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Am 5. Dezember ist Tag des Ehrenamtes - ohne Ehrenamt geht es nicht
In vielen Bereichen des täglichen Lebens sind ehrenamtliche Helfer für das Allgemeinwohl der Bürger in unserem Land tätig. Vieles wird so nicht wahrgenommen oder ist als ehrenamtliche Hilfe oder Arbeit für die Allermeisten als solche nicht erkennbar. Am 5. Dezember ist der alljährliche „Tag des Ehrenamtes“. An diesem Tag soll und wird der Arbeit der tausenden ehrenamtlichen Helfer gedacht.
Foto: Oliver Talke im Einsatz in Germersheim. Foto: Philipp Köhler/DRK. Alle weiteren Bilder: Eckhard SchwabeRegion. Wer an ehrenamtliche Arbeit denkt, dem fallen meistens direkt die Blaulichtorganisationen DRK, THW und Feuerwehr ein. Das jeweilige Aufgabenspektrum könnte nicht unterschiedlicher sein, doch eines verbindet sie alle innerhalb der „Blaulichtfamilie“: das Helfen wollen und können.

Bei näherer Betrachtung fällt gerade beim DRK auf, dass es nicht nur die Versorgung von Verletzten ist, die als Hauptaufgabe angesehen wird. Um etwas mehr über die Aufgaben des DRK an die Öffentlichkeit zu bringen und damit verbunden die vielen ehrenamtlichen Helfer zu würdigen, hat das DRK Mainz am 2. Dezember zu einem online durchgeführten Pressegespräch eingeladen.

„Es ist eben nicht nur der Sanitätsdienst des DRK, sondern auch noch andere Aufgabenspektren, wie die soziale Arbeit und die Betreuung von Unfallopfern hinsichtlich einer psychischen Belastung oder eines traumatisierenden Erlebnisses, zuletzt in Trier erlebt, was in das Aufgabenfeld des DRK fällt. Weiterhin ist es auch der Blutspendedienst,“ so DRK-Pressesprecherin Elisabeth Geurts in ihrer Begrüßung. In einer lockeren Gesprächsrunde wurden die Aufgabenbereiche kurz erläutert und die teilnehmenden Helfer berichteten von ihren Arbeiten, die bedingt durch die Corona-Pandemie in Teilen nur eingeschränkt durchgeführt werden konnten. Neben der Hilfe in den Testzentren hat ein Bereich deutlich an Bedeutung gewonnen, ohne die anderen schmälern zu wollen, es ist die „Besorgungshilfe“ für Personen, die nicht selbst zum Einkaufen gehen können. All dies und noch vieles mehr liegt in den Händen der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK.

Dankbarkeit statt Anfeindungen
Alle aktiven Helfer, die am Gespräch teilgenommen haben, berichteten unisono, dass die Bevölkerung ihnen mit viel Dankbarkeit für ihre ehrenamtliche Arbeit begegnet ist. Gerade in Zeiten von Corona waren und sind die Helfer des DRK in den Fieberambulanzen und den Sichtungszentren gefordert.

Aus dem Westerwald war Oliver Talke einer der Helfer, der mittendrin, statt einfach nur dabei war. Talke war im Quarantäneeinsatz in Germersheim einer von vielen Helfern und hat dort wochenlang seinen ehrenamtlichen Dienst zum Wohle der Bevölkerung versehen. Der aus Langenhahn stammende Helfer ist seit 1987 im Betreuungsdienst des DRK tätig und hat schon unzählige große Einsätze mit seiner über die Jahre gewachsenen Expertise unterstützt. Auf die Nachfrage, ob es während ihrer Einsätze zu negativen Erfahrungen gekommen sei, gab es nichts dergleichen, über das die Helferinnen und Helfer hätten berichten können, das Gegenteil war der Fall, es wurde nur Positives berichtet.

Aus dem Bereich der Blutspende konnte man vernehmen, dass der Zuspruch und die Bereitschaft nicht, wie man hätte vermuten können, abgenommen hat, sondern eher, dass es mehr geworden ist. Die Bevölkerung hat hohes Vertrauen in die Arbeit des DRK und möchte unterstützen wo sie nur kann und es ihr möglich ist.

Eine, wenn nicht die Motivation für die ehrenamtlichen Helfer ist das helfen Können. Dank ihrer guten Ausbildung können sie sich den gestellten Herausforderungen stellen und diese bewältigen. Gerade jetzt sind wieder viele Helferinnen und Helfer in der Vorbereitung für den Aufbau und den Betrieb der Impfzentren, die im ganzen Land eingerichtet werden, damit - sobald der Impfstoff gegen Corona verfügbar ist - mit den Impfungen begonnen werden kann.

Respekt für jeden ehrenamtlichen Helfer
Auf die Frage, was sich ehrenamtliche Helfer wünschen, gab es von allen Helfern ganz klar die Aussage „Respekt für die Helfer“. Dieser kann mit einem einfachen „DANKE“ erfolgen oder in einem netten Gespräch und der Anteilnahme und der Nachfrage, wie die Helfer es verkraften, denn dies ist die Art von Wertschätzung, die ein ehrenamtlicher Helfer viel zu selten erhält.

Vieles läuft im Hintergrund ohne dass es die Bevölkerung mitbekommt. Wenn die Ehrenamtlichen gebraucht werden, sind sie dank ihrer guten Ausbildung und ihrem weit über den normalen Dienst hinausgehenden Engagement für alle da, ohne Ansehen von Religion, Herkunft und sozialem Stand, denn für die vielen ehrenamtlichen Helfer gilt „immerda“!
Eckhard Schwabe
       
Nachricht vom 03.12.2020 www.ww-kurier.de