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Politik
Andreas Hartenfels: Ist hier Artenvielfalt zu Hause?
Ob die Situation unserer Wälder infolge des Klimawandels, der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft, der Nitratgehalt im Wasser oder der Bericht über bedrohte Tierarten in Rheinland Pflalz; ob der konkret in unserer Region geplante Basalttagebau am Nauberg oder die Planung eines Autohofes in Heiligenroth: derartige Schlagzeilen sorgen seit der Sommerpause für eine anhaltende Debatte.
Andreas Hartenfels. Foto: Andreas HartenfelsWallmerod. Es steht fest: Der Rückgang der Artenvielfalt endet nicht an den Grenzen unseres Landkreises oder unserer Westerwaldregion sondern zeichnet sich unmittelbar vor unseren Haustüren ab. Die Förderung der Biodiversität muss deshalb auch dort beginnen: ob in naturnahen Gärten, auf Blühflächen oder Blühstreifen, in Naturwäldern, ökologisch bewirtschafteten Agrarflächen, Feuchtgebieten oder in ausgewiesenen Schutzgebieten.

Der Kreisverband von Bündnis 90 / Die Grünen Westerwald widmet sich dieser Thematik im Rahmen seines diesjährigen Schwerpunktthemas "Natur- und Umwelt" am 17. September in Wallmerod. Die Veranstaltung wurde bereits im Mai angekündigt und musste kurzfristig abgesagt werden.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Mitglieder von Natur- und Umweltverbänden sowie Verantwortliche in der Kommunalpolitik sind herzlich zu einer Landschaftsbegehung und anschließenden Vortragsveranstaltung eingeladen.

Als Gastreferent konnte der Kreisverband Andreas Hartenfels gewinnen. Als Mitglied des Landtags für die Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen ist er unter anderem Sprecher für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten und fokussiert in seiner politischen Arbeit im Besonderen den Umwelt- und Klimaschutz.

Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im naturnahen und durch den NABU ausgezeichneten Garten von Ina von Dreusche (Kreisvorstandsprecherin und Fraktionsvorsitzende im Kreistag), Schulstraße 20 in 56414 Wallmerod. Von dort aus startet die Begehung und Betrachtung der angrenzenden Landschaft. Dies geschieht unter Gesichtspunkten der Bewirtschaftung und den sich daraus ergebenden Fragestellungen an den Referenten. Ein Teil der Flächen gehört zum Vogelschutzgebiet "Westerwald" (Natura 2000).

Um 19 Uhr folgt in der Verbandsgemeindeverwaltung, Gerichtsstraße 1 in 56414 Wallmerod die ergänzende Vortragsveranstaltung "Biodiversität in den Kommunen" mit einer anschließenden Diskussion. Begehung und Vortrag können auch unabhängig voneinander besucht werden. Der naturnahe Garten in der Schulstraße 20 öffnet seine Pforte zum Erforschen und Verweilen bereits um 14 Uhr. (PM)
Nachricht vom 09.09.2019 www.ww-kurier.de