Bender Immobilien
 Dienstag, 28.03.2017, 04:29 Uhr Stellenangebote | Kurz berichtet | Gemeinden | Branchenbuch | Impressum
 Folgen:          Wetter | Kalender | Horoskop | Sudoku | AK-Kurier | NR-Kurier
 
 
Politik | Meudt

„Sie steckten in Brand dein Heiligtum…“

An vielen Orten des Westerwaldes erinnern Christen und Juden an die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938: In dieser Nacht brannten die Synagogen. Sie brannten in Deutschland, in Österreich und in der Tschechoslowakei. Organisierte Schlägertrupps setzten jüdische Geschäfte und Gotteshäuser in Brand, misshandelten, verhafteten und töteten tausende Juden. Eine dieser Gedenkfeiern war auch am Mittwochabend in Meudt als ökumenische Andacht auf dem Friedhof des Ortes geplant.
„Sie steckten in Brand dein Heiligtum…“

An vielen Orten im Westerwald wurden Kerzen angezündet. Symbolfoto: WW-Kurier

Meudt/Westerwald. Gemeinsam mit Bürgern aller Konfessionen wollten Diakon Meinrad Kreß (Pastoraler Raum St. Laurentius Nentershausen) und Pfarrerin Heike Meissner (Evangelische Kirche Wallmerod) an die Zerstörung der Meudter Synagoge am 10. November 1938 erinnern. Aufgrund des regnerisch-kalten Wetters fiel diese Veranstaltung jedoch leider aus.

Die Synagoge in der Meudter Bahnhofstraße wurde 1880/81 erbaut und während der Novemberpogrome 1938 zerstört. Die Fassade des Backsteinbaus wurde durch Zahnfriese in drei Geschosse gegliedert. In die mit schmalen Fenstern versehenen Ecktürme waren einfachere Portale, die Zugänge zu den Frauenemporen, integriert, während das höhere Mittelportal, der Zugang der Männer, von Säulen flankiert wurde, auf denen die Archivolte ruhte. In das Giebelfeld über diesem Portal war ein Dreipaß mit den Gesetzestafeln eingelassen.

Am 10. November 1938 wurde die Synagoge durch SS- oder SA-Männer aus Westerburg geschändet und niedergebrannt. Die vier Torarollen wurden durch die Brüder Ludwig und Kurt Falkenstein rechtzeitig gerettet. 1988 wurde hier ein Gedenkstein mit einer Abbildung der Synagoge, den Gesetzestafeln und der Menora aufgestellt. Die Inschrift dieses Gedenksteines, die auf hebräisch und deutsch eingelassen ist, war zugleich das Motto der Gedenkveranstaltung der Meudter Christen und Juden am Mittwoch: „Sie steckten in Brand dein Heiligtum, entweihten zu Boden die Wohnung deines Namens.“ (Psalm 74,7). -wmz-


Kommentare zu "„Sie steckten in Brand dein Heiligtum…“"

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

60 Jahre Römische Verträge
Bad Marienberg. „Die Schaffung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft im Jahr 1957 war einer ...
Sitzung des Ortsgemeinderates Wittgert
Wittgert. Als nächstes stand die Widmung der Brunnenstraße auf dem Programm. Es ist geplant, ...
Stadtrat Ransbach-Baumbach tagte wegen Rheinstraße
Ransbach-Baumbach. Eingangs der Sitzung begrüßte der Vorsitzende die Vertreter des Landesbetriebes ...
Bürgerinitiative 7-Wege-Gegenwind überreicht 760 Unterschriften
Ransbach-Baumbach. Gesammelt und nach Wohnorten sortiert wurden die Unterschriften von der ...
Gemeinderat Höhn kann Ampelsignal auf "Grün" stellen
Höhn. Bei einem Termin vor Ort konnten die Abgeordneten jetzt eine Lösung präsentieren, die ...
Pendlerparkplatz am ICE-Bahnhof wird hochwertig ausgebaut
Montabaur. Das haben die städtischen Gremien jetzt entschieden und dafür rund 400.000 Euro ...
 
Vorstand von Donum Vitae besuchte Raiffeisenhaus in Flammersfeld
Flammersfeld. Im Rahmen einer Vorstandssitzung besuchte der Regionalvorstand Montabaur von ...
Sonderkontrolle „Junge Fahrer“ und „Dunkle Jahreszeit“
Montabaur. In Anbetracht des Einbruchs der dunklen Jahreszeit, einhergehend mit dem ersten ...
Second-Hand-Markt für Mädchen und Frauen
Hachenburg. Der Mädelsflohmarkt ermöglicht den Kauf von günstigen, trendigen Kleidern. Dieses ...
Senioren schaffen Groß-Kunstwerk „Lebensfreude“
Koblenz. Angela Vinci will Senioren Lebensfreude nahe bringen. Dazu realisiert die Künstlerin ...
Buchausstellung und Vorlesewettbewerb in Herschbach
Herschbach. „Alle hätten den 1. Preis verdient. So gut haben die Kinder gelesen“, tröstete ...
Schüler bauen für Senioren eine Holzhütte
Dernbach. An diesem Nachmittag konnte man sehen, dass wenn viele Leute an einem Strang ziehen, ...
 
Anzeigen
 
 
 
 
 

 

Über den Verlag

Auf unserer Verlagsseite finden Sie mehr Informationen über den Verlag und unser Team.

zur Verlagsseite »
Folgen Sie uns
Mediadaten

Die aktuelle Preisliste und Mediadaten finden Sie hier.

Mediadaten »
Kontakt

eMail: redaktion@ww-kurier.de

Kontaktformular »