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Politik
Stadt Wirges: Aufforstung des Waldes bleibt Herausforderung der nächsten Jahre
Petrus meinte es gut mit dem Stadtrat Wirges, der am 24. Oktober 2020 seine Sitzung als Waldbegang bei strahlendem Sonnenschein durchführen konnte. Mit großem Interesse folgten die Teilnehmer aus Dernbach, Ebernhahn und Wirges den Ausführungen von Revierleiter Klaus Jakoby und Forstamtsleiter Friedbert Ritter zur Lage in den Wäldern, die durch Hitze, Trockenheit und Sturm der letzten Jahre und nicht zuletzt durch Borkenkäferbefall stark geschädigt wurden.
Waldbegang des Wirgeser Stadtrats. Foto: Norbert SchwickertWirges. Die Entnahme des Schadholzes wird in Kürze abgeschlossen sein, jetzt steht das Wiederaufforsten mit klimastabilen Bäumen auch unter Berücksichtigung einer naturnahen Waldbewirtschaftung im Vordergrund. Finanziell helfen bei der Umsetzung entsprechende Fördergelder des Landes Rheinland-Pfalz.

Ein weiterer Punkt war die gemeinsam von Wirges, Dernbach und Eberhahn geplante Anlage eines Montainbike-Trails an geeigneter Stelle im Wald. Die Forstbeamten erläuterten hierzu insbesondere die Möglichkeiten sowie die gesetzlichen Rechte und – auch haftungsrechtliche – Pflichten für den Bau einer solchen Anlage, die nunmehr im Einzelnen geprüft und geplant werden soll.

Im Anschluss wies Rüdiger Gemmer vom Jagdrevier Wirges II auf die Anfang November anstehende Treibjagd hin. Im Hinblick auf den Schutz der Jungpflanzen im Wald sei die Bejagung von Rotwild und vor allem der Wildschweine notwendig, die sich aufgrund des großen Angebots an Bucheckern und Eicheln während der letzten Mastjahre stark vermehrt haben. Auf die Frage nach der afrikanischen Schweinepest betonte Gemmer, dass es bislang keinen Hinweis auf Infektionen des Westerwälder Schwarzwildbestands gebe. (PM)
Nachricht vom 25.10.2020 www.ww-kurier.de