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Nachricht vom 27.10.2011 - 19:26 Uhr    

Alsberg Kaserne Rennerod bleibt erhalten

Die drohende Schließung der Alsberg-Kaserne bei Rennerod ist vom Tisch. Auch wenn die Truppenstärke reduziert wird, gab die Bundesregierung bekannt, dass der Standort erhalten bleibt. Bei den Politikern vor Ort war die Entscheidung ein Grund zur Freude.

Bildunterschrift: Hendrik Hering und der ehemalige Landrat Peter-Paul Weinert 2008 bei der Verleihung des Beinamens „Westerwald“ an das Lazarettregiment 21.

Rennerod. Mit Freude, aber aufgrund der Reduzierung auch mit gemischten Gefühlen hat der heimische Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD Landtagsfraktion Hendrik Hering die Entscheidung der Bundesregierung, die Alsberg – Kaserne in Rennerod zu erhalten zur Kenntnis genommen.

„Der Westerwaldkreis hat mit den Schließungen der Westerwald-Kaserne in Montabaur im November 2004 und der Wäller-Kaserne in Westerburg 2007 mit insgesamt mehr als 1800 Soldaten und Zivilbeschäftigte einen überdurchschnittlich großen Beitrag an der notwendigen Konsolidierung der Bundeswehr bereits in der Vergangenheit geleistet“, kommentiert Hering die Entscheidung zum Erhalt des Standorts in Rennerod. Hering dankte Ministerpräsidenten Kurt Beck und der Landesregierung, die in konstruktiven Gesprächen den Bund davon überzeugt habe, dass Koblenz ein wichtiges Standbein der Bundeswehr in Deutschland bleibt, und dass die Bundeswehr in Rheinland-Pfalz auch zukünftig im Ländervergleich überdurchschnittlich gut vertreten sein wird.

Bei Stadtbürgermeister Hans-Jürgen Heene löst die Nachricht aus Berlin Erleichterung und große Freude aus. Heene, der selber viele Jahre als Berufssoldat in Rennerod gedient hat, zeigte sich sehr zufrieden, dass die Alsberg - Kaserne weiterhin als Bundeswehrstandort genutzt wird: „Ich bin mir sehr sicher, dass diese Entscheidung auch durch den Rat sowie die Bevölkerung unserer Stadt und des Raumes Rennerod sehr begrüßt wird.“
Die gewerbliche Entwicklung in der Stadt würde dadurch deutlich gestützt und weiter gefördert. Nicht nur die Bundeswehr sei am Standort Rennerod Arbeitgeber für Soldaten und Zivilbedienstete, auch die mittelständischen Betriebe in der Region würden nicht zuletzt durch Arbeits- und Zulieferaufträge an die Kaserne Arbeitsplätze sichern. Bedeutsam sei auch, dass für die Familien der Bundeswehr-Angehörigen nun berufliche und familiäre Sicherheit bestehte, erläuterte Heene die Auswirkungen der Entscheidung in Berlin.
„Die Bundeswehr und die Bevölkerung in und um Rennerod fühlen sich einander besonders verbunden. Daher habe ich gemeinsam mit dem ehemaligen Landrat Peter-Paul Weinert dem Lazarettregiment 21 nicht ohne Stolz den Beinamen „Westerwald“ 2008 an die Truppenfahne heften dürfen.“, äußerte sich Hering ergänzend darüber, dass die Bevölkerung der Stadt und des Raumes Rennerod seit 1968 die Bundeswehr stets akzeptiert habe. Die Entscheidung, die Bundeswehr im ländlichen Raum zu belassen, bedeutet dass auch nach Aussetzen der Wehrpflicht die Akzeptanz beibehalten wird, was nach Auffassung von Hering und Heene in einer Großstadt nicht gegeben wäre
Heenes besonderer Dank gilt der Führung des Lazarettregiments 21, Oberfeldarzt Dörr, und dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rennerod, Werner Daum, die laut Heene gemeinsam mit der Stadt in Übereinstimmung ruhig und besonnen die Bedeutung der Kaserne heraus gearbeitet haben.

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