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Nachricht vom 26.01.2016    

Studienaussteigern vereinfachten Wechsel ins Berufsleben bieten

Studierende haben in Rheinland-Pfalz ab sofort die Möglichkeit, auf ihre Leistungen aus der Hochschule aufzubauen, wenn sie aus dem Studium ins Berufsleben wechseln möchten. Diese Option bieten die Industrie- und Handelskammern (IHKs) im Land an.

Region. Unter bestimmten Voraussetzungen können damit Studienaussteiger aus höheren Semestern direkt zu einer Fortbildungsprüfung, wie etwa zum Fachwirt oder zum Industriemeister, zugelassen werden.

Damit wollen die IHKs Studierenden für den Fall eines Studienabbruchs einen attraktiven Weg ins Berufsleben ebnen. „Rund 30 Prozent eines Jahrgangs brechen ihr Bachelor-Studium ab.“ „Nicht für jeden Studierenden erweist sich das Studium also als richtiger Ausbildungsweg. Wir stellen nun sicher, dass an der Hochschule erworbene Kenntnisse für den anschließend in der beruflichen Bildung genutzt werden können, “ sagt Bernhard Meiser, bildungspolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

Mit der Fachwirt- oder Industriemeisterprüfung erlangen die Absolventen einen Fortbildungsabschluss, der nach dem Deutschen Qualifikationsrahmen auf einer Stufe mit dem Bachelor-Abschluss einer Hochschule steht – und damit für Studienaussteiger auf dem ursprünglich angestrebten Abschlussniveau. Die Zukunftsaussichten sind anschließend bestens: „In Zukunft suchen die Unternehmen viel mehr beruflich ausgebildete Fachkräfte als Akademiker“, betont Meiser. Eine duale Ausbildung oder eine berufliche Fortbildung böten ebenso gute Karriere- und Aufstiegschancen wie eine akademische Ausbildung.



Voraussetzung für die vereinfachte Zulassung zur Fortbildungsprüfung ist, dass Studierende, die ihr Studium vorzeitig beenden wollen, mindestens 90 ECTS-Punkte in einem fachlich einschlägigen Studium sowie eine zweijährige einschlägige Berufspraxis mitbringen. Die IHKs beraten die Studierenden umfassend und unterstützen bei der Suche nach Unternehmen für die Erlangung der erforderlichen Berufspraxis.

Meiser betont: „Unternehmen haben Studienaussteiger als eine attraktive Zielgruppe erkannt. Viele wollen hier mehr Bewerber ansprechen.“ Diese seien oft besonders motiviert und mit der Neuorientierung persönlich gereift. „Mit dem neuen Zulassungsmodell zur Fortbildungsprüfung können sie nun darüber hinaus auf Vorwissen aus dem Studium aufbauen und es systematisch um berufliche Handlungskompetenz erweitern“, sagt Meiser.


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