Werbung

Nachricht vom 19.03.2017 - 18:46 Uhr    

Landfrauenverband Westerwald feierte sein 60-jähriges Bestehen

Viele Gäste und Gratulanten kamen zur Feierstunde in die Westerburger Stadthalle, denn der Landfrauenverband Westerwald feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Der runde "Geburtstag" wurde am Samstag, den 18. März im Rahmen des traditionellen Landfrauentages in der Stadthalle Westerburg gebührend gefeiert.

Gudrun Franz-Greis mit Gastrednerin Verena Bentle (rechts). Fotos: Ulrike Preis

Westerburg. Zu den Highlights des Nachmittags gehörte der Vortrag von Gastrednerin Verena Bentle. Die blinde Ausnahmesportlerin und zwölffache Goldmedaillengewinnerin ist die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung. „Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser“, so lautet der Titel ihres Buches. Auch in Westerburg stieß ihre überzeugende Botschaft „Wirklich blind ist, wer nicht vertrauen kann!“ auf offene Ohren und wurde mit reichlich Beifall bedacht.

Zu Beginn der Veranstaltung hieß die Vorsitzende des Landfrauenverbandes (LFV) Westerwald, Gudrun Franz-Greis, die zahlreichen Gäste herzlich willkommen. Sie nutzte die Gelegenheit, verschiedene Ehrengäste zu begrüßen und den engagierten Mitgliedern ihren Dank auszusprechen. Dabei erinnerte sie an das 1. Treffen in der Westerwaldhalle in Rennerod, wo seinerzeit 800 Frauen aus dem gesamten Westerwald zusammen kamen, und den Zusammenschluss von Ober- und Unterwesterwald, der bis heute geblieben sei.

Mit einem „Hui Wäller“ eröffnete die Stadtbeigeordnete Gabi Frenz-Ferger, die auch im Namen der Verbandsgemeinde Westerburg gratulierte, den Reigen der Grußworte. „Wir Frauen in den ländlichen Regionen haben noch immer Nachholbedarf an geeigneten Rahmenbedingungen, um Familie, Beruf und ehrenamtliches Engagement besser miteinander vereinbaren zu können“, hob Frenz-Ferger hervor.

Landrat Achim Schwickert lobte das Engagement der Landfrauen. Sie hätten in den vergangenen Jahrzehnten den Kreis vorwärts gebracht. Dabei waren sie bei vielen Veränderungen maßgeblich beteiligt, so der Landrat, der die wunderschöne österliche Dekoration in der Halle lobte, die „von sehr viel Sachverstand“ zeuge. „60 ist die neue 40“, bemerkte Rita Lanius-Heck, Präsidentin des LFV Rheinland und Nassau, hinsichtlich des runden Geburtstages des Verbandes, der noch viel vorhabe. Ihre Frage, was die Steigerung von „Frau“ sei, beantwortete sie augenzwinkernd selbst: „Landfrau und Wäller-Landfrau“. Seinen Dank für die gute Zusammenarbeit sprach der Vorsitzende des Bauern- und Winzerverbandes Westerwald, Heribert Metternich, aus. In seinem Grußwort ging er auf die Werte wie Familie, Treue und Ehre ein, „die in der heutigen Zeit drohen, verloren zu gehen“. Er lobte den Charme der Landfrauen, die trotz der Arbeit froh gelaunt seien und die hervorragende Arbeit leisten.

Mit einem Rückblick, der teilweise auch zum Lachen und Schmunzeln animierte, ließen die ehemaligen Vorstandsmitglieder Inge Weyel, Johanna Gutberlit und Elke Hasenauer, die dem amtierenden Vorstandsmitgliedern neben einem Bildgeschenk auch Rosen überreichten, viele Erinnerungen an Veranstaltungen, Projekte und Ausflüge wach werden. Mit einem informativen Vortrag ging Dr. Janine Düber vom Krankenhaus in Dernbach auf die Arbeit in der Palliativ-Station ein.

Die Pause im Programm nutzen die Anwesenden, um bei Kaffee und Kuchen in Gespräch zu kommen. Für einen schönen musikalischen Rahmen sorgte die Gruppe "We love Musicals". So erfreuten die beiden Sänger Katharina Scherer und Stephan Vanecek, die von Dominik Nieß am Klavier begleitet wurden, mit einem Streifzug durch die schönsten Musical-Melodien. (Ulrike Preis)

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
   


Kommentare zu: Landfrauenverband Westerwald feierte sein 60-jähriges Bestehen

Es sind leider keine Kommentare vorhanden


Aktuelle Artikel aus der Region


Tag der offenen Tür am GiK

Höhr-Grenzhausen. In diesem Rahmen wird das besondere Konzept der Schule erläutert und die umfangreichen pädagogischen und ...

Muskelkraft, Großspender und ein Herzensprojekt

Hachenburg. Mit insgesamt 65.000 Euro Förderung in den Jahren 2016 und 2017 sowie aktuell 302 Mitgliedern kann man insgesamt ...

Cappella Taboris gaben Konzert in Montabaur

Montabaur. In deklamatorischer Leichtigkeit und imitativer Polyphonie erklangen mit „Die Furcht des Herren“, „Fürchte dich ...

Emmerichenhain: Straßenbauarbeiten gehen „nahtlos" weiter

Emmerichenhain. In den vergangenen fünf Wochen wurde die Fahrbahndeckschicht auf einem Teilabschnitt von rund 2.500 Meter ...

Der Waldlehrpfad Bad Marienberg in neuem Glanz

Bad Marienberg. Nun wurde in diesem Sommer festgestellt, dass diese Tafeln "in die Jahre" gekommen waren. Die Tafeln waren ...

Hurra, wir lieben noch!

Montabaur. Doch auch bei zwei Gute-Laune-Botschaftern wie Margie und Bill geht das nicht immer ohne Reibungen ab und so ist ...

Weitere Artikel


Ostereierschießen der Schützengesellschaft 1847 Selters

Selters. Beim Wettbewerb gilt es möglichst viele Ringe zu schießen, da die erzielten Ringe über die Anzahl der zu gewinnenden ...

SG Marienhausen punktet in Ötzingen

Ötzingen. Es dauerte aber bis kurz vor der Halbzeit ehe Robin Adams den Treffer zur 0:1 Führung für die Gäste erzielen konnte. ...

Heiz- und Lüftungssystem für Hospiz-Neubau gespendet

Dernbach. Temperatur und Luftqualität haben einen nicht unwesentlichen, unmittelbaren Einfluss auf das Wohlbefinden der Bewohner ...

Randalierer in Selters

Selters. Ein 35-jähriger Mann aus der Verbandsgemeinde Selters drang am Samstag, 18. März gegen 20.10 Uhr in ein Mehrfamilienhaus ...

Zwei aufgeklärte Fälle von Fahrerflucht

Neuhäusel. In der Taunusstraße kam ein PKW-Fahrer am Freitag, 17. März, gegen 18.30 Uhr nach rechts von der Fahrbahn ...

Verkehrslage am Wochenende

Rennerod. Am Sonntag, 19. März, um 1:30 Uhr, wurden bei einem Fahrzeugführer in der Gewerbestraße drogentypische Ausfallerscheinungen ...

Werbung