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"Füreinander lachen" Herdorf spendet für Haiti-Projekt

Schon vor dem verheerenden Erdbeben im Jahr 2010 zählte Haiti zu den ärmsten Ländern der westlichen Welt. Mit der Naturkatastrophe kam neues Elend, das sich bis heute, unbeachtet von der Weltöffentlichkeit auf die Kinder besonders dramatisch auswirkt. 4500 Euro übergab der Verein "Füreinander lachen" Herdorf jetzt an Don Bosco Mondo, um gezielt ein Kinderhaus von Pater Stra SDB im Norden des Landes zu unterstützen.
\"Füreinander lachen\" Herdorf spendet für Haiti-Projekt

4500 Euro für das Don Bosco Mondo Projekt Haiti wurden vom Vorstand des Vereins "Füreinander lachen" Herdorf überreicht. Von links: Uve Erner, Christoph Düber, Eberhard Kühler, Peter Schlosser, Heinz Euteneuer und Klaus Pieck.

Herdorf. Der Verein "Füreinander lachen e.V." Herdorf spendet 4.500 Euro für die Straßenkinder Haitis an Don Bosco Mondo. Die Hilfsorganisation mit Sitz in Bonn wurde sorgfältig ausgewählt, denn der Vorstand will sich sicher sein, dass das Geld auch wirklich ankommt.
Geschäftsführer Klaus Pieck berichtete dem AK-Kurier, dass sich der Verein sorgfältig informiert wohin das Geld aus Aktionen und Spenden gehen soll. So nahm man Kontakt mit Don Bosco Mondo auf, denn das Elend der "vergessenen" Kinder auf den Straßen Haitis ist unbeschreiblich.

Der Verein "Füreinander lachen" Herdorf will mit dieser Spende den Straßenkindern in Haiti die Chance auf ein besseres Leben schenken.
Die Situation für Kinder in Haiti sind von einem unbeschreiblichen Elend gezeichnet. Viele Straßenkinder hausen noch immer in Straßengräben, Kanälen und unter Plastikplanen. Ihre Mahlzeiten finden sie in den Mülltonnen der Städte und oft nicht einmal dort. Sie werden missbraucht, oftmals zu Diebstahl, Kriminalität und Prostitution gezwungen. Obwohl es eine Schulpflicht in Haiti gibt, ist es für die meisten Kinder bis heute unmöglich, eine Schule zu besuchen. Es fehlt nicht nur an der nötigen Infrastrutkur, die Mehrheit der Bevölkerung ist einfach viel zu arm, um ihre Kinder in die Schule zu schicken.
Das Straßenkinder-Zentrum der Salesianer Don Boscos ist ein echter Lichtblick in der rauen Straßenkinderwelt von Cap Haitien. Pater Stra ist seit mehr als 30 Jahren in Haiti tätig und kümmert sich um Kinder. Das Projekt im nördlichen Landesteil, in Cap Haitien, entstand bereits der Katastrophe. Pater Stra SDB beherbergt und betreut in einem kleinen Haus 35 Jungen. Sie haben einen sicheren Schlafplatz und jeden Tag eine warme Mahlzeit. Sie gehen zur Schule oder lernen ein Handwerk wie Schneidern oder Schreinern in einer der Werkstätten des Straßenkinder-Zentrums.

Das Zentrum platzt aus allen Nähten man braucht dringend Platz für weitere 75 Kinder, so berichtete Pater Stra bereits im Jahr 2011. Denn unbemerkt von der Weltöffentlichkeit verschärfen sich die Probleme in Haiti. Aus den Nachrichtensendungen ist das Elend des Landes längst verschwunden, aber trotzdem vorhanden. Es trifft die Kinder. Rund 50 Prozent der Einwohner Haitis können nicht lesen oder schreiben, rund zwei Millionen Menschen hungern. Nüchterne Zahlen. Die Salesianer Don Bosco sind seit rund 75 Jahren in Haiti aktiv, mit den Menschen vor Ort zusammen arbeiten sie und sind als Nicht-Regierungsorganisation (NGO) hoch anerkannt.

"Mit unserer Spende wollen wir dieses Projekt unterstützen und dafür sorgen, dass das Straßenkinder-Zentrum ausgebaut werden kann", so der Vorstand. Die Gelder stammen aus verschiedenen Aktionen des Vereins, z.B. dem Weihnachtkonzert 2011 mit Laura Düber/ Sabine Schneider und Freunden, der Stunksitzung im Januar 2012 sowie von Mitgliedsbeiträgen. Seit rund 20 Jahren gibt es den Verein "Füreinander lachen" und bislang flossen insgesamt 170.000 Euro in unterscheidliche Projekte. (hws/Pieck)


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