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Wirtschaft
Bätzing-Lichtenthäler besuchte das Unternehmen RASTAL
Zum Start der Unternehmensbesuche im Rahmen der Arbeitsmarktinitiative #rechargeRLP waren Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Hans-Joachim Gerloff, Bezirksleiter Mittelrhein der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), zu Gast beim Unternehmen RASTAL in Höhr-Grenzhausen.
Sabine Bätzig-Lichtenthäler. Foto: privatHöhr-Grenzhausen. „Bei RASTAL hat sich eine gut funktionierende und stabile Sozialpartnerschaft etabliert, die sich gerade auch in Krisenzeiten bewährt. Der Branchentarifvertrag des Unternehmens ist ein gutes Instrument, um den Interessen des Arbeitgebers und der Beschäftigten gleichermaßen gerecht zu werden. Tarifbindung ist in Zeiten wie der Corona-Pandemie, die vor dem technologischen Wandel in der Arbeitswelt nicht Halt macht, ein besonders hohes Gut. Es ist mir daher ein wichtiges Anliegen, mich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im direkten Gespräch über die gegenwärtigen Herausforderungen auszutauschen", betonte Bätzing-Lichtenthäler.

RASTAL ist ein Familienunternehmen mit über 100-jähriger Tradition, das nunmehr in dritter und vierter Generation fortgeführt wird. Als einer der größeren Arbeitgeber in der Region hat sich das Unternehmen der Verantwortung gestellt, technologischen Wandel und gute Arbeitsbedingungen zu verbinden. Hierfür arbeiten die Geschäftsführung und der Betriebsrat eng und konstruktiv miteinander.

Das RASTAL Smartglass®-Konzept wurde mit dem Innovationspreis Rheinland-Pfalz 2019 in der Kategorie Digitalisierung/ Industrie 4.0 ausgezeichnet. Die Ministerin betonte: „RASTAL hat mit der Digitalisierung des Trinkglases Gespür für Innovation und Fortschritt bewiesen. Solche Unternehmen sind beispielhaft für Rheinland-Pfalz."

„Die besonderen Herausforderungen bei RASTAL verursachen auch einen enormen Druck auf die Beschäftigten. Hierzu zählen auch die Belastungen durch Kurzarbeit und die damit verbundenen Einkommensverluste. Umso wichtiger ist es, dass RASTAL weiter Mitglied im Rheinischen Unternehmerverband (RUV) und auch weiter tarifgebunden ist. Dies führt unter anderem dazu, dass die Beschäftigten Tarifeinkommen erhalten und das für die Jahre 2020 und 2021 eine tarifliche Regelung zur Auszahlung der Jahressonderzahlung zwischen den Betriebsparteien sowie dem RUV und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie vereinbart wurde", so der Bezirksleiter der IG BCE Mittelrhein Hans-Joachim Gerloff.

„Um erfolgreich zu bleiben, müssen wir Trends frühzeitig erkennen und idealerweise prägen. Es reicht nicht aus, nur Produkte zu entwickeln. Es geht vielmehr darum, neue Ideen und erweiterte Serviceleistungen zu bieten, Wertschöpfungsketten neu zu denken und eine starke Kundenbindung zu organisieren", erklärt Raymond Sahm-Rastal, Geschäftsführender Gesellschafter.

#rechargeRLP – ein Energieschub für die Arbeitswelt in Rheinland-Pfalz!
Die Pandemie trifft den Arbeitsmarkt in einer Zeit des Umbruchs. Die Transformation der Arbeitswelt, die sich in einer rasant zunehmenden Digitalisierung und der Umstellung auf eine CO2-arme Wirtschaft manifestiert, hat schon vor Ausbruch der Pandemie zu Unsicherheiten sowohl bei den Beschäftigten als auch bei den Betrieben geführt.

Dabei wirkt sich Corona bei den Unternehmen und ihren Beschäftigten regional und branchenspezifisch unterschiedlich aus. Um Informationen aus erster Hand zu erhalten und Eindrücke vor Ort zu gewinnen, führt Arbeitsministerin Bätzing-Lichtenthäler in enger Abstimmung mit den Gewerkschaften im Rahmen von Unternehmensbesuchen mit Betriebsräten Gespräche und diskutiert dabei Lehren aus der Krise und mögliche Chancen. (PM)
Nachricht vom 24.10.2020 www.ww-kurier.de