Bender Immobilien
 Donnerstag, 23.05.2013, 21:26 Uhr Kurz berichtet | Gemeinden | Branchenbuch | Kontakt / Mediadaten | Impressum
 Folgen:          Wetter | Kalender | Horoskop | Sudoku | AK-Kurier | NR-Kurier
 
 
Lokales

Schächten bleibt verboten

Höhepunkt des muslimischen Opferfestes Kurban Bayrami ist das sogenannte Schächten, bei dem ein Rind mit durchschnittener Halsschlagader ausblutet. Immer wieder wird bei der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises von muslimischen Mitbürgern beantragt, dass das Vieh auf einer solchen Feierlichkeit geschlachtet werden darf. Die Verwaltung lehnte derartige Anträge ab, da es aus Sicht der Veterinärmedizin profesionelle Schlachthöfe gibt, die das Ausbluten bei vollem Bewusstsein vermeiden können. In der Folge wird jetzt befürchtet, dass illegale Schlachtungen stattfinden.
Westerwaldkreis. Das Schächten von Schlachttieren, also das Durchschneiden der Kehle bei vollem Bewusstsein, ist in Deutschland grundsätzlich verboten. Darauf weist die Kreisverwaltung anlässlich des islamischen Opferfestes hin, das in diesem Jahr vom 6. bis 9. November stattfindet. An den Tagen des Kurban Bayrami – so lautet die türkische Bezeichnung für die Festtage – ist nach Erfahrung der Amtsveterinäre das Bestreben mancher muslimischer Mitbürger, ihr Opfertier zu schächten, besonders ausgeprägt. In den vergangenen Jahren sind mehrfach illegale Schlachtungen festgestellt worden, die mit Beschlagnahme der betreffenden Tiere und Einleitung eines Strafverfahrens endeten. Dies sei völlig unnötig, betont Veterinärdezernent Dr. Helmut Stadtfeld, da es im Westerwaldkreis mehrere Schlachtbetriebe gibt, wo Schafe und Rinder vor dem Kehlschnitt elektrisch betäubt werden und in denen mittlerweile zahlreiche Moslems ihr Opfertier schlachten lassen. Die Elektrobetäubung stehe im Einklang mit den Vorschriften des Korans, da sie das Tier nicht tötet, ja nicht einmal Gewebe zerstört. Auch eine weitere Vorschrift des Koran werde erfüllt: Da das Herz weiter schlägt, ist die Ausblutung der Schlachttiere nicht im Geringsten beeinträchtigt.
Das Schächten ist nach Aussage von Stadtfeld dagegen sehr schmerzhaft für die Tiere. Schon das Fixieren in Seiten- oder Rückenlage wird zur Tortur, den anschließenden Schächtschnitt mit einem – leider nicht immer - langen und scharfen Messer erleben die Tiere bei vollem Bewusstsein. Das Leiden wird durch Einatmen von Blut in die Lunge und die daraus resultierende Atemnot noch verschärft. Bis zum Eintritt der Bewusstlosigkeit kann es eine Minute dauern, in Einzelfällen sogar noch wesentlich länger.
Aus den genannten Gründen hat der Westerwaldkreis bislang keine Ausnahmegenehmigungen zum betäubungslosen Schlachten erteilt.
„Das Schächten fördert ganz gewiss nicht die Integration unserer muslimischen Mitbürger, eher das Gegenteil“, erklärt der Veterinärdezernent. Dies gelte in besonderem Maße für die unangemeldeten Hinterhof-Schächtungen, bei denen neben einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz regelmäßig der Straftatbestand der Schwarzschlachtung, also der Schlachtung ohne die vorgeschriebene amtliche Fleischuntersuchung erfüllt sei.
Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung werden auch diesmal wieder verstärkt kontrollieren. Sie hoffen auf ein Opferfest ohne Beanstandungen.

Interessante Unternehmen und Dienstleister aus dem Westerwaldkreis finden Sie in unserem Branchenbuch.

Kommentare zu "Schächten bleibt verboten"

1 Kommentar

Beim Schächten wird einem unbetäubten Tier der Hals mit einem Messer von der Kehle aus durchschnitten. Dabei werden bei vollem Bewusstsein Haut, Muskeln, die Halsschlagadern, die Luft- und Speiseröhre sowie die daneben befindlichen Nervenstränge durchtrennt. Die Tiere durchleiden einen Todeskampf, der Minuten andauern kann, mit höllischen Schmerzen, Atemnot und Todesangst und sterben schließlich durch Verbluten.
#1 von Antonietta, am 11.11.2011 um 17:59 Uhr
Briefe stressfrei in den Postkasten einwerfen
Montabaur. Wer dem Stress im Feierabendverkehr vor der Hauptpost in Montabaur entgehen will, ...
Das Gesundheitsmanagement wirkt
Hachenburg/Region. Zum zweiten Mal hatte die Westerwald Bank im Rahmen ihres Betrieblichen ...
Historische Beschilderung in Arbeit
Hachenburg. Ein weiteres ambitioniertes Projekt zum bevorstehenden 700-jährigen Stadtjubiläum ...
Tage der offenen Moschee in Selters
Selters. Am ersten Juniwochenende, Samstag, 1. Juni und Sonntag, 2. Juni 2013, finden in der ...
Reiterstafette kommt nach Hachenburg
Hachenburg. Der Verband der Freizeitreiter Deutschland (VFD) startet anlässlich seines 40–jährigen ...
Auf den Spuren der Zisterzienser
Hachenburg. Es gibt einen Spaziergang durch die Wirtschaftsgeschichte des Klosters Marienstatt ...
 
Marmer SPD ehrte Mitglieder
Bad Marienberg. Eine Jubilar-Ehrung ist für die Mitglieder der SPD ein guter Grund, einmal ...
Gastgeber des Jahres
Bad Marienberg. Die Jugendherberge „Hoher Westerwald“ Bad Marienberg gehört zu den Siegern ...
Deutsche Indiaca-Meisterschaft beim CVJM-Betzdorf
Betzdorf. Erstmals wurde am Wochenende in der Sporthalle des Gymnasiums und der Molzberghalle ...
Plädoyer für mehr Kontakt zwischen Schule und Pfarrer
Liebenscheid. Religionsunterricht von Gemeindepfarrern war das Schwerpunkthema der fünften ...
Katharinenmarkt: Hachenburger Innenstadt wurde überrannt
Hachenburg. Bei nahezu frühlingshaftem Herbstwetter strömten Zigtausende nach Hachenburg um ...
DAK Montabaur schaltet Herz-Hotline
Montabaur. Wie steht es eigentlich um Ihren Blutdruck? Diese Frage steht im Mittelpunkt der ...
 
Anzeigen
Get Adobe Flash Player
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Über den WW-Kurier

Der WW-Kurier ist eine regionale Internetzeitung für den Westerwaldkreis.

Folgen Sie uns
Mediadaten

Die aktuelle Preisliste und Mediadaten finden Sie hier.

Mediadaten »
Kontakt

eMail: redaktion@ww-kurier.de

Kontaktformular »