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Nachricht vom 04.07.2012 - 07:47 Uhr    

Stolpersteine sind Mahnmale gegen das Vergessen

Am Montag, 9. Juli beginnt um 14.30 Uhr die Aktion "Stolpersteine" in Hachenburg. Der Kölner Künstler und Initiator der Aktion, Gunter Demnig, verlegt die Stolpersteine, die an die ermordeten und vertrieben jüdischen Mitbürger erinnern. Die Geschichtswerkstatt Hachenburg lädt dazu ein.

Der Kölner Künstler und Initiator Gunter Demnig verlegt die Stolpersteine am Montag, 9. Juli, ab 14.30 Uhr in Hachenburg. Foto: Geschichtswerkstatt

Hachenburg. Stolpersteine heißen nicht etwa deshalb so, weil man im wörtlichen Sinne des Wortes über sie stolpert. Sie werden ebenerdig im Pflaster oder im Asphalt verlegt. Man soll aber sehr wohl inhaltlich über sie stolpern. Sie sollen erinnern an unangenehme Geschehnisse nicht nur in Hachenburg, und an die Taten der Nazi-Herrschaft.
Sie dienen vor allem als Mahnung, sich der permanenten Aufgabe bewusst zu sein, sich für ein friedliches Nebeneinander einzusetzen. Dass dies notwendig ist, zeigen unter anderem die Schüsse auf das Mahnmal im Judenfriedhof im Jahre 1988, und die Taten eines Neo-Nazi-Mördertrios in jüngster Zeit machen deutlich, welche Gefahren durch Intoleranz drohen.

Leider ist einigen Mitmenschen, die diese Vergangenheit am liebsten ruhen lassen möchten, die Dringlichkeit einer "Aktion Stolpersteine" nicht bewusst. Es sind möglicherweise unliebsame Fragen, die gestellt werden müssen. "Aber es ist für uns und unsere Nachkommen wichtig, dass wir uns damit auseinandersetzen, warum die einen zu Opfern und die anderen zu Tätern, Verbrechern oder auch nur zu Duldern und Wegsehern bei Taten eines gewalttätigen Regimes wurden", schreibt die Geschichtswerkstatt.
So etwas darf nie wieder geschehen! Und es darf nicht geschehen, dass ehrenwerte Mitbürger in Vergessenheit geraten, die zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts Hachenburger waren und aus ihrer Heimat vertrieben und umgebracht wurden.

Am Montag, dem 9. Juli, ab 14.30 Uhr wird in Hachenburg vor dem Haus Herrnstr. 8 (Parkplatz Hintergassen) mit der Verlegung der Stolpersteine durch den Künstler und Initiator der europaweiten Aktion, Gunter Demnig, begonnen.

Der Vortrag von Gunter Demnig über die Aktion Stolpersteine ist vorverlegt, er beginnt um 18 Uhr im D-Haus/Jedermann, Hachenburg-Altstadt, Theinstr. 33.

Der äußerst interessante Vortrag von Gunter Demnig, dem Initiator der Aktion Stolpersteine, musste auf Wunsch des Referenten vorverlegt werden. Mittlerweile wurden in Europa 35.000 Steine für die Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Den Termin der Verlegung und des Vortrags konnte die Geschichtswerkstatt leider nicht selbst bestimmen. Wegen der großen Nachfrage beim Künstler und Initiator und der europaweiten Verlegung müssen lange Wartezeiten und enge Terminpläne in Kauf genommen werden.
Zur Verlegung der Stolpersteine und zum Vortrag lädt die GeschichtsWerkstatt Hachenburg herzlich ein. Der Eintritt ist frei!

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Kommentare zu: Stolpersteine sind Mahnmale gegen das Vergessen

1 Kommentar

DAS GRAUEN BEGANN NICHT ERST IN AUSCHWITZ SOBIBOR TREBLINKA ODER IN EINEM ANDEREN kONZENTRATIONSLAGER. ES BEGANN ZU ALLERERST IN UNSEREN KÖPFEN IN UNSEREN HÄUSERN IN UNSERER NACHBARSCHAFT UND HINTER DEN HAUSTÜREN.
#1 von Karl Heinz Klaiber, am 05.07.2012 um 10:05 Uhr

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