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Cleveren Verbrauch kannst Du auch! Stromfressern auf der Spur

16 Viertklässler der Grundschule in Neuhäusel sind von der Energieagentur Rheinland-Pfalz als „Stromdetektive“ ausgezeichnet worden. Stolz halten die jungen Detektive der Klasse 4 ihre Urkunden in den Händen, die sie sich für die erfolgreiche Spurensuche nach Stromfressern im eigenen Zuhause verdient haben. Die Schülerinnen und Schüler befassten sich im Rahmen der Aktion „Stromdetektive“ in zwei Doppelstunden mit den Themen Energieeinsparung und Energiegewinnung.
Cleveren Verbrauch kannst Du auch! Stromfressern auf der Spur

Stromdetektive der Augst-Schule Neuhäusel. Foto: privat.

Neuhäusel. „Jeder Schüler hat ein Strommessgerät mit nach Hause genommen und dort die Stand-by-Verbräuche unterschiedlicher Haushalts- und Elektrogeräte gemessen und dokumentiert. In der ersten Woche haben wir die Benutzung der Messgeräte in der Klasse geübt und außerdem gemeinsam Ideen entwickelt, wie sich Energie einsparen lässt“, berichtet Florian Strunk, Regionalreferent der Energieagentur, der die Klasse bei der Aktion unterstützte. „Dabei hatten die Kinder tolle und kreative Vorschläge und sich vorgenommen, auch den Umgang ihrer Eltern und Geschwister mit Stromfressern künftig ganz genau im Blick zu behalten.“

Einige Schülerinnen und Schüler errechneten aufgrund ihrer Messungen zuhause, dass bis zu 100 Euro Stromkosten im Jahr allein durch das Vermeiden von Stand-By-Verlusten bei den unter die Lupe genommenen Elektrogeräten eingespart werden können. Andere berichteten, dass sie bereits die Geräte ganz abschalten oder auch schaltbare Steckdosenleisten verwenden, wo viele Elektrogeräte in Gebrauch sind. Denn das Geld – oder zumindest ein Teil davon – sei beispielsweise als Taschengeld viel besser angelegt, so die logische Schlussfolgerung.

Neben den geringeren Energiekosten geht es aber vor allem um die Senkung der Treibhausgasemissionen und damit um den Klimaschutz. Die Erzeugung von einer Kilowattstunde Strom verursacht knapp 500 Gramm Kohlenstoffdioxid. So verursacht beispielsweise ein 4-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden rund zwei Tonnen Kohlstoffdioxid, welches für die Zunahme der Erderwärmung und deren Folgen, zum Beispiel Klimaflüchtlinge, Wasserknappheit, Extremwetterereignisse, mitverantwortlich ist.

Die Ausbildung der „Stromdetektive“ ist ein Baustein der Kampagne „Cleveren Verbrauch kannst Du auch!“, mit der die Augst-Gemeinden Neuhäusel, Eitelborn, Kadenbach und Simmern zurzeit ihre Bürgerinnen und Bürgern über den bewussten Umgang mit Energie informieren. Gemeinsam mit der Energieagentur veranstalteten die vier Gemeinden neben der Stromdetektiv-Aktion einem Infoabend in der Augst-Halle, bei dem Bürgerinnen und Bürgern Stromfresser im eigenen Haushalt identifizieren konnten.

Wie die eigene Stromrechnung halbiert werden kann, zeigte Peter Müller von der Energieagentur in seinem Vortrag. Schon kleine Verhaltensveränderungen und Anschaffungen können mitunter große Wirkung haben: Glühbirnen durch LED-Lampen ersetzen, Leerlaufverluste aktiv vermeiden, einen sparsamen Duschkopf einsetzen, die Heizungspumpe im Keller prüfen und die Effizienz der Haushaltsgeräte (zum Beispiel des Kühlschranks) checken. Dies sind einfache Maßnahmen, mit denen sich ohne großen Aufwand Energie einsparen und auch noch die Haushaltskasse entlasten lässt.

Renate Michel von der Energieagentur gab Antworten auf die Frage „Wie senke ich meine Heizkosten?“ und verdeutlichte unter anderem wie sinnvoll Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung sind – vor allem dann, wenn ohnehin eine Sanierung des Gebäudes geplant ist. Sie gab Hinweise zum sinnvollen Vorgehen bei der Planung und Umsetzung der einzelnen Schritte und verwies auf die kostenfreie Energieberatung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Bad Ems, Koblenz und Montabaur.

„Die Vorträge machen deutlich: Energie sparen heißt Geld sparen. Wer zuhause Strom und Wärme spart, schont seinen Geldbeutel und schützt das Klima, was auch unseren Kindern und Enkeln zu Gute kommt“, resümierte Werner Christmann, Bürgermeister der Ortsgemeinde Neuhäusel. Noch bis zum 14. April 2016 können Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Sprechstunde der Ortsgemeinde Neuhäusel, immer donnerstags von 18 bis 19.30 Uhr, Strommessgeräte in der Ortsgemeindeverwaltung Neuhäusel (Hauptstr. 52) ausleihen.


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