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Hintergründe zum Stromausfall im Westerwald
Orte in den Verbandsgemeinden Hachenburg, Selters, Bad Marienberg, Rennerod, Hachenburg und Westerburg waren in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, den 28. Februar zeitweise ohne elektrische Energie.
Die schneebedeckten Freileitungen waren durch den starken Wind in Schwingung geraten, woraufhin ein Kurzschluss entstand. Symbolfoto: Wolfgang TischlerWesterwaldkreis. Der kräftige Schneefall am Donnerstagabend (27. Februar) hat zu massiven Problemen in der Stromversorgung in großen Teilen des Westerwalds geführt. Wir berichteten. Um 22.38 Uhr brach die Stromversorgung im Bereich der Umspannanlagen Höchstenbach, Höhn und Westerburg zusammen. Ursache war eine Störung im Hochspannungsnetz von Westnetz im Bereich der Umspannanlage Westerburg bei Härtlingen. „Das ist das vorgelagerte Netz, an das unsere eigenen Verteilnetze angeschlossen sind“, erläutert Marcelo Peerenboom, Pressesprecher der evm-Gruppe. „Aus diesem Grund waren den Experten unserer Netzgesellschaft zunächst die Hände gebunden. Die Störungsursache war längere Zeit auch der Westnetz unbekannt.“

Nicht zuletzt hilfreiche Hinweise aus der Bevölkerung, die sich bei der Netzleitstelle der Energienetze Mittelrhein (enm) gemeldet hatten, sorgten dafür, dass die Westnetz-Monteure den Schadenort eingrenzen konnten. „Gegen 3 Uhr in der Nacht erhielten wir dann von Westnetz die Information, dass die Störung auf sogenanntes Seiltanzen zurückzuführen war. Die schneebedeckten Freileitungen waren durch den starken Wind in Schwingung geraten, woraufhin ein Kurzschluss entstand“, erläutert Peerenboom. „Im Sinne der betroffenen Bevölkerung gelang es jedoch unseren Netzmonteuren, Strom aus einigen versorgten Randbereichen so umzuleiten, dass zahlreiche Ortschaften nach vergleichsweise kurzer Zeit wieder versorgt werden konnten.“

Da die Schadensbehebung aufgrund der Witterungsverhältnisse schwierig war, waren große Teile des Versorgungsgebietes bis zu fünf Stunden nicht mit Strom versorgt. Betroffen waren die Verbandsgemeinden Bad Marienberg, Hachenburg, Selters, Rennerod und Westerburg. „Das ist rund ein Viertel unseres Versorgungsgebiets“, berichtet der Pressesprecher. Um 3.30 Uhr war dann auch der letzte Ort wieder versorgt.

Abgesehen von der Störung im Leitungsnetz der Westnetz hatte es ebenfalls in der Nacht einen Erdschluss im Mittelspannungsnetz der enm im Bereich der Umspannanlage Goldhausen gegeben. Ursache war hier ein Fehler am Freileitungsseil in der Nähe des Hochwildschutzparks Gackenbach. Nach einer halben Stunde konnten die betroffenen Ortschaften wieder versorgt werden.


Nachricht vom 27.02.2020 www.ww-kurier.de