WW-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Westerwaldkreis
Wirtschaft
Alle Jahre wieder: Westerwald Bank lud zum Weihnachtsmarktempfang
Traditionell findet die Eröffnung des Hachenburger Weihnachtsmarkts am Vorabend des Markts in der Westerwald Bank statt. Die Mitglieder des Vorstands begrüßten alle Gäste mit Handschlag und mit musikalischer Untermalung durch das „Reinhold Hörauf Trio“. Diese Band spielte zur Einstimmung deutsche und internationale Weihnachtslieder.
Die Akteure des Abends von links: Stefan Leukel, Brigitte Struif, Markus Kurtseifer, Volker Schürg und Peter Klöckner. Fotos: Helmi Tischler-Venter
Video: Wolfgang Tischler Hachenburg. Markus Kurtseifer, Vorstand der Westerwald Bank begrüßte die zahlreichen Gäste und ließ in einer kurzweiligen Rede das Jahr Revue passieren mit Blick auf Politik und Wirtschaft, international, national und regional. Die Herausforderungen für die Westerwaldbank seien weiterhin Digitalisierung, Demografie, Regulatorik, niedrige Zinsen und verändertes Kundenverhalten.

Mit Sorge blickte der Finanzfachmann auf die wirtschaftliche Entwicklung mit rückläufiger Industrieproduktion und Minuszinsen am Kapitalmarkt. Das Ausweichen der Anleger in Immobilien bewirkte seit 2010 einen Anstieg der Immobilienpreise um durchschnittlich 40 Prozent bei einem Anstieg der Gehälter um 15 Prozent. Für junge Familien sind Eigenheimträume aufgrund der Niedrigzinsen realisierbar, während sich bei Älteren Lücken in der Altersversorgung auftun. Die Westerwaldbank erwartet durch das steigende Immobiliengeschäft ein Wachstum im Kundenkreditgeschäft von circa 4 Prozent. Aufgrund der stabilen Wirtschaftslage im Westerwald könne man mit einem zufriedenstellenden Ergebnis für 2019 rechnen. Ein Ende der Niedrigzinsen sei nach Meinung der Wirtschaftsexperten noch lange nicht in Sicht.

Kurtseifer dankte allen Mitarbeitern der Bank und des Empfangs und wies auf die Aktionen am Weihnachtsmarkt hin: Am Freitag, 13. Dezember um 15.30 Uhr spielt das Theaterhaus Alpenrod „Ritter Rost feiert Weihnachten“. Tradition hat eine Kunstausstellung in der Galerie der Bank: Die Gemäldeausstellung von Brigitte Struif unter dem Motto „Kunst-Stücke“ ist noch bis zum 14. Februar 2020 in der Bank zu sehen.

Die Künstlerin wies darauf hin, dass einige Bilder und Objekte weggeräumt wurden, um für den Empfang Platz zu schaffen, dass diese Kunstwerke aber im Anschluss an die Veranstaltung wieder den Betrachtern zur Verfügung stehen werden.

Werbering-Vorsitzender Volker Schürg erzählte ein Märchen von der „Perle des Westerwaldes“, als die Hachenburger Bürgerinnen und Bürger in Ruhe und Frieden lebten unter wechselnden Führungen und einer Zunft aller Kaufleute und Gewerbetreibenden, die jährlich sonntägliche Märkte und Feste in den Stadtmauern veranstalteten. Soweit das Märchen. Schürg beklagte, dass die Gewerbetreibenden, Händler und Marktbeschicker nicht mehr zum Gemeinwohl der Stadt beitragen dürfen, weil die Landespolitik und die Gewerkschaft „verdi“ sonntägliches buntes Markttreiben verbieten. Die Verwaltung und die beiden Bürgermeister unterstützten allerdings den Werbering und die Besucher seien mit den Veranstaltungen absolut zufrieden. Daher wolle man das Motto „lokal in Hachenburg“ auch im neuen Jahr wieder in den Fokus der Bemühungen stellen.

Stadtbürgermeister Stefan Leukel bezog sich auf Zuwachszahlen bei Geburten und die städtischen Aktivitäten für junge Mitbürger. Dazu zählte er ausdrücklich die Erfolge der Kulturzeit Hachenburg mit über 2.000 Besuchern beim Auftritt von „Trettmann“ in diesem Jahr und einem Rekord-Kartenvorverkauf für „Apache“ im Sommer 2020. Leukel bedauerte außerordentlich, dass das neue Krankenhaus nicht in die Stadt sondern nur in deren Nähe gebaut werden soll.

Verbandsbürgermeister Peter Klöckner schlug versöhnliche Töne an. Er bat zu bedenken, dass der anwesende Altenkirchener Landrat Enders seinen Bürgern erklären muss, dass sie künftig weitere Wege zum Krankenhaus auf sich nehmen müssen. Die getroffene Entscheidung für den Standort Hattert sei zu respektieren, nun müsse man an die sicherlich nicht einfache Umsetzung in Form von Grundstückskäufen gehen.

Unisono würdigten die beiden Bürgermeister die Zusammenarbeit aller Akteure beim jährlichen Weihnachtsmarkt, der auch in diesem Jahr wieder mit einem vielfältigen Angebot lockt.

Bei schwungvoller Musik vom Reinhold Hörauf-Trio mit Sängerin Linda Mikulec, technisch unterstützt durch Peakevent und einem ausgezeichneten Catering der Dining Range aus Dreifelden, Getränken von Michael Müller aus Oberwambach sowie exquisiten Bränden der Birkenhof-Brennerei, genossen die Besucher einen gemütlichen Abend mit netten Gesprächen in der weihnachtlich geschmückten Westerwald Bank. htv


Impressionen vom Empfang bei der Westerwald Bank


       
       
       
       
       
   
Nachricht vom 11.12.2019 www.ww-kurier.de