Werbung

Nachricht vom 12.03.2015    

Tibetfreunde Westerwald starteten Autokorso durch zwei Landkreise

Alljährlich am 10. März gedenken an vielen Orten der Welt die Menschen an die blutige Niederschlagung des tibetischen Aufstands durch China. Seit 1959 wird das Volk unterdrückt und Tibet gilt als das größte "Gefängnis" der Welt. Die Tibetfreunde Westerwald waren am Jahrestag unterwegs, um mit stillem Protest und dem Hissen der tibetischen Flagge auf den Völkermord aufmerksam zu machen.

Start des Protestes der Tibetfreunde Westerwald war am Kreishaus in Altenkirchen, Beigeordneter Klaus Schneider (mit dem weißen Schal) empfing die Gruppe. Fotos: pr

Altenkirchen/Hachenburg. Ein Autokorso, geschmückt mit der tibetischen Flagge und beschrifteten Fahrzeugen hatten die Tibetfreunde Westerwald zusammengestellt um am 10. März auf das Schicksal des tibetischen Volkes aufmerksam zu machen. Als Stationen hatte man Altenkirchen, Hachenburg, Betzdorf, Wissen und Hamm gewählt.

Start war am Morgen vor dem Kreishaus Altenkirchen, der Beigeordnete Klaus Schneider empfing die Delegation und man hisste feierlich die Flagge vor dem Kreishaus. Die Gedenkminute für die Opfer des seit 1959 anhaltenden systematischen Völkermordes und der Unterdrückung gehörte dazu. Im Kreishaus gab es den Empfang der Tibetfreunde bei einem Kaffee, zu dem Landrat Michael Lieber hinzu kam.

In Hachenburg empfing VG-Bürgermeister Peter Klöckner die Gruppe und ging in bewegenden Worten auf das Leid des tibetischen Volkes ein. Klöckner gehörte mit zu den ersten Bürgermeistern in der Region die die tibetische Flagge am März hissen ließ. Am Löwenbrunnen gab es die Schweigeminute und Eckhard Osten-Sacken las die Worte, die mahnen und zugleich Verpflichtung sind, im Protest gegen China nicht nachzulassen.

Bürgermeister Bernd Brato empfing die Gruppe vor dem Rathaus Betzdorf unter der Tibetflagge. Brato betonte, dass man sich nicht davon abhalten lassen dürfe für Menschenrechte und gegen das Leid des Volkes anzutreten. Die Gruppe ging durch die Fußgängerzone zum Bürgerbüro von Sabine Bätzing-Lichtenthäler, die seit vielen Jahren die Tibetfreunde Westerwald begleitet. Auch in Wallmenroth war die tibetische Flagge gehisst, Ortsbürgermeister Michael Wäschenbach konnte aus terminlichen Gründen in diesem Jahr nicht anwesend sein.

Einen freundlichen Empfang gab es am Rathaus Wissen. Bürgermeister Michael Wagener empfing die Gruppe, auch hier war die tibetische Flagge weithin sichtbar. Viele Menschen zeigten Interesse, fragten und nahmen die Flyer in Empfang. Eine durchweg positive Erfahrung für die Gruppe.

Zum Abschluss der Tour ging es nach Hamm, wo Bürgermeister Rainer Buttstedt und Ortsbürgermeister Bernd Niederhausen den Autokorso empfingen. Am Kulturhaus Hamm gab es die Schweigeminute und ein Gedenken an die Opfer.

Jedes Jahr werden die Orte wo es den symbolischen Widerstand mit dem Hissen der tibetischen Flagge gibt zahlreicher. Vielleicht ein kleines Signal der Hoffnung für ein Volk, dass in den Weltnachrichten kaum eine Rolle spielt. Denn Tibet darf nicht vergessen werden, die Menschen dort sind der permanenten Unterdrückung ausgesetzt und Menschenrechte finden da keine Anwendung. Den Völkermord stoppen - diese Forderung an China kommt leider nicht von den Wirtschaftsbossen und Großkonzernen dieser Welt, auch leider nicht laut genug von der großen Politik (hws)

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       
     


Kommentare zu: Tibetfreunde Westerwald starteten Autokorso durch zwei Landkreise

Es sind leider keine Kommentare vorhanden


Aktuelle Artikel aus der Region


Handwerkermarkt in Grenzau mit besonderem Flair

Höhr-Grenzhausen. Wie immer pendelte zwischen Höhr-Grenzhausen und dem Ortsteil Grenzau im Tal ein Shuttle-Bus, die Johanniter ...

Kräuter in Hülle und Fülle in allen Variationen

Limbach. Das wechselhafte Wetter, das so manchen Besucher zweimal überlegen ließ, tat dem Kräutermarkt in Limbach keinen ...

Kirmesgänger auf Abwegen

Siershahn. Deutlich zu viel gefeiert hat ein 21-jähriger Mann aus der VG Ransbach-Baumbach auf der Kirmes in Siershahn. Gegen ...

Else erlebt ein Déjà-vu

Region. Nach Tipps zu empfehlenswerten Restaurants und obligatorischen Sehenswürdigkeiten entlässt er die Fahrgäste für vier ...

Fahrradträger mit zwei Mountainbikes geklaut

Stein-Wingert. Am Samstag, den 19. August, wurde in der Zeit von 9:30 Uhr bis 13:30 Uhr ein Fahrradträger von einem Wohnmobil ...

Betrunkener Autofahrer fuhr auf der Felge

Langenhahn. Am Sonntagmorgen, 19. August um 1:30 Uhr wurde auf der L 281 zwischen Hachenburg in Fahrtrichtung Westerburg ...

Weitere Artikel


Fürst zu Wied plötzlich und unerwartet verstorben

Neuwied. Die Nachricht des Todes Seiner Durchlaucht Carl Fürst zu Wied traf die Region völlig unerwartet. Er ist nach Informationen ...

Fehlendes Breitband bremst Unternehmen

Region. Der digitale Wandel erfasst neben der Gesellschaft auch die Wirtschaft auf ganzer Breite. Um die Chancen nutzen zu ...

22. Westerwälder Kabarettnacht

Region/Oberelbert. Ist ein Gerücht erst einmal verbreitet, kann man es nur schwer wieder einfangen! So auch, dass es angeblich ...

Großbrand in Hachenburg - Lagerhalle Raub der Flammen

Hachenburg. In der Nacht zum Donnerstag, den 12. März, brannte in Hachenburg eine Lagerhalle nieder. Als die um 1.20 Uhr ...

Arbeitsbedingungen in der Altenpflege verbessern

Horhausen. Knapp 50 Teilnehmer, vor allem Führungskräfte aus Altenpflegeeinrichtungen, diskutierten, warum Pflegekräfte oftmals ...

Hachenburger „Früh-im-Jahr-Markt“

Hachenburg. In der Stadtchronik Hachenburgs wird hier von einem Mendels- Fasten- Ostermarkt geschrieben. Von stetigen Veränderungen ...

Werbung