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Politik
Wäschenbach für Landtagskandidatur im Wahlkreis 1 nominiert
„Michael, was Du die letzten Jahre hier getrieben hast, das ist mehr als bemerkenswert, das macht Dir keiner nach“, rief der CDU-Ehrenvorsitzende Dr. Josef Rosenbauer aus dem Kreis Altenkirchen in die Menge. Und diese Einschätzung teilten wohl auch die Mitglieder der Gemeindeverbände Betzdorf, Daaden-Herdorf, Kirchen und Rennerod: Mit 95,5 Prozent nominierten sie Michael Wäschenbach als Direktkandidaten für die Landtagswahl im kommenden März.
Michael Wäschenbach, MdL. Foto: privatBetzdorf. Der 66-jährigen, der seit 2012 im Landtag die Region vertritt, stellte sich als Vater, Ehemann, Katholik, Naturmensch, Pfadfinder und großer Fan des 1. FC Köln und der Rockmusik vor. Neben der persönlichen Note ging es ihm aber hauptsächlich darum, sein Programm für den Wahlkreis 1, zudem auch die Verbandsgemeinde Rennerod gehört, und Rheinland-Pfalz zu präsentieren.

„Momentan sind viele Menschen sehr verunsichert. Wir müssen als Gesellschaft wieder zusammenfinden. Das funktioniert, wenn wir den Leuten Sicherheit bieten“, skizzierte Wäschenbach, „es ist nicht Aufgabe der Politik, vorzuschreiben, wie die Menschen zu leben haben, sondern ihnen Sicherheit im Alltag zu bieten. Damit sie sich entfalten können.“ Diese Sicherheit müsse die Politik schaffen. Wäschenbach arbeitete dazu fünf Bereiche heraus, in denen Rheinland-Pfalz noch „mehr als Luft nach oben“ habe: Bildung, gesundheitliche Versorgung, Wirtschaft, Natur und „Recht und Ordnung“, worunter er Polizei, Justiz und Rettungskräfte fasste.

Gerade könne man die Probleme gut herauslesen: Corona habe gezeigt, wie schlecht die Schulen aufgestellt seien. Es könne nicht sein, dass 70 Prozent der Kinder in Rheinland-Pfalz im Vorschulalter Auffälligkeiten in Punkto Sprechen, Zählen & Motorik hätten. Daneben fallen knapp 7 Prozent des planmäßigen Unterrichts in Rheinland-Pfalz aus. „Das kann doch so nicht sein, hier geht es um Lebenschancen. Man lernt nicht nur für die Schule, sondern für das Leben“, kritisierte Wäschenbach. Man brauche mehr Lehrer und Schulpsychologen.

Ähnliches sei in der medizinischen Versorgung zu sehen. Zu wenig junge Ärzte kämen nach, viele niedergelassene in der Region gingen in den nächsten Jahren in den Ruhestand. Man müsse endlich mehr Ärzte in Rheinland-Pfalz ausbilden und deutlichere Anreize bieten, im ländlichen Raum Praxen zu eröffnen. „Ich weiß auch nicht, welche Spielchen um den Neubau Hachenburg/Altenkirchen gespielt werden. Aber mal Klartext: Für mich gehört auf jeden Fall das Kirchener Krankenhaus erhalten.“

Als große Herausforderung nannte Wäschenbach noch den Erhalt des heimischen Waldes und den Einklang von Klima & Wirtschaft: „Konjunktur stützen und Klima schützen – anstatt Leute gegeneinander auszuspielen und die Industrie zu verteufeln.“ Für Wäschenbach gehört auch Respekt in die Gesellschaft. Insbesondere gegenüber Polizisten, Rettungskräften und Ehrenamtlern müsse man wieder mehr Wertschätzung entgegenbringen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner teilte per Video-Grußwort mit, Wäschenbach sei wohl der „fitteste und im Kopf jüngste Ü60-Politiker des Landes.“ In die gleiche Kerbe schlug Helena Peters, JU-Mitglied: „Deine Stärke ist, dass Du kein typischer Politiker bist. Du vertrittst keine Lobby, sondern bist für jeden da.“

Wäschenbach selbst beschreibt seinen Antrieb so: Er wolle weiter zuhören und das Leben jedes Einzelnen ein Stückchen besser machen.

Alfons Giebeler, Gemeindeverbandsvorsitzender aus Rennerod, begrüßt die Aktivitäten von Wäschenbach rund um die Belange der Verbandsgemeinde Rennerod. Dazu gehören in den letzten Jahren insbesondere seine Bemühungen zum Straßenbau und der B54 neu. (PM)
Nachricht vom 20.09.2020 www.ww-kurier.de