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Elf frisch examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger/innen
Sie absolvierten ihr Examen in schwierigen Zeiten: die elf Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, die am Montag erfolgreich ihr Examen im Zeichen der Corona-Pandemie bestanden: „Was Home-Schooling bedeutet, wissen jetzt alle von Ihnen“, spielte die Leiterin der BILDUNGSWERKstadt St. Vincenz, Sibylle Schnurr, auf die in den letzten Monaten erschwerten Bedingungen der Ausbildung an.
Von der Anna-Stiftung wurden ausgezeichnet: Für das beste Examen Lorena Knebel mit 300 Euro, für den besten Praxisordner Laura Röpel mit 200 Euro und Martina Mohr mit 100 Euro für die geringsten Fehlzeiten. Fotos: privatLimburg. Zudem habe das Examen im Zeichen des bald anstehenden Paradigmenwechsels für den Pflegeberuf stattgefunden: ab diesem Jahr werden drei Ausbildungsberufe zu einem Berufsbild zusammengefasst: statt Gesundheits- und Krankenpflegern, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegern und Altenpflegern wird es künftig den Pflegefachmann oder die Pflegefachfrau geben. Vor diesem Hintergrund appellierte Sibylle Schnurr an die frisch gebackenen Fachkräfte, ihre Stimme für den Berufsstand zu nutzen: „Bringen Sie den Beruf nach vorne, stehen Sie für die Profession Pflege ein und gestalten Sie die künftige Pflegelandschaft mit ihren Visionen und Ideen mit!“

Gemeinsam mit Pflegedirektorin Martina Weich wünschte sie den jungen Menschen, das erworbene pflegerische Rüstzeug erfolgreich in die Praxis umzusetzen: „Setzen Sie das Erlernte in die Praxis um und treten Sie den Ihnen anvertrauten Menschen mit Respekt und Mitgefühl gegenüber. Ich kann Ihnen versichern, Patienten erkennen professionelle Pflege“, so Pflegedirektorin Martina Weich.

Nachdrücklich appellierte auch die Pflegedirektorin an die jungen Menschen, sich auch für ihren Berufsstand zu engagieren: „Sie können künftig eine Menge ändern. Ab sofort entscheiden Sie mit, wie sich dieser Berufsstand in der Öffentlichkeit präsentiert.“ Gerade in der Coronakrise habe sich gezeigt, dass Pflege ein zentraler Baustein der Gesundheitsversorgung sei – dies funktioniere nur im interprofessionellen Team. Dies bekräftigte auch der Ärztliche Direktor des St. Vincenz-Krankenhauses, Privatdozent Dr. Michael Fries: „Gute Medizin ist immer schwerer durchzuführen - dabei müssen wir zusammenarbeiten.“ Homenursing funktioniere nicht: „Sie sind der verlängerte Arm des Arztes, wir brauchen Sie am Bett und im Dialog.“ Fries gratulierte den frisch examinierten Pflegekräften im Namen der gesamten Ärzteschaft des St. Vincenz und zollte den jungen Menschen Respekt für den mutigen Weg, den sie mit der Berufswahl im sozialen Bereich eingeschlagen hätten.

Geschäftsführer Guido Wernert wünschte den frisch Examinierten Freude an der Arbeit und Mut zur Veränderung: „einen guten Übergang in die Live-Zeit!“ Gleichzeitig ermunterte er die Absolventen, die ihren Berufsalltag alle unter dem Dach der Krankenhausgesellschaft beginnen werden, auch mit der Klinikleitung im Gespräch zu bleiben: „Wir haben immer ein offenes Ohr für Ihre großen und kleinen Ideen“, versicherte Wernert.

Die neuen Gesundheits- und Krankenpflegerinnen sind:
Jaroslaw Buch (Diez), Shirin Tabea Dieckmann (Herschbach), Lorena Knebel (Elz), Lara Limke (Mündersbach), Ann-Kathrin Meuser (Hünfelden), Martina Mohr (Hadamar), Tamara Catharina Rohmann (Altendiez), Laura Röpel (Hambach), Dominik Visser (Diez), Oksana Yaskola (Bad Camberg) und Victoria Zingel (Hadamar). (PM)
 
Nachricht vom 25.09.2020 www.ww-kurier.de