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Region

Ehrenamtliches Engagement verbessert Lebensqualität

Gleich sechs hervorragenden Projekten der Jugendarbeit – ehrenamtlich organisiert versteht sich – gingen 2013 als Sieger aus einem Wettbewerb hervor, den der Westerwaldkreis bereits seit Jahren ausschreibt. Ziel und Zweck des Wettbewerbes ist die Förderung der ehrenamtlichen Jugendarbeit in den Westerwälder Städten und Ortsgemeinden.
Ehrenamtliches Engagement verbessert Lebensqualität

Zusammen mit Kreisjugendpfleger Jochen Bücher (2. von links) übergab Landrat Achim Schwickert (links) die Urkunden des Wettbewerbs zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements in der Jugendarbeit an (von rechts): Dirk Kaltenbach (TV Wirges), Gabi Eutebach-Karasu, Ingo Langenbach (Jugendverein Neunkhausen), Julia Appel (Dorfjugend Hüblingen), Prisca Scharwat (Pfadfinder Rennerod) und Yvonne Simonis (Ranzengarde Grün-Gelb Höhr-Grenzhausen).

Westerwaldkreis. "Dabei will der Westerwaldkreis das Engagement und die vielen guten Ideen, die es gibt, um die Lebensqualität für unsere Kinder und Jugendliche in der Region zu erhöhen, einer breiteren Öffentlichkeit näher bringen und zum Nachmachen anspornen.", sagte Landrat Achim Schwickert bei der Ehrung der Preisträger im Kreishaus. Folgende Vereine und Initiativen wurden ausgezeichnet:

Turnverein Wirges
Der Turnverein ist mit seiner über 120 jährigen Geschichte einer der ältesten Vereine in Wirges. Über 300 Mitglieder betätigen sich in verschiedenen Bereichen des Turnsports. Beim Kleinkinderturnen ab drei Jahre entwickeln sehr viele Kinder eine erste Beziehung zum Sport. Davon profitieren später neben dem Turnverein auch alle anderen Sportvereine im Ort. In den vergangenen Jahren hat der Verein mit zahlreichen jugendlichen Teilnehmern an Landes- und Deutschen Turnfesten mit Erfolg teilgenommen. Im Training, wie auch auf gemeinsamen Veranstaltungen, lernen die Kinder und Jugendlichen im hohen Maße soziale Kompetenz.

Außer den sportlichen Angeboten engagiert sich der Verein regelmäßig bei Veranstaltungen im Ort. So wurde 2012 gemeinsam mit dem Generationenbüro der Verbandsgemeinde Wirges und der Kreisjugendpflege ein großes Spielfest organisiert. Grundlage für alle diese Aktivitäten ist natürlich eine umfassende Jugendarbeit, die es dem Verein ermöglicht, auch größere Veranstaltungen zu organisieren. Junge Menschen werden früh in die Vorstandsarbeit mit einbezogen und bilden so den Grundstock für die Zukunft.

Dorfjugend der Gemeinde Hüblingen
Eine sehr aktive Dorfjugend kann die Gemeinde Hüblingen vorweisen. Insbesondere im Umweltschutz haben sich in der Vergangenheit viele Jugendliche engagiert. So gab es in diesem Jahr eine Beteiligung an der Aktion „Saubere Landschaft“, an der die Dorfjugend mit großem Eifer mitwirkte.

Weitere Beteiligungen gab es beim Nistkästen säubern, Wildbeobachtungen, Bau von Insektenhotels und Baumpflanzaktionen auf Streuobstwiesen. Immer wieder steht der Umweltgedanke im Mittelpunkt. Um eine Kontinuität in der Arbeit zu bekommen, wurde die Jugendgruppe „Eisvögel“ gegründet, die sich regelmäßig trifft und Veranstaltungen zur aktiven Gestaltung des Dorflebens und für die Umwelt durchführen.

Ranzengarde Grün-Gelb e.V. Höhr-Grenzhausen
Die Ranzengarde Höhr-Grenzhausen wurde 1973 gegründet und ermöglicht Kindern und Jugendlichen sich aktiv im Karneval einzubringen. Neben den acht Garde- und Showtanzgruppen bereichern junge Talente mit Büttenreden, Sketchen oder anderen Showeinlagen die Veranstaltungen im Karneval. Die rund 260 Mitglieder sind auch außerhalb der Session an zahlreichen Aktivitäten innerhalb und außerhalb des Kannenbäckerlands beteiligt. Auch bei sportlichen Turnieren sind insbesondere die älteren Tänzerinnen und Tänzer erfolgreich.

Neben dem anspruchsvollen Programm im Rahmen des Karnevals stehen jedoch auch der Spaß und die Gemeinschaft im Verein im Vordergrund. Bemerkenswert ist sicherlich, dass der Vorstand des Vereines sich aus Mitgliedern in der Alterspanne von 15 bis 27 Jahren zusammensetzt. Dies würden sich bestimmt viele Vereine wünschen.

Jugendverein Neunkhausen
Der Jugendverein Neunkhausen 1912 e.V. hat seinen Ursprung in einem Jugendpflegeverein. Sinn und Zweck dieses Vereines war es, der damaligen Jugend eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen. Heute zählt der Jugendverein ca. 320 Mitglieder. Die größte Abteilung ist der Fußball. Auch die Damen sind mittlerweile auf dem Vormarsch in dieser Sportart und nehmen aktiv am Spielbetrieb teil. Der Verein betreibt einen eigenen Sportplatz, wie auch ein Sportlerheim. Sehr beliebt sind auch Kinderturnen, Tischtennis, Tennis und Gymnastik/Aerobic.

Als größte Veranstaltung des JV hat sich in den letzten Jahren das Jugendfußballturnier mit Zeltlager herauskristallisiert. Am Wochenende vor den großen Sommerferien findet dieser Event mit bis zu 1.000 Teilnehmern auf der Rasensportanlage in Neunkhausen statt. Dort werden ringsum Zelte für Kinder und Jugendliche aufgestellt. An drei Tagen herrschen Spiel, Spaß und Unterhaltung. Diese große Veranstaltung bedeutet für die Verantwortlichen im Verein jährlich immer wieder eine neue Herausforderung. Für die Vor- und Nachbereitung ist eine große Anzahl an Helfern notwendig. Eine solche Großveranstaltung ist nur mit viel Engagement und Zeitaufwand durchzuführen.

Gabi Eutebach-Karasu, Selters

Gabi Eutebach-Karasu wird für ihr ehrenamtliches Engagement im Bereich der musikalischen Erziehung von Kindern und Jugendlichen geehrt. Sie ist seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit im Raum Selters tätig und organisiert Benefizkonzerte zugunsten des „Elternvereins für leukämie- und krebskranke Kinder, Gießen e.V“ in Selters. Der Erlös der Konzerte, bei denen verschiedene Musikgruppen auftreten, geht in voller Höhe an den Verein, der die Kinderkrebsstation des Giessener Uniklinikums unterstützt.

Die Gesangsgruppe „Crescendo“ ist eine Gruppe von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die von Gabi Eutebach-Karasu geleitet wird. Mit dieser Gruppe hat sie zahlreiche Auftritte in Seniorenheimen, Gottesdiensten, Gestaltung von Feiern oder anderen karitativen Veranstaltungen absolviert. Weiter engagiert sie sich im Kinderchorprojekt „Kichobo“, um dort in den Ferien anspruchsvolle Chorliteratur mit Kindern einzustudieren.

DPSG-Siedlung des pastoralen Raumes Rennerod
Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) ist der größte katholische Pfadfinderverband in Deutschland mit Bundeszentrum in Westernohe. Dieses Zentrum gehört zum Pastoralen Raum Rennerod und dort gibt es auch eine aktive Gruppe der Pfadfinder. Diese Gruppe wird von Prisca Scharwat und Stefanie Schnorr geleitet. Beide Frauen sind seit mehr als fünf Jahren ehrenamtlich bei den Pfadfindern tätig und haben in dieser Zeit wesentlich zum Bestehen und Erfolg der kirchlichen Jugendgruppe in Rennerod beigetragen.

Unter ihrer Leitung und Obhut werden junge Menschen im Alter von sieben bis zehn Jahren mittels pfadfinderischer Methoden damit vertraut gemacht, für sich und für unsere Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Daraus entwickeln sich aktive Beteiligungen im Bereich des Umweltschutzes, oder sie bringen sich aktiv im Gemeindeleben ein. Durch ihr Engagement ermöglichen die Frauen den Kindern eine aktive, erlebnisorientierte Freizeitgestaltung und vermitteln ihnen einen wertschätzenden Umgang miteinander. In den regelmäßigen Gruppenangeboten erlernen die Kinder Schlüsselqualifikationen, wie Verbindlichkeit, Verlässlichkeit, aber auch soziale Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen und ihrer Umwelt. Der reflektierte und nachhaltige Umgang mit den vorhandenen Ressourcen soll ebenfalls ein Lernziel der Pfadfinder sein.


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