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Kultur
Grandioses Tribute-Konzert von „We rock Queen“ rockte den Westerwald
Strahlendes Wetter traf auf strahlende Besucher in Ransbach-Baumbach, die sich gemeinsam mit den Musikern der Cover-Band „We rock Queen“ freuten, endlich wieder ein Open-Air mit Live-Konzert-Atmosphäre zu erleben. Etwa 350 begeisterte Konzertbesucher wurden am Samstag, 12. September mit Stühlen auf dem Parkplatz vor der Stadthalle platziert.
"We rock queen" im Freiluft-Konzert in Ransbach-Baumbach. Fotos: Helmi Tischler-VenterRansbach-Baumbach. Die Einhaltung aller Vorgaben der Corona-Bekämpfungsverordnung RLP wurde streng überwacht. Getränke lieferten Helfer im Bollerwagen an die Plätze. Die Corona-Pandemie verursachte sehr viel mehr Arbeit als vorher und bedingte mehr Helfer. Weil sich alle Beteiligten unermüdlich einsetzten und Technik und Bühne für einen Bruchteil des üblichen Preises geliefert wurden, gelang es dem Veranstalter das Konzert zu realisieren.

Stratosphärische Licht-Blitze auf der Bühne kündigten den Beginn des Konzerts an: „One Vision“, gefolgt von „We will rock you“ versetzte das Publikum in Stimmung. Bester Stimmung war auch der stimmgewaltige Lead-Sänger Sascha Kleinophorst, der neben den Zuschauerreihen „hinter der Hecke“ auch einige Zaungäste außerhalb des Areals begrüßte.

Wenn man die Augen schloss, meinte man die britische Rocklegende „Queen“ höchstselbst zu hören. Mit viel Spielfreude schaffte die Gruppe „We rock Queen“ eine authentische Wiedergabe der bekannten Songs. Musikalisch sehr nah am Original, aber dennoch mit einem erkennbar eigenen Stil. „Somebody to love“ aus dem Album „A Day at the Races“, die „Bohemian Rhapsody Balladen „Fat bottom girls“, und „Mama“ lebten vor allem von Saschas Gesangs- und Frank Rohles Gitarrenkünsten. Bandleader und Gitarrist Frank Rohles, ein langjähriger Freund von Queen–Gitarrist Brian May gehörte zur Originalbesetzung des Queen-Musicals „We Will Rock You“ in Köln. Rohles erzählte zwischen den Songs immer wieder interessante Details von deren Entstehungsgeschichte. Zum Beispiel, dass der Song „Too much love will kill you“ beim Memorial Night Tribute Konzert für den verstorbenen Freddy Mercury mit dessen auf Band konservierter Stimme zum ersten Mal veröffentlicht wurde.

Das breite musikalische Spektrum von Queen beherrschten auch Schlagzeuger Acki Jansen und Keyboarder Marco Lehnertz – brillant beim Klavier-Intro von „Spread Your Wings“. Besonders hervorzuheben ist die Leistung des Bass-Gitarristen Martin Saleille, der am Samstagabend ohne gemeinsame Probe zum ersten Mal mit der Band auf der Bühne stand und die schwer zu spielenden Queen-Stücke mit markanten Riffs grandios interpretierte.

Mit „We rock Queen" standen hörbar Musiker der Extraklasse auf der Bühne, die mit einer durch Licht-Show erhöhten Tribute-Show ihr Publikum begeisterten durch Hits und Balladen wie „Tie your mother down“, „Who wants to live forever“, „I want to break free“, Love of my life“ oder „Another one bites the dust“, deren Rhythmus die Zuschauer mitklatschten.

Nach Instrumental-Soli stimmte Sascha wieder ein mit dem stimmungsvollen Lied „It’s a kind of magic“. „Unser vorletzter Song könnte zum Motto der Veranstaltungsbranche werden, denn wir machen trotz aller Hindernisse weiter, um Kunst und Kultur auf die Bühne zu bringen. Wir sind vielleicht nicht systemrelevant, aber wir sind lebensrelevant, deshalb versucht nicht uns aufzuhalten!“, leitete Sascha unter großem Applaus zu „Don’t stop me now“ über. Der finale Song „Radio GaGa“ war natürlich nicht das Ende der Show, denn mit standing ovations forderten die Besucher Zugabe. Die gab es mit einem ebenfalls sehr passenden Motto: „The show must go on“, dem grandiosen „We Will Rock You“ und der mitreißenden Ballade „We Are The Champions“.

Allen Queen-Anhängern, die bisher nicht zum Konzert von „We rock queen“ kommen konnten, sei der 4. Dezember 2021 ans Herz gelegt, dann wird die grandiose Band wieder nach Ransbach-Baumbach kommen, bei hoffentlich besseren Bedingungen. htv

       
       
       
   
Nachricht vom 12.09.2020 www.ww-kurier.de