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Polizei-Bürgerbüro in der VG-Verwaltung Rennerod eröffnet
Die Polizeiinspektion Westerburg hat vor dem Hintergrund einer Präsenzoffensive Mitte des Jahres Kontakt mit der Verbandsgemeinde (VG) Rennerod aufgenommen. Am Mittwoch, dem 25. November 2020 konnte in der Verbandsgemeindeverwaltung Rennerod das Polizei-Bürgerbüro der Polizeiinspektion Westerburg offiziell eröffnet werden. Dies geschah im Rahmen einer kleinen Veranstaltung.
Eröffnung des Polizei-Bürgerbüros Rennerod. Foto: PolizeiRennerod. Bürgermeister Gerrit Müller und der Leiter der Polizeiinspektion Westerburg, Polizeioberrat (POR) Norbert Skalski brachten ihre Freude über diese nun auch örtlich zusammengerückte Zusammenarbeit in Sicherheitsangelegenheiten deutlich zum Ausdruck. Beide sehen darin eine wichtige Entwicklung hin zu einer noch effizienteren, gemeinsamen Erreichung der jeweiligen, gesetzlich festgelegten Sicherheitsziele beider Dienststellen.

Die Polizeiinspektion Westerburg begrüßt diese gewichtige Unterstützung durch die VG Rennerod. Bürgermeister Gerrit Müller war von Beginn an der Überzeugung, dass diese Maßnahme insbesondere für das nur wenige Meter im gleichen Gebäude entfernte Ordnungsamt, aber auch andere Bereiche der Verbandsgemeindeverwaltung von großem Nutzen sein wird. Dem zustimmend weiß POR Norbert Skalski diese wichtige logistische Hilfe der VG Rennerod für die Polizei zu schätzen: "Dass die Polizei hier nun ein eigenes Büro im Rathaus zur Verfügung gestellt bekommt, ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit." Er übermittelte Bürgermeister Gerrit Müller deswegen auch den ausdrücklichen Dank des Polizeipräsidenten Karlheinz Maron sowie des zuständigen Leiters der Polizeidirektion Montabaur, Polizeidirektor Christof Weitershagen.

Durch die Einrichtung des Polizei-Bürgerbüros soll unter Nutzung von Synergieeffekten zwischen Polizei und Verbandsgemeindeverwaltung sowohl in der Stadt Rennerod als auch in den 22 weiteren VG-Ortsgemeinden näher am und mit dem Bürger Sicherheitsarbeit geleistet werden. Zum Teil auch durch verstärktes gemeinsames Vorgehen mit den Beschäftigten der VG Rennerod im Rahmen der jeweiligen gesetzlichen Aufgaben. Des Weiteren soll das Sicherheitsgefühl der circa 17.500 Bürgerinnen und Bürger im gesamten VG-Gebiet durch eine dort nun erkennbar stärkere Präsenz gestärkt werden. POR Norbert Skalski liegt am Herzen, dass die Bürgerinnen und Bürger in Rennerod und den Ortsgemeinden nicht nur sicher leben können, sondern sich auch entsprechend sicher fühlen.

Die Polizei Rheinland-Pfalz versteht sich als moderne Bürgerpolizei, für die der Mensch und dessen aktive Miteinbeziehung im Mittelpunkt steht. Exponiertes Landesziel sei deswegen auch die weitere Stabilisierung des Vertrauens der Bevölkerung in ihre Polizei und die Orientierung polizeilichen Handelns an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger, so POR Skalski. Ein für die Lebensqualität der Menschen notwendiges Sicherheitsgefühl muss durch klare und wirksame polizeiliche Maßnahmen erreicht werden. Damit gemeint sind, so POR Skalski, eine den sich stets ändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen angepasste moderne Polizeiarbeit, insbesondere aber Prävention und Präsenz im öffentlichen Raum. Letzteres könne durch eine Erhöhung der für die Bürgerinnen und Bürger sichtbaren Außendienstanteile sowie durch eine gesteigerte Ansprechbarkeit der Polizei positiv beeinflusst werden. Die Polizei weiß um diese berechtigte Erwartungshaltung der Bürgerinnen und Bürger.

Die Präsenzoffensive der PI Westerburg wird begleitet durch eine Personalaufstockung. Auch der Polizei-Bezirksdienst für die VG Rennerod hat davon profitieren können. Das Polizeipräsidium Koblenz hat unlängst einen weiteren Bezirksbeamten mit der dortigen Aufgabenwahrnehmung betraut. Demgemäß stehen nun die zwei Beamten Polizeihauptkommissar Stefan Kossak sowie Polizeihauptkommissar Mario Reusch für diese Aufgaben "mit Herzblut" zur Verfügung, so Polizeiinspektionsleiter Skalski. Positive Folge werden die erkennbar gesteigerten, dadurch auch flexibler möglichen Außendienstanteile der beiden Beamten sein. Denn zum einen wird zukünftig ein Beamter mehr eingesetzt, zum anderen befindet sich das Büro des für die VG Rennerod zuständigen Bezirksdienstes jetzt nicht mehr wie Jahrzehnte lang vorher im 11 Kilometer entfernten Westerburg.

Der Außendienst wird nicht nur in Rennerod stattfinden, sondern zunehmend auch in den Ortsgemeinden, worauf Inspektionsleiter Skalski ausdrücklich hinweist. Ebenso kommt es nun zu einer erheblichen Ausweitung der Polizei-Bürgersprechstunden in der Verbandsgemeindeverwaltung Rennerod. "Bürger wollen ihre Polizei präsent haben, sie quasi anfassen können." - Dieser immer noch unverändert zutreffende Ausspruch eines ehemaligen Bundeskanzlers kann und soll nun in der VG Rennerod verstärkter mit Leben ausgefüllt werden. Beide Beamten freuen sich vor dem Hintergrund der neuen Bedingungen über einen zukünftig hoffentlich noch gesteigerten Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern im Bereich der VG Rennerod.

Die Bezirksdienst-Beamten hegen natürlich auch die Hoffnung, auf diesem direkten Wege noch mehr sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung erlangen zu können. Insbesondere in Bezug auf aktuelle Entwicklungen oder Probleme in den Ortsgemeinden. Auf diese Hinweise sei die Polizei dringend angewiesen. Sowohl die VG Rennerod als auch die Polizei möchten durch diese neuen Rahmenbedingungen des Weiteren die Zusammenarbeit in sicherheitsrelevanten Netzwerken forcieren. Für eigene polizeiliche Beratungen im Bereich der VG Rennerod sowie für die Vermittlung von Kontakten zu den weitläufigen Service-Sicherheitsdienstleistungen des Polizeipräsidiums Koblenz zu Gunsten der Bürgerinnen und Bürger dürfte fortan mehr Zeit zur Verfügung stehen. Die beiden Bezirksbeamten PHK Stefan Kossak und PHK Mario Reusch verstehen sich auch diesbezüglich als Mittler und Ansprechpartner für die Menschen.

Die Polizeiinspektion Westerburg weist darauf hin, dass die Einrichtung des Polizei-Bürgerbüros in Rennerod einen wesentlichen Baustein ihrer aktuellen Bestrebung darstellt, für alle Bürgerinnen und Bürger im Inspektionsbereich mehr polizeiliche Präsenz darstellen zu können. Im Hinblick auf andere Organisationsbereiche der Dienststelle erfolgen derzeit entsprechende Prüfungen.
(PM Polizeidirektion Montabaur)
Nachricht vom 24.11.2020 www.ww-kurier.de