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Wirtschaft
Zukunftswerkstatt Westerwald - Kooperation bis 2025 fortgesetzt
Bei Wikipedia heißt es „Tradition bezeichnet die Weitergabe von Überzeugungen“- vor diesem Hintergrund kann die jüngst verlängerte Kooperation zwischen der Universität Siegen und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (wfg) wohl als Tradition bezeichnet werden. Überzeugt von dieser Art Theorie und Praxis miteinander zu verbinden sind die Akteure der Zukunftswerkstatt nämlich bereits seit 2015 und haben mit Erneuerung des Kooperationsvertrags beschlossen, das erfolgreiche Projekt bis 2025 fortzusetzen.
(V.l.) Katharina Schlag, Landrat Achim Schwickert, Prorektor Prof. Dr. Volker Wulf und Robert Kebbekus freuen sich bei der Vertragsunterzeichnung über die Fortsetzung der Kooperation bis 2025. Foto: Pressestelle der KreisverwaltungHartenfels. Im Rahmen der Zukunftswerkstatt besuchen Studierenden der Universität Siegen Westerwälder Unternehmen und finden in Interviews und Gesprächen heraus, wie der Betrieb sich selbst sieht und was er nach außen darstellen möchte. Mittels bundesweiter Online-Befragung und einer Analyse der Werbemittel, Internetseiten und Social Media Auftritte wird untersucht, wie das Unternehmen von Externen wahrgenommen wird. Über die Ergebnisse einer solchen Gegenüberstellung von Selbst- und Fremdbild haben inzwischen 18 Betriebe der Westerwälder Wirtschaft gestaunt.

Die Zukunftswerkstatt im Westerwaldkreis bietet allen Beteiligten einen Mehrwert: Die Betriebe erhalten einen unvoreingenommen Blick auf sich selbst und bekommen konkrete Verbesserungsvorschläge. Ein großer Vorteil bei der Selbstbildanalyse ist, dass den Studierenden in den Interviews oft andere Antworten gegeben werden, als der Geschäftsführung oder der Personalleitung. Für die Universität ist es eine hervorragende Möglichkeit die Theorie in der Praxis umzusetzen und den Studierenden ein einmaliges Lernfeld anzubieten. „Zu zeigen, dass wir nicht in einem wissenschaftlichen Elfenbeinturm sitzen, sondern unseren Praxispartnern echte Hilfestellung bieten können ist ein Grund für die Einrichtung der Zukunftswerkstatt unter der Leitung von Robert Kebbekus. Uns in der Region in der wir tätig sind zu engagieren und uns mit starken Partner zu vernetzen ein weiterer“, erklärt Prorektor Prof. Dr. Volker Wulf bei der Vertragsunterzeichnung, die im Rahmen der diesjährigen Abschlussrunde der Zukunftswerkstatt bei HUF HAUS in Hartenfels stattfand.

Auch Landrat Achim Schwickert freut sich über die Fortsetzung der Kooperation: „Mit diesem Praxisseminar kommen kluge Köpfe in den Westerwald und finden vielleicht Gefallen an dem was sie hier erleben – sich in der Region und darüber hinaus zu zeigen wird für die Fachkräftegewinnung immer wichtiger, gerade weil die Wirtschaftsstärke und Innovationskraft der Wäller Wirtschaft noch nicht überall bekannt sind.“

Nach dem folgenden Kurzvortrag von Robert Kebbekus zum Thema „Social Media“ nahmen die Teilnehmenden nicht nur die Einladung zum Frühstück, sondern auch zu einem Rundgang durch die Wertstatt und das neueste Musterhaus „Ausblick“ von den HUF HAUS-Geschäftsführern Georg Huf und Christoph Schmidt gerne an und bestaunten die Zukunft des Wohnens.

Die Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis, Katharina Schlag, und der Leiter der Zukunftswerkstatt, Robert Kebbekus, freuen sich über die positive Resonanz der Teilnehmenden und auf die nun folgenden sechs Seminarrunden. Interessenten können sich gerne telefonisch unter 02602 124-405 oder per E-Mail an katharina.schlag@westerwaldkreis.de melden.
Nachricht vom 15.10.2019 www.ww-kurier.de