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Lokales | Willmenrod

Bildungsreferent Karl Schmidt verabschiedet

Nach 31 Jahren evangelischer Bildungsarbeit im Westerwald wurde Karl Schmidt in den Ruhestand verabschiedet. Im Gottesdienst in Willmenrod würdigten zahlreiche Wegbegleiter das Wirken Schmidts im Dekant Bad Marienberg.
Bildungsreferent Karl Schmidt verabschiedet

Bildungsreferent Karl Schmidt predigte zum Abschied in der Kirche in Willmenrod. Fotos: Sabine Hammann-Gonschorek

Willmenrod. In einer voll besetzten Kirche ist am Samstagabend (14. Januar) der Bildungsreferent des Dekanats Bad Marienberg, Karl Schmidt, in der evangelischen Kirche in Willmenrod offiziell verabschiedet worden. Schmidt war im Dezember nach 31 Jahren evangelischer Bildungsarbeit im Westerwald in den Ruhestand gegangen.

Der 62jährige gebürtige Franke war 23 Jahre lang Jugendreferent im Ev. Dekanat Bad Marienberg, dann für noch mal acht Jahre Referent für Erwachsenbildung. Den festlichen Abschiedgottesdienst gestalteten zahlreiche Wegbegleiter aus dem beruflichen Leben Karl Schmidts mit, wie Wilfried und Regina Kehr von der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Erwachsenbildung im Westerwald, Achim Marx, Gisela Fein und Edith Kachler als Teilnehmer der, von Schmidt organisierten, Bildungsveranstaltungen. Außerdem wurden zahlreiche, zum Teil emotional sehr berührende, Gruß- und Dankesworte an Karl Schmidt und seine Frau Gerlinde für die im Westerwald geleistete Arbeit weitergegeben, unter anderem von Pfarrerin Monika Kramer aus Willmenrod, Stephan Keßler, Cornelia Hof, Markus Kachler und Lars Limbach.
Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen der Gitarrist und Sänger Santino de Bartolo zusammen mit Walter Siefert (Akkordeon) und an der Orgel Lars Limbach.
Karl Schmidt predigte aus dem Lukasevangelium, Kapitel 24, über die Emmaus-Jünger. In dieser Geschichte kehren zwei junge Männer nach der Kreuzigung der kleinen Schar der Gläubigen in Jerusalem den Rücken und gehen nach Hause nach Emmaus. Und als die Zwei unterwegs sind, begegnet ihnen der auferstandene Christus, aber sie erkennen ihn nicht. Diese Geschichte zeigt auch das Chorfenster in der Ev. Stiftskirche in Gemünden, in der Karl Schmidt vor 31 Jahren eingeführt wurde. Die Geschichte der Emmaus-Jünger sei auch seine Geschichte, berichtete Karl Schmidt in seiner Predigt.
Nach nur einjähriger Tätigkeit im Dekanat Bad Marienberg habe er den Westerwald 1981 schon wieder verlassen wollen. Als Zugereister aus der Nähe von Nürnberg sei es zunächst sehr schwer gewesen, sich in einem Westerwald-Dorf zu integrieren, sagte Schmidt.
Das Chorfenster in Gemünden mit den Emmaus-Jüngern habe ihm jedoch klar gemacht, dass Christus seine Zukunft gestalten wolle und er entschied sich zu bleiben, schließlich für den Rest seiner beruflichen Laufbahn. Schmidt dankte den Verantwortlichen im Dekanat Bad Marienberg dafür, dass er in seinem beruflichen Leben immer habe tun können, was ihm wichtig gewesen sei.
Dekan Martin Fries nannte Schmidt eine tragende Säule des Dekanats und dankte ihm für die geleistete Arbeit. Dann sprach er Karl Schmidt zusammen mit Annette Kessler und Dr. Frank Griess vom Dekanatssynodalvorstand Gottes Segen zu. Im Anschluss an den Abschiedsgottesdienst waren die Besucher zu einem Imbiss im benachbarten Martin-Luther-Gemeindehaus eingeladen. (shg)
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