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Wirtschaft
Betthygiene: So wird die Bettdecke richtig gewaschen
Tatsächlich ist es so, dass sich viele Menschen gar keine Gedanken darum machen, wie oft eine Bettdecke überhaupt gewaschen werden muss. Insbesondere zur Sommerzeit wird dies aber deutlich wichtiger, denn wir schwitzen in der Nacht mehr und der Schweiß zieht in das Material der Bettdecke ein. Dies schafft ideale Lebensbedingungen für Milben und fördert Allergien ungemein.
Fotoquelle: pixabay.comIdeale Betthygiene nur mit waschen möglich
Wenn das Bett frisch überzogen ist, dann verbessert sich auch der Schlaf. Allerdings trübt der Eindruck ein wenig, sofern Decke und Kissen nicht mit gewaschen worden sind. Bevor die bestmögliche Betthygiene erreicht wird, müssen noch einige Dinge berücksichtigt werden.

Grober Richtwert für maximale Hygiene
Eine Bettdecke muss etwa einmal pro Jahr gewaschen werden und ein Kopfkissen zweimal im Jahr. Ansonsten reicht bereits ein Auslüften einmal in der Woche. Die Wichtigkeit dieses Punktes wird vor allem dann verstanden, wenn berücksichtigt wird, dass jeder Körper etwa einen halben Liter Flüssigkeit verliert. Ein Pyjama oder auch die Bettwäsche können den Schweiß zwar ein wenig auffangen, aber nicht verhindern, dass dieser in die Bettdecke eindringt.

Das Waschen von Bettdecke und Kopfkissen sorgt außerdem dafür, dass sich die Füllung im inneren nicht verklebt. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die Wärmeregulierung des Materials. Zusätzlich werden Hausstaubmilben abgetötet, welche sich in das Material eingenistet haben. Somit sinkt das Risiko einer Allergie.

Bettdecke sollte alle 10 Jahre gewechselt werden
Kissen gibt es in den verschiedensten Varianten mit unterschiedlichen Füllmaterialien. So sind derzeit Kissenfüllungen mit Dinkelspelz sehr gefragt. Dies liegt daran, dass die Füllung äußerst gut stützten kann. Es gibt aber auch die klassische Daunenfüllung. Somit variiert die Häufigkeit, wie oft eine Bettdecke und das Kissen gewechselt werden muss stark. Generell sind die heutigen Materialien darauf ausgelegt, dass sie einige Jahre problemlos überstehen. Aktuell gilt der Richtwert von etwa 10 Jahren.

Reinigung in der Waschmaschine
Eine professionelle Reinigung ist bei Bettdecken und Kissen beinahe alternativlos, denn die Reinigung in einer Waschmaschine könnte je nach Material zu Problemen führen. Federn und Daunen sind hier besonders gefährdet, denn diese könnten im Schleudergang zerstört werden. Daher sollte auf das Schleudern unbedingt verzichtet werden.

Eine gewöhnliche Waschmaschine ist für die Reinigung einer Bettdecke aber sowieso meist ungeeignet, da das Trommelvolumen schlicht nicht ausreicht. Selbstverständlich könnte versucht werden, die Decke in die Waschtrommel zu pressen, allerdings wirkt sich dies wiederum nachteilig auf die Füllung aus.

Wer jedoch über eine größere Waschmaschine verfügt, kann diese auch nutzen um die Bettdecke zu waschen. Ansonsten muss eine professionelle Reinigung die Wäsche übernehmen. Insbesondere im Frühjahr gibt es hierzu oft attraktive Angebote.

Auswahl des Waschmittels
Häufig stellt das Waschmittel eine Hürde dar, insbesondere kann dies auch schädlich für die Umwelt sein. Viele Waschmittel enthalten nämlich auch Mikroplastik, welches durch das Abwasser beim Waschen in die Flüsse und Meere gelangt. Professionelle Reinigungen verwenden oft keine gewöhnlichen Waschmittel, sondern greifen auf biologisch abbaubare Reiniger zurück.

Bei Bettdecken eignet sich auch fast jeder eigene Bio-Reiniger. Je nach Füllung sollte aber auf ein spezielles Mittel zurückgegriffen werden. Insbesondere bei Daunen eignet sich ein Feinwaschmittel, damit diese nicht anschließend verklumpen.

Eine Baumwolldecke verträgt beinahe alles, jedoch eignet sich hier eher ein gewöhnliches Vollwaschmittel. Eine Bettdecke mit Kunstfaser sollte auch nur mit einem Feinwaschmittel gewaschen werden. In jedem Fall sollte auf Weichspüler übrigens verzichtet werden, denn das Mittel sorgt für eine Verklebung der Füllung und Fasern. Die Bettdecke ist anschließend keineswegs kuschelig-weich sondern klumpig.

Richtige Trocknung von Bettdecken
Wer ebenfalls über einen großen Trockner verfügt kann sich glücklich schätzen, denn damit ist die Trocknung der Bettdecke gar kein Problem mehr. Jedoch sollten Trocknerbälle hinzugegeben werden, denn das verkürzt die Trocknung deutlich und schont auch das Gerät.

Sofern kein Trockner zur Verfügung steht, sollte die Decke an einem warmen Sommertag gewaschen und aufgehängt werden. Die Decke kann zum Beispiel über einen Wäscheständer ausgebreitet werden. Bevor dies getan wird, sollte die Decke aber gut ausgeschüttelt werden, damit sich die Füllung gut verteilt.

Wenn auch kein Garten zur Verfügung steht, indem dies problemlos möglich wäre, dann sollte in der Wohnung für Durchzug gesorgt werden. Ein weit geöffnetes Fenster kann auch dafür sorgen, dass die Bettdecke über die Zeit hinweg trocknet. Das kann allerdings etwas länger dauern. (prm)
Nachricht vom 25.05.2020 www.ww-kurier.de