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Tibetfreunde Westerwald starteten Autokorso durch zwei Landkreise

Alljährlich am 10. März gedenken an vielen Orten der Welt die Menschen an die blutige Niederschlagung des tibetischen Aufstands durch China. Seit 1959 wird das Volk unterdrückt und Tibet gilt als das größte "Gefängnis" der Welt. Die Tibetfreunde Westerwald waren am Jahrestag unterwegs, um mit stillem Protest und dem Hissen der tibetischen Flagge auf den Völkermord aufmerksam zu machen.
Tibetfreunde Westerwald starteten Autokorso durch zwei Landkreise

Start des Protestes der Tibetfreunde Westerwald war am Kreishaus in Altenkirchen, Beigeordneter Klaus Schneider (mit dem weißen Schal) empfing die Gruppe. Fotos: pr

Altenkirchen/Hachenburg. Ein Autokorso, geschmückt mit der tibetischen Flagge und beschrifteten Fahrzeugen hatten die Tibetfreunde Westerwald zusammengestellt um am 10. März auf das Schicksal des tibetischen Volkes aufmerksam zu machen. Als Stationen hatte man Altenkirchen, Hachenburg, Betzdorf, Wissen und Hamm gewählt.

Start war am Morgen vor dem Kreishaus Altenkirchen, der Beigeordnete Klaus Schneider empfing die Delegation und man hisste feierlich die Flagge vor dem Kreishaus. Die Gedenkminute für die Opfer des seit 1959 anhaltenden systematischen Völkermordes und der Unterdrückung gehörte dazu. Im Kreishaus gab es den Empfang der Tibetfreunde bei einem Kaffee, zu dem Landrat Michael Lieber hinzu kam.

In Hachenburg empfing VG-Bürgermeister Peter Klöckner die Gruppe und ging in bewegenden Worten auf das Leid des tibetischen Volkes ein. Klöckner gehörte mit zu den ersten Bürgermeistern in der Region die die tibetische Flagge am März hissen ließ. Am Löwenbrunnen gab es die Schweigeminute und Eckhard Osten-Sacken las die Worte, die mahnen und zugleich Verpflichtung sind, im Protest gegen China nicht nachzulassen.

Bürgermeister Bernd Brato empfing die Gruppe vor dem Rathaus Betzdorf unter der Tibetflagge. Brato betonte, dass man sich nicht davon abhalten lassen dürfe für Menschenrechte und gegen das Leid des Volkes anzutreten. Die Gruppe ging durch die Fußgängerzone zum Bürgerbüro von Sabine Bätzing-Lichtenthäler, die seit vielen Jahren die Tibetfreunde Westerwald begleitet. Auch in Wallmenroth war die tibetische Flagge gehisst, Ortsbürgermeister Michael Wäschenbach konnte aus terminlichen Gründen in diesem Jahr nicht anwesend sein.

Einen freundlichen Empfang gab es am Rathaus Wissen. Bürgermeister Michael Wagener empfing die Gruppe, auch hier war die tibetische Flagge weithin sichtbar. Viele Menschen zeigten Interesse, fragten und nahmen die Flyer in Empfang. Eine durchweg positive Erfahrung für die Gruppe.

Zum Abschluss der Tour ging es nach Hamm, wo Bürgermeister Rainer Buttstedt und Ortsbürgermeister Bernd Niederhausen den Autokorso empfingen. Am Kulturhaus Hamm gab es die Schweigeminute und ein Gedenken an die Opfer.

Jedes Jahr werden die Orte wo es den symbolischen Widerstand mit dem Hissen der tibetischen Flagge gibt zahlreicher. Vielleicht ein kleines Signal der Hoffnung für ein Volk, dass in den Weltnachrichten kaum eine Rolle spielt. Denn Tibet darf nicht vergessen werden, die Menschen dort sind der permanenten Unterdrückung ausgesetzt und Menschenrechte finden da keine Anwendung. Den Völkermord stoppen - diese Forderung an China kommt leider nicht von den Wirtschaftsbossen und Großkonzernen dieser Welt, auch leider nicht laut genug von der großen Politik (hws)
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