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Politik
Aufforstungsprojekt: Bäume für Gisagara
Die Partnerschaft zwischen der Verbandsgemeinde Hachenburg und dem Distrikt Gisagara in Ruanda wächst und gedeiht mit 15.000 Bäumen.
Nachhaltige Hilfe für Gisagara. Foto: privatHachenburg. Mwaramutse! – das heißt „Guten Tag!“ auf Kinyarwanda und gut läuft es auch in der Gemeinde-Partnerschaft zwischen dem Distrikt Gisagara aus Ruanda und der Verbandsgemeinde Hachenburg. In den vergangenen Tagen erreichte die Verbandsgemeinde die Förderzusage für das Gemeinschaftsprojekt der beiden Partnerkommunen. Entwickelt wurde ein Projekt, das an fünf Schulen in Gisagara Bäume pflanzen soll und damit eine Vielzahl von Vorteilen erzeugt.

Dahinter steht zu Beginn die Aufzucht von rund 15.000 Setzlingen in einer eigenen Baumschule, deren Setzlinge nach einem Jahr an den Schulen gepflanzt werden sollen. Etwa die Hälfte der Bäume soll dabei aus Fruchtbäumen bestehen, deren Obst später den Schulen zugutekommen soll. So profitieren insbesondere die Schülerinnen und Schüler von dem Projekt.

Die Pflanzung der Bäume wird dann mit der Bevölkerung durchgeführt, was gleichzeitig die Anwohner einbezieht und die Partnerschaft bekannter macht. Die Baumschule soll auch nach dem Projekt weiter genutzt werden können, sodass Gisagara auch in den Folgejahren davon profitieren kann.

Insgesamt betragen die Kosten für die Umsetzung rund 20.000 Euro oder 19.000.000 Ruanda-Franc. Deshalb sind beide Gemeinden dem Ministerium des Inneren und für Sport Rheinland-Pfalz besonders dankbar, dass das Projekt mit 80 Prozent bezuschusst wird. Das Land Rheinland-Pfalz und Ruanda haben bereits seit über 30 Jahren eine Partnerschaft und neben Förderhilfen für Projekten ist insbesondere die Unterstützung des Ministeriums sowie des Partnerschaftsvereins mit seinem Büro in Kigali eine große Hilfe für Hachenburg-Gisagara.

Auch wenn die Partnerschaft zwischen der Verbandsgemeinde und dem Distrikt noch nicht ganz so lang besteht, entstand das Projekt im Rahmen der in den vergangenen Jahren aufgebauten „Klimapartnerschaft“. In dieser haben die beiden Gemeinden, unterstützt durch ein vom Bundesentwicklungsministerium begleitetes und finanziertes Programm, einen Handlungsplan entworfen. Mit den darin enthaltenden Projekten sollen Probleme und Herausforderungen des Klimawandels und -schutzes im Rahmen einer kommunalen Partnerschaft in Angriff genommen werden.

Dabei wurden die drei Schwerpunktthemen „Aufforstung und Erosionsschutz“, „Erneuerbare Energien“ und „Umweltbildung“ als Handlungsschwerpunkte mit Projektlösungen ausgearbeitet. Das Projekt zur Aufforstung an Schulen in Gisagara ist dabei das erste Projekt, das umgesetzt wird und sicherlich ein guter Start, auf dem in den kommenden Jahren aufgebaut werden soll.

Bleiben Sie informiert zu aktuellen Themen des Klimaschutzes in der Verbandsgemeinde Hachenburg unter klimapur.hachenburg.info, oder melden Sie sich direkt bei unserem Klimaschutzmanager Henrik Lütkemeier unter 02662/801169 und auf bald, oder wie man in Ruanda sagt: Murabeho! (PM)
Nachricht vom 04.01.2021 www.ww-kurier.de