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Politik
Bürgermeister wollen Fachärzteproblematik gemeinsam angehen
In den Verbandsgemeinden Bad Marienberg, Rennerod und Westerburg fehlen Fachärzte. Die Bürgermeister Andreas Heidrich (VG Bad Marienberg), Gerrit Müller (VG Rennerod) und Markus Hof (VG Westerburg) gehen dieses Problem gemeinsam an. Andreas Heidrich: „Wir dürfen uns nicht gegeneinander ausspielen lassen.“
Von links: Bürgermeister Markus Hof (VG Westerburg), Gerrit Müller (VG Rennerod) und Andreas Heidrich (VG Bad Marienberg). Foto: privat Bad Marienberg/Rennerod/Westerburg. Es sind zurzeit für diesen Bereich kaum Kassenarztsitze für Fachärzte frei, da viele Facharztsitze durch Krankenhäuser gebunden sind und der Westerwald von der kassenärztlichen Vereinigung als Einheit betrachtet wird. „Die Tatsache, dass wir hier vor Ort kein Krankenhaus haben, darf sich nicht negativ auf die fachärztliche Versorgung unserer Bevölkerung auswirken“, so Gerrit Müller.

Ziel der drei Bürgermeister ist es deshalb, die drei Verbandsgemeinden als ein eigenes Versorgungsgebiet betrachten zu lassen. Dazu wurden schon Gespräche mit der kassenärztlichen Vereinigung und dem Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages, Erwin Rüddel, MdB, geführt. „Wir vertreten mehr als 60.000 Einwohner. Das ist schon die Größe eines kleinen Landkreises“, führte Markus Hof dazu aus. Im September gab es bereits ein gemeinsames Treffen der drei Bürgermeister mit den Ärzten der Region. „Gemeinsam mit allen Beteiligten werden wir Lösungen entwickeln, die die Versorgung für alle deutlich verbessern wird“, so die drei übereinstimmend. (PM)
Nachricht vom 07.12.2020 www.ww-kurier.de