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Borkenkäfer verändern das Landschaftsbild
Überall im Westerwald wird derzeit in den Gemeinde- und Staatswäldern das Schadholz aufgearbeitet. Von einer sonst üblichen gewinnbringenden Holzernte kann keine Rede mehr sein. Der Holzpreis ist auf einen noch nie dagewesenen Niedrigpreis gesunken. Der Anteil der vom Borkenkäfer befallenen Wälder ist enorm. Es entstehen riesige Kahlschläge, die das gewohnte Waldbild auf Dauer verändern. Zeitweise Sperrungen von Wanderwegen sind unumgänglich.
Fotos: Reinhard PanthelHachenburg. Reine Fichtenkulturen wird es in Zukunft gar nicht oder nur noch vereinzelt geben. Mischwäldern und Laubholzkulturen gehört die Zukunft. Die Forstämter müssen sich Gedanken darüber machen, welche Standorte und welche Holzarten sich eignen, um den klimatischen Veränderungen zu begegnen. Mit Hochdruck wird in allen Revieren gearbeitet, um die durch Borkenkäfer entstandenen Schäden zu beseitigen.

Aus diesem Grund ist Vorsicht geboten. Einige der beliebten Spazierwege durch den Staatsforst - wie hier entlang der Landesstrasse L 293 – zwischen Hachenburg und Steinebach an der Wied, sind teileweise für die Dauer der Fällarbeiten gesperrt. Um die Arbeiten schneller bewältigen zu können, sind sogar Bundeswehrsoldaten zu Hilfe geeilt. Nach kurzer Einweisung „wechseln sie die Waffen“. Mit Schäleisen entfernen sie die befallenen Baumrinden der gefällten Bäume, wodurch ein Absterben der Borkenkäfer und der Brut erreicht wird.

Deshalb die Bitte des Forstamtes an die Spaziergänger, unbedingt die Sperrschilder beachten und nur auf den freigegebenen Wegen das Waldgebiet zu betreten.
repa
   
Nachricht vom 16.06.2020 www.ww-kurier.de