WW-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Westerwaldkreis
Politik
Was in Hachenburger Schulen in Zeiten von Corona passiert
Die momentane Situation, dass in einem geregelten Stufenplan die Schulen wieder mit Leben gefüllt werden – Stichwort „Präsenzunterricht“ – ist für die Kinder, die Familien und das Lehrpersonal herausfordernd und neu. Seit dem kompletten Lockdown ab 16. März des Jahres war es allerdings nicht so, dass in und um die Schulgebäude Stillstand geherrscht hätte. Statt wie geplant während der Ferienzeit wurden, wenn möglich, Unterhaltungs- und Renovierungsarbeiten in diesen Zeitraum verlegt.
Bauarbeiten an Hachenburger Schulen. Foto: VG HachenburgHachenburg. In der Sonnenbergschule Müschenbach wurde in einer Klasse der Parkettboden abgeschliffen und Malerarbeiten im Unterrichts- und Flurbereich ausgeführt. Die Aufarbeitung eines solchen Bodenbelags erfolgte ebenso in der Grundschule Mosaik Borod, wo auch noch Fenster mit Sonnenschutzeinrichtungen ausgestattet werden sollen, was auch an der Otfried-Preussler Grundschule in Roßbach erfolgen wird. Aufgrund der notwendigen Sperrung der Schulsporthalle Alpenrod konnte dort die Erneuerung der Heizungsverteilung, die auf eine effektivere Energienutzung ausgerichtet ist, beauftragt werden.

Ein begonnenes Projekt an der Grundschule Atzelgift, das aufgrund der Komplexität erst zum Ende der Sommerferien fertiggestellt sein wird, ist die Herstellung eines zweiten Rettungsweges durch eine Außentreppe in Metallbauweise. Mit der dann vorschriftsmäßig gegebenen Entfluchtung des Raumes steht dieser als voll nutzbarer Klassenraum zur Verfügung. Hierfür werden Kosten in Höhe von rund 45.000 Euro aufgewendet.

Bereits im letzten Jahr begann die umfangreiche Umgestaltung des Außengeländes an der Grundschule Mosaik Borod, die in enger Abstimmung mit den Akteuren vor Ort geplant wurde. Notwendige Rodungsarbeiten und Anpassungen des Schulgebäudes, damit der vorgesehene, neue Spielbereich in den Pausenzeiten auf kurzem Weg genutzt werden kann, fanden bereits im Vorjahr statt und wurden mit Kosten von rund 30.000 Euro vergütet. Etwa in derselben Größenordnung wurden dann in diesem Jahr veranlasste Tiefbauarbeiten abgerechnet. Im nächsten Schritt erfolgen Pflanzarbeiten zur Strukturierung des Bereichs und die Aufstellung einer Nestschaukel. Ein ganzes Außenklassenzimmer wird noch entstehen und bis alles fertig ist, wird über beide Haushaltsjahre gerechnet, ein Betrag von rund 180.000 Euro verausgabt worden sein.

Mehr als 100.000 Euro wird auch der Bau einer Mensa im Gebäude der Grundschule am Schloss Hachenburg kosten, an dem ebenfalls bereits gearbeitet wird. Zur Zubereitung des Essens, der Lagerung der Vorräte und für die gemeinsamen Mahlzeiten wird dann die bisher genutzte Stadthalle nicht mehr benötigt.

Die aufgezählten und viele weitere Maßnahmen zeigen, welche Bedeutung die Schulen als Lernorte der künftigen Generation für die Verbandsgemeinde haben. (PM)
Nachricht vom 01.06.2020 www.ww-kurier.de