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Kultur
ADG vergibt Förderpreis „Eine Chance fürs Leben“
Junge Talente in der Region fördern: Das ist das Ziel des Förderpreises der Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG), der in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal vergeben wurde. Die ADG zeichnete sechs Schüler sowie ein besonderes Schulprojekt der Heinrich-Roth-Realschule plus in Montabaur aus. Unter dem Titel „Eine Chance fürs Leben“ vergab die ADG für eingereichte Projekte aus den Bereichen Musik, Kunst oder Sport Stipendien im Wert von insgesamt 6.000 Euro.
Bei der Feierstunde auf Schloss Montabaur gratulierte Peter Rausch, Mitglied des Vorstandes Schülern und Lehrern. Foto: ADGMontabaur. „Junge Menschen und ihre Talente zu fördern, liegt uns als genossenschaftliche Bildungseinrichtung besonders am Herzen“, sagte Peter Rausch, Mitglied des Vorstandes der ADG, während einer Feierstunde im Rittersaal von Schloss Montabaur. „Mit dem Förderpreis leisten wir einen Beitrag für die Hilfe zur Selbsthilfe, die ein genossenschaftliches Grundprinzip darstellt. Denn unsere Stipendien ermöglichen es den Gewinnern, ihre Talente noch weiter zu stärken“, so Rausch weiter.

Franz-Josef Gerz, Schulleiter der Heinrich-Roth-Realschule plus, bedankte sich sehr für die Förderung seiner Schüler: „Man lernt nicht für die Schule, sondern fürs Leben. Die Stipendien der ADG tragen dazu bei, dass junge Menschen ihr Wissen und ihre Kompetenz in einem Bereich, in dem sie talentiert sind, ausbauen und vielleicht sogar ihr Leben lang davon profitieren. Ganz im Sinne des schulischen Leitbildes „Gemeinschaft leben – Stärken stärken – Persönlichkeit entwickeln.“

Die Stipendiaten des ADG-Förderpreises 2020 im Überblick:

1. Olando Fröhlich (1.000 Euro): Der 14-Jährige hat das Animieren von Videos für sich entdeckt. Sein aufwendiges Video zeigt großes Talent. Olando finanziert sich mit dem Stipendium einen neuen PC und eine Grafikkarte für ein „absturzfreies“ Arbeiten.

2. Leo Wendland (1.000 Euro): ist erfolgreicher Triathlet. Durch hartes Training und viel Disziplin gewann der 13-Jährige bereits zahlreiche Wettkämpfe und wurde Mitglied im Rheinland-Pfälzischen Perspektivkader Triathlon. Mit der Fördersumme finanziert er sich eine neue Sportausrüstung und Startgebühren für Wettkämpfe.

3. Jannis Weber (500 Euro): hat die nötige Dosis Adrenalin mit seinem außergewöhnlichen Hobby „Motorcross“. Dieser Sport ist zeitintensiv und verlangt viel Mut. Um seine Ausrüstung aufzustocken, erhält er ein Stipendium.

4. Tobis Scholz (500 Euro): ist in der Abschlussklasse und der älteste Gewinner. Musik liegt ihm im Blut. Bereits mit 12 Jahren startete er an der Musikschule in Niederelbert. Aktuell spielt er in der Schulband „Real Noise“ und besucht seit einem Jahr die Kreismusikschule in Montabaur. Sein Hauptinstrument ist das Klavier (klassische und Cover-Stücke). Während des Lockdowns hat er autodidaktisch über Youtube Gitarre gelernt. Er möchte mit dem Stipendium sein Talent am Keyboard oder an der Akustik-Gitarre ausbauen.

5. Nils Exner (500 Euro) spielt leidenschaftlich Fußball seit er vier Jahre alt ist. Er begann beim TUS Ahrbach und spielt seit 2018 bei den Eisbachtaler Sportfreunden und seit 2019 zusätzlich am DFB-Stützpunkt in Selters. Er trainiert viel und ist der jüngste Bewerber (12 Jahre). Er setzt das Stipendium für seine Ausrüstung und neue Sportkleidung ein.

6. Ondine-Jelina Stuhlmann (500 Euro) hat bereits letztes Jahr ihr großes Talent gezeigt und gewonnen. Sie hat ihr Stipendium für einen Zeichentisch und neue Malutensilien eingesetzt. Um noch besser zu werden, möchte sie gerne an einem professionellen Malkurs teilnehmen und ihre Kunstutensilien erneuern. Wir freuen uns, ihre Begabung weiter zu unterstützen.

7. Ulrike Lennartz (2.000 Euro) hat ein Projekt gewählt, mit dem sie als Lehrerin viele Schüler/innen fördert. Sie werden mit den ICDL-Zertifikaten befähigt, in der digitalen Welt zu bestehen. Das International Certification of Digital Literacy (ICDL) ist ein international anerkanntes Informatik-Zertifikat für den Erwerb digitaler Kenntnisse und Fähigkeiten. Gerade in der heutigen Zeit ist es eine Grundvoraussetzung, um in der Arbeitswelt Fuß zu fassen oder sich auf ein Studium vorzubereiten. Die Fördermittel werden unter anderem für die einmaligen Verwaltungsgebühren in Höhe von 33 Euro je Schüler benötigt. Diese berechtigt den Teilnehmern ein Leben lang weltweit weitere ICDL-Prüfungen abzulegen (reicht für circa 60 Schüler).

Die ADG verzichtet seit 2008 auf Weihnachtsgeschenke für ihre Kunden und schreibt stattdessen den Förderpreis für die Schüler der Heinrich-Roth-Realschule plus aus. So wurden seit 2008 Stipendien im Gesamtwert von rund 74.000 Euro vergeben. (PM)
Nachricht vom 15.09.2020 www.ww-kurier.de