WW-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Westerwaldkreis
Wirtschaft
Einzelhandel im Westerwaldkreis lädt zum „Heimat shoppen“ ein
Handel belebt! – Unter diesem Motto laden 35 Werbegemeinschaften im nördlichen Rheinland-Pfalz am 13. und 14. September zum „Heimat shoppen“ ein. Die gleichnamige bundesweite Initiative der Industrie- und Handelskammern (IHKs) macht deutlich, welche zentrale Aufgabe lokale Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister für unsere Städte, Gemeinden und Regionen haben. In Montabaur lud der Regionalgeschäftsführer Richard Hover am 13. September zum Informationsaustausch ein.
Im Fachgespräch von links: Richard Hover (IHK), Marvin Kraus (WfG), Elke Stach (1. Vorsitzende Werbegemeinschaft) und Anja Müller (Buchhandlung Erlesenes). Fotos: Helmi Tischler-VenterMontabaur. 2019 beteiligen sich erstmals über 50 Städte und Gemeinden aus allen vier rheinland-pfälzischen IHK-Bezirken an der Aktion. Die Betriebe aus dem IHK-Bezirk Koblenz sind nach der Premiere im vergangenen Jahr zum zweiten Mal dabei. Händler und Werbegemeinschaften treten am Aktionswochenende unter der Dachmarke „Heimat shoppen“ auf und gestalten vor Ort - oft auch mit Unterstützung der Kommunen - eine Fülle von Events und Angeboten.

Im Bereich der IHK-Regionalgeschäftsstelle Montabaur, die zwei Landkreise (Rhein-Lahn-Kreis und Westerwaldkreis) mit sieben Werberingen betreut, beteiligen sich auch die Einzelhändler mit individuellen Maßnahmen. Die IHK unterstützt die Händler durch Pressearbeit, Ideenfindung sowie mit Werbematerialien wie beispielsweise Einkaufstaschen, Postkarten, Luftballons und Plakaten. 2019 nehmen bundesweit über 300 Städte und Gemeinden teil – „Heimat shoppen“ ist damit die größte Imagekampagne für den Einzelhandel in Deutschland.

Die Gründe für die Aktionstage jeweils am zweiten Septemberwochenende liegen für Hover auf der Hand: „Heimat shoppen“ heißt kaufen bei Nachbarn und Freunden mit guter Beratung. Lokaler Einkauf unterstützt Veranstaltungen und Vereine oder Initiativen im Ort und sichert Arbeits- sowie Ausbildungsplätze. Die IHK ist für die Sicherung der dualen Ausbildung zuständig. Lebendiger Einzelhandel mit attraktiven Geschäften macht eine Gemeinde lebenswert. „Heimat shoppen“ ist eine Initiative zur Stärkung der Gemeinden als attraktive Wirtschaftsstandorte. Nicht zuletzt beweist das Nutzen kurzer Wege und geringen Energieverbrauchs Umweltbewusstsein. Klar ist, dass die Aktion nachhaltig weitergeführt werden muss, daher hoffen IHK und Wirtschaftsförderungsgesellschaft auf breite Akzeptanz.

Die Meinung der Einzelhändler
Elke Stach, Inhaberin des Schmuck- und Geschenkeladen „Klunkerkasten“ und 1. Vorsitzende der Werbegemeinschaft Montabaur aktuell, dankte dem IHK-Vertreter für die Aktion, die für Montabaur zeitlich passend mit dem Schustermarkt zusammenfällt. Der Werbering hat in diesem Jahr zusätzlich eine Sammelpunkte-Aktion initiiert, die vom 2. September bis Sonntag, 15. September läuft und super angenommen wird: Wer sechs Mal vor Ort eingekauft hat, nimmt mit seiner Karte an einem Gewinnspiel teil.

Elke Stach weiß aus Erfahrung, dass sich junge und ältere Leute über Beratung freuen. So sieht das auch Buchhändlerin Anja Müller von „ERLESENES“. Sie nimmt sich gern Zeit für ihre Kunden und versucht diese auch dafür zu sensibilisieren, dass der Einzelhandel die Ausbildungsplätze bereitstellt. Als Schmankerl für die Kundschaft gestaltet sie neben Lesungen ein Blue Night Shopping im Oktober.

Gegenüber, im Textilladen von Rafaela Wolf-Dämgen und ihrer Schwester Evi Gresser ist ebenfalls das „Kümmern“ das Erfolgsgeheimnis. Seit bereits 36 Jahren werden die Fachverkäuferinnen von Stammkunden begleitet, die den Service zu schätzen wissen: Annahme von Reklamationen, Reparaturen, Bestellungen und ehrliche Beratung vermitteln der Kundschaft ein gutes Gefühl.

Alle Geschäftsfrauen waren sich einig, dass die Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Politik und dem FOC funktioniert. Kommunikation sei das A & O, wenn man den Käufern den Eindruck vermitteln wolle, dass man auch in der Heimat alles Gewünschte findet. htv


       
 
Nachricht vom 14.09.2019 www.ww-kurier.de