrichter.

Lukas Wilzek, der vor drei Jahren an der ersten Ausbildung von Schiedsrichtern teilgenommen hatte, berichtete den anwesenden künftigen Kollegen/innen über seine Entwicklung. Er darf heute bereits bis einschließlich Kreisliga A pfeifen und ist im Gespann von Schiedsrichter-Lehrwart Matthias Vogel.

KSO Detlef Schütz freute sich über das rege Interesse an einem „neuen Lebensweg“ und wies darauf hin, dass auf die Jung-Schiedsrichter gezielt von den Schiedsrichter-Ausbildern und Betreuern eingegangen werde. Wolfgang Hörter führte aus: „Die Kandidaten sind in der Pflicht, aber auch die Eltern“. Jörg Müller machte den künftigen Schiedsrichtern Mut: „Eine glänzenden Zukunft steht euch bevor.“

Bedauerlich war die Tatsache, dass trotz der intensiven Bemühungen seitens der Schule und des Fußballkreises gerade einmal sechs 22 hatten Schiedsrichter-Probleme gemeldet) an diesem Abend zugegen waren. Es wird sich alle Mühe gegeben, den Vereinen Hilfestellung zu leisten, um dem Jammern bei Bestrafung der Vereine wegen fehlendem Schiedsrichter-Soll zu begegnen. Die anwesenden Vereine haben nun den ersten Zugriff auf die künftigen Schiedsrichter. Willi Simon

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