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Polizei warnt aktuell vor falschen Gewinnversprechen
Innerhalb der letzten Tage war ein älterer Mann mehrmals in der Rossmann-Filiale in Hachenburg erschienen und erwarb Google Pay Karten mit einem hohen Betrag. Dies kam einer aufmerksamen Mitarbeiterin merkwürdig vor und sie informierte die Polizei. Der Mann konnte an einem anderen Tag, nach einem erneuten Hinweis der Mitarbeiterin, von der Polizei angetroffen und beraten werden.
SymbolfotoHachenburg. Er und seine Ehefrau waren dennoch weiterhin von einem Gewinn überzeugt und wollten auf die Sendung weiteren Geldes beharren. Davon konnten sie erst am nächsten Tag auf der Polizeidienststelle abgehalten werden. Die bereits Tage zuvor gesendeten 2.000 Euro muss das Ehepaar aber wohl abschreiben.

Zielgruppe sind zumeist ältere Menschen, die von Betrügern kontaktiert werden. Die Anrufer sind in Gesprächsführung gut geschult und wirken überzeugend. Um ihre Opfer in falscher Sicherheit zu wiegen, geben sie vor, im Auftrag von Rechtsanwälten und Notaren anzurufen und teilen den angeblichen Gewinnern eine Rückrufnummer für die weitere Gewinnabwicklung mit. Melden sich die "Gewinner" darauf hin bei den "Notaren" oder "Rechtsanwälten", werden sie dazu aufgefordert, angeblich angefallene Kosten zu zahlen, bevor sie den Gewinn entgegennehmen können, zum Beispiel Rechtsanwalts-, Notar-, Bearbeitungs- oder Zollgebühren, Transport- oder Versicherungskosten.

"Sie haben gewonnen!" Wer freut sich nicht, das zu hören. Wer aber eine solche Nachricht bekommt, per Telefon, E-Mail oder Post, sollte vorsichtig sein. Denn dabei kann es sich um eine Betrugsmasche handeln.
(PM Polizeiinspektion Hachenburg)
Nachricht vom 10.09.2020 www.ww-kurier.de