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Nachwuchs auf der Afrikawiese im Zoo Neuwied
Die Tiere auf der Afrikawiese gehören zu den ersten Tieren, die die Besucher im Zoo Neuwied entdecken können. Strauße, Streifengnus, Watussirinder, Sitatungas und Defassa-Wasserböcke geben ein schönes afrikanisches Panorama ab. Seit kurzem toben auch zwei Jungtiere über die Afrikawiese.
Der Wasserbock-Nachwuchs. Fotos: Zoo NeuwiedNeuwied. Das weibliche Watussikälbchen ist bereits an Ostermontag geboren und kennt daher die Mitbewohner der Afrikawiese etwas länger. Das Watussirind ist eine afrikanische Hausrind-Rasse und wurde aus Langhornrind und Zebu gekreuzt. Bei den Tutsi, einer sozialen Gruppe in Ostafrika, sind die Tiere ein Statussymbol und auch ein Zahlungsmittel. Ihr Wert steigt mit der Länge der Hörner, deren Spannweite über zwei Meter betragen kann. Die Hörner dienen zur Verteidigung und sind innen hohl. Sie werden bei dem Kälbchen erst mit der Zeit wachsen, bisher sind nur Ansätze zu sehen.

Vor zwei Wochen hat auch die Herde der drei Defassa-Wasserböcke Zuwachs bekommen: Ein ebenfalls weibliches Jungtier. Dies ist erst der zweite Nachwuchs der Wasserböcke im größten Zoo in Rheinland-Pfalz. „Als sogenannter Ablieger liegt das Jungtier meist geschützt zwischen den Bäumen und die Mutter kommt in regelmäßigen Abständen zum Säugen“, erklärt Kurator Maximilian Birkendorf. „Unterscheiden kann man die beiden Geschlechter gut voneinander: Die männlichen Tiere haben ein dunkleres Fell als die weiblichen und tragen außerdem Hörner.“

Wie der Name schon verrät, lebt der Wasserbock meist in der Nähe von permanenten Wasserstellen in West- und Zentralafrika. Er hat im Vergleich zu den meisten anderen afrikanischen Grasfressern ein dickes und langes Fell. Defassa-Wasserböcke gelten in ihrer Heimat als „potenziell gefährdet“, da sie zum einen gejagt werden und zum anderen ihr Lebensraum zerstört wird, wenn Savannen in Weiden oder Ackerland umgewandelt werden.
 
Nachricht vom 25.06.2020 www.ww-kurier.de