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Vereine
„Frohe Stunde“ Weroth weiter auf Erfolgskurs
Im Sebastianssaal des Bürgerhauses in Weroth zogen die Vereinsmitglieder des Männerchores „FROHE STUNDE“ Weroth bei der alljährlichen Hauptversammlung eine im Wortsinn ausgezeichnete Bilanz für das Sängerjahr 2019. Hans-Georg Jung, einer der beiden Sprecher des Chores, hob in seinem Resümee besonders das Golddiplom des Levels III beim internationalen Chorwettbewerb in Salzburg hervor.
Jahreshauptversammlung „Frohe Stunde“ Weroth. Foto: VeranstalterWeroth. Die „Frohe Stunde“ erzielte mit 22,97 Punkten die bislang höchste Wertung ihrer Wettbewerbe auf internationalem Parkett. Besonders erfreut zeigte er sich aber auch, dass die „Frohe Stunde“ gegen den allgemeinen Trend in 2019 weitere Sänger hinzugewinnen konnte, so dass der Chor mit aktuell 46 Aktiven kurz- und mittelfristig personell sehr gut aufgestellt sei. Nach seiner festen Überzeugung sind die überaus guten Perspektiven im Wesentlichen Folge einer kontinuierlich leistungsorientierten Ausrichtung des Chores. In der 3. Ausgabe des Chormagazins „Singendes Land“ wurde dieser Aspekt der Chorarbeit am Beispiel der „Frohe Stunde“ ausführlich erörtert. Da dieses Printmedium des Chorverbands Rheinland-Pfalz mit einer Auflage von 3.200 Exemplaren im Wesentlichen den Mitgliedsvereinen und deren Chorleitern zugestellt wird, kann man davon ausgehen, dass die Verantwortlichen die Vereinspolitik der „Frohe Stunde“ durchaus für beispielhaft halten. Auch dies darf sicher als Auszeichnung verstanden werden.

Jung bedankte sich abschließend bei den Mitgliedern des Vorstands für ein angenehmes und effizientes Miteinander. Er lobte die Aktiven für die hohe Motivation und ihr ausgeprägtes Engagement auf allen Vereinsebenen und hob dabei die Leistung des Chorleiters Dr. Jens Röth besonders hervor. Nicht zuletzt galt sein Dank auch den anwesenden Vertretern der Ortsgemeinde Weroth, namentlich Ortsbürgermeister Achim Kremer, für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Bei der sich anschließenden Totenehrung gedachte man vornehmlich der vier im Jahr 2019 verstorbenen Ehrenmitglieder Josef Hannappel, Axel Metternich, Walter Goerg und Karl-Heinz Jungerts.

Im Bericht des Geschäftsführers ließ Bernd-Josef Metternich die Geschehnisse des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren. Die Anwesenden konnten sich dank einer umfangreichen Fotostrecke noch einmal die Details auch plastisch in Erinnerung rufen. Neben der Reise nach Salzburg lagen die Schwerpunkte seines Berichts bei den Auftritten in Mainz (1. Landes-Chorfest des Chorverbands Rheinland-Pfalz) und im Stöffel-Park (1. Westerwälder Chorfest des Chorverbands Westerwald), sowie bei der 1. Open Air Matinee der „Frohe Stunde“ anlässlich des 25-jährigen „Dienstjubiläums“ von Dr. Jens Röth als Chorleiter der „Frohe Stunde“.

Kassenprüfer Edwin Bechthold bescheinigte Kassierer Manfred Fachinger im Folgenden eine vorbildliche Kassenführung, weshalb er und der gesamte Vorstand auch einstimmig entlastet wurden. Fachinger hatte zuvor eine solide Kassenlage bilanzieren können, bei der ein turnusmäßig erwarteter Einnahmerückgang mit den Gewinnen aus Open-Air-Veranstaltung und Weihnachtsmarkt gut kompensiert werden konnte. Auch in der Kasse mache sich der Mitgliederzuwachs positiv bemerkbar, weshalb es gelte, so Fachinger, „in den Bemühungen um neue Sänger nicht nachzulassen“.

Zu den Planungen für das neue Jahr und darüber hinaus gab es mehrere Grundsatzentscheidungen. So erteilte die Versammlung dem Vorstand unter anderem das Mandat, für 2020 eine Chorfreizeit zu planen und erste Schritte für die Teilnahme an einem Wettbewerb im europäischen Ausland im Jahr 2021 zu unternehmen. Ob man sich erneut zur Ausrichtung des Weihnachtsmarkts bereitfindet, soll davon abhängig sein, welche Rahmenbedingungen die Gemeinde bei der jetzt anstehenden Ausschreibung zugrunde legt. Dank der spontanen Bereitschaft einiger Anwesender, sich so wie bisher oder auch mit zusätzlichem Engagement in die konkrete Planung und Ausgestaltung der Veranstaltung einzubringen, sollte eine Ausrichtung für die „Frohe Stunde“ grundsätzlich kein Problem sein.

Gesanglich stehen im „Jubiläumsjahr“ Jahr 2020 (die „Frohe Stunde“ wird 120 Jahre alt) Konzertverpflichtungen im Vordergrund. Neben der Teilnahme am Abschlusskonzert des Chor-Kongresses des Chorverbands Rheinland – Pfalz (26. Januar 14:30 Uhr Kath. Kirche „St. Peter in Ketten“ in Montabaur), wird die „Frohe Stunde“ in Chorgemeinschaft mit dem MGV „Frohsinn“ Frickhofen am 18. April (19 Uhr „Leonhard-Gläser-Saal“ der Siegerlandhalle in Siegen) die festliche Jubiläumsgala anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Fachverbands Der Chorleiter (FDC) mitgestalten. Sängerischer Höhepunkt des Jahres soll schließlich das erste eigene Advents-/Weihnachtskonzert der „Frohe Stunde“ am 20. Dezember in der Pfarrkirche „St. Matthias“ in Steinefrenz werden, zu dem bereits die ersten Gespräche geführt wurden.

Im Rahmen des Tagesordnungspunkts „Verschiedenes“ dankte Ortsbürgermeister Achim Kremer den Sängern für Ihr vielfältiges Engagement. Weroth sei durch die Erfolge „seines“ Männerchors weit über die Grenzen hinaus bekannt. Die „Frohe Stunde“ trage zusätzlich mit unterschiedlichsten Aktivitäten auch und gerade innerorts ganz wesentlich zu Gemeinschaftssinn und dörflichem Miteinander bei, was man gar nicht hoch genug einschätzen könne. Die Versammlung schloss schließlich ganz in diesem Sinne - harmonisch und traditionell - mit einem Lied.

Hinweis: Die „Frohe Stunde“ wird am „Sebastianstag“ (20. Januar um 18 Uhr) das Hochamt zum Patrozinium mitgestalten, das auch zum Gedenken an die lebenden und verstorbenen Mitglieder in der Kapelle in Weroth gefeiert wird.

Weitere Infos auf www.frohe-stunde-weroth.de. (Lukas Hannappel)
Nachricht vom 13.01.2020 www.ww-kurier.de