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Landfrauenverband Westerwald feierte sein 60-jähriges Bestehen

Viele Gäste und Gratulanten kamen zur Feierstunde in die Westerburger Stadthalle, denn der Landfrauenverband Westerwald feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Der runde "Geburtstag" wurde am Samstag, den 18. März im Rahmen des traditionellen Landfrauentages in der Stadthalle Westerburg gebührend gefeiert.
Landfrauenverband Westerwald feierte sein 60-jähriges Bestehen

Gudrun Franz-Greis mit Gastrednerin Verena Bentle (rechts). Fotos: Ulrike Preis

Westerburg. Zu den Highlights des Nachmittags gehörte der Vortrag von Gastrednerin Verena Bentle. Die blinde Ausnahmesportlerin und zwölffache Goldmedaillengewinnerin ist die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung. „Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser“, so lautet der Titel ihres Buches. Auch in Westerburg stieß ihre überzeugende Botschaft „Wirklich blind ist, wer nicht vertrauen kann!“ auf offene Ohren und wurde mit reichlich Beifall bedacht.

Zu Beginn der Veranstaltung hieß die Vorsitzende des Landfrauenverbandes (LFV) Westerwald, Gudrun Franz-Greis, die zahlreichen Gäste herzlich willkommen. Sie nutzte die Gelegenheit, verschiedene Ehrengäste zu begrüßen und den engagierten Mitgliedern ihren Dank auszusprechen. Dabei erinnerte sie an das 1. Treffen in der Westerwaldhalle in Rennerod, wo seinerzeit 800 Frauen aus dem gesamten Westerwald zusammen kamen, und den Zusammenschluss von Ober- und Unterwesterwald, der bis heute geblieben sei.

Mit einem „Hui Wäller“ eröffnete die Stadtbeigeordnete Gabi Frenz-Ferger, die auch im Namen der Verbandsgemeinde Westerburg gratulierte, den Reigen der Grußworte. „Wir Frauen in den ländlichen Regionen haben noch immer Nachholbedarf an geeigneten Rahmenbedingungen, um Familie, Beruf und ehrenamtliches Engagement besser miteinander vereinbaren zu können“, hob Frenz-Ferger hervor.

Landrat Achim Schwickert lobte das Engagement der Landfrauen. Sie hätten in den vergangenen Jahrzehnten den Kreis vorwärts gebracht. Dabei waren sie bei vielen Veränderungen maßgeblich beteiligt, so der Landrat, der die wunderschöne österliche Dekoration in der Halle lobte, die „von sehr viel Sachverstand“ zeuge. „60 ist die neue 40“, bemerkte Rita Lanius-Heck, Präsidentin des LFV Rheinland und Nassau, hinsichtlich des runden Geburtstages des Verbandes, der noch viel vorhabe. Ihre Frage, was die Steigerung von „Frau“ sei, beantwortete sie augenzwinkernd selbst: „Landfrau und Wäller-Landfrau“. Seinen Dank für die gute Zusammenarbeit sprach der Vorsitzende des Bauern- und Winzerverbandes Westerwald, Heribert Metternich, aus. In seinem Grußwort ging er auf die Werte wie Familie, Treue und Ehre ein, „die in der heutigen Zeit drohen, verloren zu gehen“. Er lobte den Charme der Landfrauen, die trotz der Arbeit froh gelaunt seien und die hervorragende Arbeit leisten.

Mit einem Rückblick, der teilweise auch zum Lachen und Schmunzeln animierte, ließen die ehemaligen Vorstandsmitglieder Inge Weyel, Johanna Gutberlit und Elke Hasenauer, die dem amtierenden Vorstandsmitgliedern neben einem Bildgeschenk auch Rosen überreichten, viele Erinnerungen an Veranstaltungen, Projekte und Ausflüge wach werden. Mit einem informativen Vortrag ging Dr. Janine Düber vom Krankenhaus in Dernbach auf die Arbeit in der Palliativ-Station ein.

Die Pause im Programm nutzen die Anwesenden, um bei Kaffee und Kuchen in Gespräch zu kommen. Für einen schönen musikalischen Rahmen sorgte die Gruppe "We love Musicals". So erfreuten die beiden Sänger Katharina Scherer und Stephan Vanecek, die von Dominik Nieß am Klavier begleitet wurden, mit einem Streifzug durch die schönsten Musical-Melodien. (Ulrike Preis)
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