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Stromausfall im Westerwald nach Flugzeugabsturz
Haushalte im Westerwaldkreis hatten am Samstagabend (30. Mai) zum Teil längere Zeit keinen Strom. Die Ursache war, dass ein einmotoriges Flugzeug an eine Hochspannungsleitung geraten war und einen Kurzschluss verursacht hatte.
Am Abend wurde die Stromleitung mittels Hubschrauber kontrolliert. Foto: RS-MediaWesterwald. Nachdem am Samstagabend gegen 19.30 Uhr ein Kleinflugzeug in Langenhahn im Westerwaldkreis abgestürzt war, kam es zu einem mehrstündigen Stromausfall im Netzgebiet der EVM-Tochtergesellschaft Energienetze Mittelrhein (ENM). Wir berichten. Bevor das Flugzeug in das Dach eines Hauses gestürzt war, berührte es die Hochspannungsfreileitung von Westnetz. Über dieses Netz wird das Mittelspannungsnetz der ENM versorgt, sodass in der Folge die Umspannanlagen Westerburg, Höhn und Höchstenbach betroffen waren.

Die Netzexperten der evm-Gruppe konnten innerhalb kurzer Zeit durch entsprechende Umschaltungen den südlichen Bereich im Störungsgebiet teilweise wieder mit Strom versorgen. Die Anwohner in den übrigen Gebieten mussten etwas mehr Geduld aufbringen, da Westnetz zunächst die ausgefallene Hochspannungsleitung mit einem Hubschrauber beflog, um weitere Schäden festzustellen.
Die ausgefallenen ENM-Stationen konnten um 23.40 Uhr wieder eingeschaltet werden, nachdem Westnetz keine weiteren Schäden feststellen konnte.

Betroffen waren im Wesentlichen Haushalte in den Verbandsgemeinden Bad Marienberg, Rennerod, Dierdorf, Selters, Hachenburg und Westerburg.

Hinweis der Feuerwehren
Die Feuerwehren weisen darauf hin, wenn es zu einem Stromausfall in einem Ort, Stadt oder wie jetzt in einer ganzen Region kommt, dass dann nach etwa 30 Minuten die Feuerwehrgerätehäuser in der Regel besetzt sind. Diese können dann in Notfällen die Erste Hilfe sicherstellen oder weitere Hilfe veranlassen. Gerade für Kranke und Bedürftige, die auf medizinische Geräte angewiesen sind, sollten dann umgehend das Feuerwehrhaus aufsuchen, damit die Hilfe dauerhaft gesichert werden kann. Teilen Sie Ihrer Feuerwehr im Ort mit, dass sie auf ein medizinisches Gerät angewiesen sind. Sollten Sie es aus gesundheitlichen Gründen nicht schaffen, das Feuerwehrhaus aufzusuchen, dann machen Sie sich bemerkbar. Die Feuerwehren werden in solchen Fällen regelmäßig in Ihrem Ort oder Stadt Streife fahren. Bitte scheuen Sie sich nicht und kontaktieren Sie Ihre Feuerwehr in solch einem Fall.
woti
Nachricht vom 30.05.2020 www.ww-kurier.de