WW-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Westerwaldkreis
Politik
Grüne Ortsverbände unterstützen Kandidatur von Ulli Gondorf für den Landtag 2021
An diesem Wochenende erhielt Ulli Gondorf, der für die Partei Bündnis 90/Die Grünen in den nächsten Landtag in Rheinland-Pfalz einziehen möchte, die Unterstützung von gleich zwei Ortsverbänden: Sowohl die Grünen Flammersfeld (Kreis AK) als auch der Ortsverband Bad Marienberg (Kreis WW) sprachen sich dafür aus, dass Ulli Gondorf sich für die Belange des Westerwalds und des nördlichen Rheinland Pfalz in Mainz einsetzen soll.
Ulli Gondorf (Foto: Samy Fayed)Kreisgebiet. Überzeugt hatte Ulli Gondorf die anwesenden Parteimitglieder durch sein Wahlprogramm, das nicht nur die Region im Blick behält, sondern auch Landesinteressen berücksichtigt. Besonderes Augenmerk legte Gondorf auf das Thema Waldsterben, dem er mit seinem Wald-Wind-Pakt 2050 entschieden entgegen treten möchte. Wer in diesen Tagen durch die Wälder im Westerwald und im restlichen Rheinland Pfalz geht, sieht überall gerodete Flächen. Der einheimische Wald ist so stark durch Umwelteinflüsse geschädigt, wie wohl nie zuvor. Die Auswirkungen auf Natur und die Holzwirtschaft sind enorm.

In einer derartigen Krise müsse es eine umfassende Lösung geben, von der Natur und Umwelt genauso wie die Waldwirtschaft und die Waldnutzer profitieren, findet Ulli Gondorf. Mit dem Wald-Wind-Pakt 2050 will er gemeinsam mit den Gemeinden, Kreisen und dem Land einen landesweiten Strukturfonds einrichten, der betroffene Waldbesitzer unterstützt. Auf den ökonomisch aktuell wertlosen Flächen sollen Windräder errichtet werden, deren Bau mit 50 Prozent aus diesem Fonds gefördert wird, so sieht es Gondorfs Programm vor. Für die restlichen 50 Prozent übernimmt demnach das Land Bürgschaften bei Banken. Zusätzlich werden Aufforstungen mit größerer Artenvielfalt besonders gefördert.

Wald-Wind-Pakt 2050
Dank des Wald-Wind-Pakts 2050 gewinnen so, laut Gondorf, alle Beteiligten: Die Waldbesitzer erhalten durch die Einnahmen aus der Windkraft die Möglichkeit, die Einnahmeausfälle aus der Waldnutzung auszugleichen. Die Flächen erhalten Zeit, sich durch Wiederaufforstung oder natürlichen Nachwuchs zu erholen. Wenn nach rund 20 Jahren die Laufzeit der Windräder endet und diese rückgebaut werden, können die Flächen ungestört weiterwachsen.

Der Umwelt nutze der neue Strukturfonds gleich doppelt, denn durch die gezielte Wiederaufforstung und/oder Renaturierung der Brachflächen entsteht wertvoller neuer Naturraum, der durch neue Artenvielfalt deutlich besser mit dem veränderten Klima und den extremeren Wetterlagen umgehen kann. Zum anderen sorgt der Ausbau der Windenergie dafür, dass an anderer Stelle weniger Klima-schädliche Stoffe in die Atmosphäre gelangen.

„Ich möchte mich im nächsten Landtag dafür einsetzen, diesen Pakt Realität werden zu lassen, denn die Schäden am Wald betreffen uns alle", sagt Ulli Gondorf und ergänzt: „Wir müssen alle gemeinsam dafür sorgen, dass der Wald in Deutschland eine Zukunft hat, dass Menschen ihn genießen und nutzen können und wenn wir dabei die Windkraft weiter ausbauen können, dann ist das ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Diese Aufgabe ist so groß, dass Sie auf viele Schultern verteilt werden muss, aber sie ist machbar, wenn wir alle das GEMEINSAM im Blick behalten.“ (PM)
Nachricht vom 27.06.2020 www.ww-kurier.de