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Politik | Höhr-Grenzhausen

Höhr-Grenzhäuser gedenken der Opfer des Holocaust

Bundesweit steht der 27. Januar für den Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus in Deutschland und der Welt. Diesen Tag nimmt man auch in Höhr-Grenzhausen alljährlich zum Anlass, an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der beiden anderen Konzentrationslager in Auschwitz durch die Rote Armee im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs zu erinnern. Anders, als in den Vorjahren, fand die Gedenkfeier am Freitag aufgrund der anstehenden Zeugnisübergaben nicht wie bisher im Keramikmuseum, sondern direkt im Gymnasium Höhr-Grenzhausen statt.
Höhr-Grenzhäuser gedenken der Opfer des Holocaust

Zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens, der Kirchen und aus der Politik gedachten gemeinsam mit den Schülern des Gymnasiums im Kannenbäckerland der Opfer des Nationalsozialismus. Fotos: menzel-online.de

Höhr-Grenzhausen. Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurde der 27. Januar von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 erklärt. Bereits am 3. Januar 1996 wurde der Gedenktag durch Proklamation des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog in Deutschland eingeführt.

Vor den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums erneuerte auch Bürgermeister Thilo Becker nach einem Grußwort von Monika Gass vom Keramikmuseum Westerwald den Leitgedanken Roman Herzogs zu diesem Tag: „Die Erinnerung an diese Gräuel darf nicht enden und muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen!“ Darum sei es wichtig, mit dem Gedenktag eine Form des Erinnerns zu finden, die jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirke.

Bevor die Schüler des Gymnasiums gemeinsam in einem Schweigemarsch zum Stadtpark zogen und dort am Mahnmal die Namen der 24 ehemaligen jüdischen Mitbürger verlasen sowie für jeden von ihnen einen Erinnerungsstein hinterlegten, hatten sie ihre ganz persönlichen Statements zur Zeit des Holocaust abgegeben. Anschließend trug Tobias Schirmer Assoziationen von der Macht der Bilder und Worte und der Musik vor. Diese „Macht der Medien“ hatte eingangs auch schon Bürgermeister Thilo Becker in Verbindung mit der heutigen Zeit in Verbindung gebracht: „Was damals das junge Fernsehen vermochte, spielt sich heute in sozialen Netzwerken ab“ führte er an. Sein Appell daher an die jungen Zuhörer: „Hinterfragen Sie, bevor Sie ‚Liken‘!“ -wmz-
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