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Stare kommen aus den Überwinterungsgebieten zurück
Das Beobachten der Schwärme von Staren mit ihren waghalsigen Flugmanövern ist ein einzigartiges Naturschauspiel, mit dem kaum eine andere Vogelart aufwarten kann. Darauf weist der Umweltverband Naturschutzinitiative e.V. (NI) hin. Der Großteil der Stare Europas überwintert im Mittelmeerraum und in Nordwestafrika sowie im atlantischen Westeuropa.
Staren-Schwarm am Dreifelder Weiher im Oberwesterwald. Hier übernachten die Schwärme auch gerne im Schilf, bevor sie weiterziehen. Foto: Harry Neumann/Naturschutzinitiative e.V.Quirnbach. Mit den milderen Wintern überwintert ein hoher Anteil von Staren aber auch in Westdeutschland. So konnten im Januar dieses Jahres regelmäßig im Rheintal, aber auch im Unteren Westerwald, Schwärme von 30 bis 200 Tieren beobachtet werden. Teils bleiben die Tiere ganzjährig vor Ort, teils sind es Zugezogene aus Osteuropa.

Schon Ende Februar gehören die meisten Stare dann aber wieder zu den frühesten Rückkehrern. Die Vögel beziehen zumeist im März ihre Nisthöhle, ab Anfang April brütet das Weibchen alleine. Zurzeit sind große Schwärme mit 1.000 bis zu 5.000 Staren im Westerwald zu beobachten, die sich zum größten Teil auf dem Durchzug in die nördlich gelegenen Brutgebiete befinden.

Ein Star orientiert sich innerhalb des Schwarms an bis zu sieben Vögeln in seiner Umgebung. Er versucht immer, zu diesen Vögeln im Flug die gleiche Position einzuhalten. Dadurch kommt es zu synchronen, wellenförmigen Bewegungen des ganzen Schwarms. Die einzelnen Stare sind so vor Angreifern aus der Luft besser geschützt, sodass es Greifvögel schwer haben, einen einzelnen Vogel zu fixieren. Stare sind sehr gesellige Tiere, die gerne in großen Trupps auftreten. (PM)
Nachricht vom 19.03.2020 www.ww-kurier.de