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Tausende strömten zum Herbstmarkt nach Gebhardshain

Es war nicht nur das traumhaft schöne Wetter, das die Besucher aus nah und fern nach Gebhardshain kommen ließ. Der traditionsreiche Herbstmarkt bietet immer wieder Neues und Altbewährtes. Landrat Michael Lieber schlug in diesem Jahr das Fass zur Markteröffnung an. Am Nachmittag herrschte reges Treiben in Gebhardshain, das auf 257 Jahre Marktrecht zurückblickt.
Tausende strömten zum Herbstmarkt nach Gebhardshain

Landrat Michael Lieber setzte mit einem kräftigen Schlag den Zapfhahn passgerecht ins Fass, assistiert vom Gambrinus gab es blitzschnell das erste Bier zur Markteröffnung. Fotos: anna

Gebhardshain. Seit 1754 gibt es den Herbstmarkt schon im Ort, das wusste Bürgermeister Heiner Kölzer zu erzählen, dass es damals zur Eröffnung aber auch einen Fassanstich gegeben habe, das bezweifelte er. Mittlerweile ist der Fassanstich aber Tradition und diesmal kam Landrat Michael Lieber die ehrenvolle Aufgabe zu Teil, so den Markt zu eröffnen.
Zuvor hatte Michael Glöckner, der Vorsitzende der Kultur- und Festgemeinschaft die frühen Besucher des Marktes begrüßt, darunter neben dem Landrat und dem Bürgermeister, die bisherige Marktmeisterin Annemie Pauli, Frank Menzel, Alfons Neuser als "Gambrinus", sowie die Vertreter der örtlichen Pfarrgemeinden. Mit nur einem einzigen Schlag gelang es dem Landrat, das Fass ohne Überschäumen des Inhalts, anzuzapfen.
Anschließend wurde Annemie Pauli offiziell als bisherige Marktmeisterin verabschiedet. Sie hat dieses Amt 10 Jahre begleitet. Ihr Nachfolger ist Frank Menzel, der zukünftig für alle Märkte des Ortes als Ansprechpartner fungiert, angestellt ist er bei der Verbandsgemeindeverwaltung Gebhardshain.
In den 257 Jahren seines Bestehens hat der Herbstmarkt in Gebhardshain nicht nur eine wechselhafte Geschichte erlebt, sondern auch sein Gesicht stark gewandelt. War er früher hauptsächlich ein Markt der Viehhändler und Bauern, so wird man heutzutage vergeblich nach Tieren suchen, die zum Verkauf angeboten werden. Landwirtschaftliche Erzeugnisse finden sich aber auch heute noch auf dem Markt, so gab es Tees und Honig, Natur-Seifen, Kräuter und Weine in verschiedenen Arten.
Aus Windeck war das Ehepaar Groß angereist und bot 23 verschiedene Sorten selbstgemachter Marmeladen, dazu noch verschiedene selbst hergestellte Liköre. Mit dem Freiluft-Holzofen der Bäckerei Philipps versorgten der Bäcker und sein Geselle die Besucher mit lecker duftenden, frischen Broten.
Außerdem gab es Freizeitkleidung für Groß und Klein, warme Socken, Handschuhe und Mützen, selbst gehäkelte Tischdecken, Bilder und Figuren, Taschen und Lederwaren, Schmuck, herbstliche Dekorationen für Haus, Wohnung und Garten und vieles mehr. Die örtlichen Gastronomen und Einzelhändler hatten natürlich auch ihre Läden geöffnet und beteiligten sich so am Herbstmarkt. Im Geschenkeladen Stockschläder war schon Adventschmuck im Sortiment. Der Flohmarkt der Kinder durfte natürlich ebenso nicht fehlen wie ein Kinderkarussell und hübsche bunte Luftballons.

Stände mit Süßigkeiten lockten und selbstverständlich gab es auch ein breites Angebot an kulinarischen Köstlichkeiten. Ob würziger Wildgulasch von den Jägern, Kartoffelgerichte der Heimatfreunde oder heiße Fleischwurst vom Kammerchor, zahlreiche Vereine waren ebenfalls am Markt vertreten. Für jeden Geschmack war etwas zu Essen dabei und verdursten musste auch niemand. Neben dem MV Steinebach sorgten am Nachmittag noch die "Westerwald Pipers" mit ihrer Musik für die Unterhaltung der Marktbesucher. Um die Gäste aus nah und fern nach Gebhardshain zu bekommen, bot die Westerwaldbahn wieder einen Buspendelverkehr für alle aus den umliegenden Orten der Verbandsgemeinde und der "Nassau".
Eine derzeitige Baumaßnahme in der Grafenstraße/Liebergstraße verhinderte, dass die örtliche Durchgangsstraße in der Nähe der Kirche für den Markt gesperrt werden konnte. So mussten einige Stände auf ein Teilstück der Grafenstraße und den Rathausplatz ausweichen. Dies schmälerte den Erfolg der Veranstaltung keineswegs.
Bei herrlichem Herbstwetter strömten Tausende nach Gebhardshain, um den Markt zu besuchen. Die Organisatoren von Ortsgemeinde, Kultur- und Festausschuss, sowie den angeschlossenen Vereinen und die Werbegemeinschaft können zufrieden sein. Den Abschluss der Marktveranstaltungen bietet auch in diesem Jahr wieder der Pfefferkuchenmarkt, der diesmal auf den 3. Dezember terminiert ist. (anna)
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