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Feuerwehr Selters feiert Tag der offenen Tür und stellt Fahrzeuge in Dienst
Die Feuerwehr Selters lud am Samstag, den 24. August zu einem Tag der offenen Tür ein. In einer Feierstunde wurden offiziell das neue Mehrzweckfahrzeug und die neue Drehleiter übergeben. Bei dem Wettbewerb zum Führen der Einsatzfahrzeuge war es die Feuerwehr aus Maxsein, die den geschicktesten Umgang bewies. Neben vielen Besuchern waren auch die Wehren der umliegenden Orte, nicht nur aus dem Westerwaldkreis, gekommen.
Schlüsselübergabe für die neuen Fahrzeuge. Fotos: Wolfgang TischlerSelters. Das neue Mehrzweckfahrzeug (MZF-3), das auf den Namen Florian Selters 73 hört, ist ein Nachschubfahrzeug, das benötigte Geräte und Einsatzmittel an die Einsatzstelle bringt. Das Selterser Fahrzeug ist zusätzlich mit einer Gefahrgutkomponente ausgestattet. Bürgermeister Klaus Müller erklärte bei seiner Rede, dass das neue Fahrzeug quasi drei alte Fahrzeuge ersetzt. Es ist das alte MFZ-2, den Abrollbehälter Gefahrgut und den ausgemusterten Rüstwagen 1. Das neue Fahrzeug kostet rund 250.000 Euro und wird vom Land mit 41.000 Euro bezuschusst.

Die Neuanschaffung der Drehleiter wurde erforderlich, was Bürgermeister Müller wie folgt erklärte: „Neben den altersbedingten Rostschäden an unserer alten Drehleiter, die zu beheben gewesen wären, machte uns vermehrt die Drehleitertechnik zu schaffen, die während des Betriebs ausfiel. Dies stellte eine erhebliche Einschränkung im Einsatzbetrieb und auch eine Gefährdung für die Personen im Rettungskorb dar. Der oder die Fehler im Bereich der elektronischen Bauteile konnte auch durch Fachwerkstätten nicht lokalisiert werden. Hinzu kam, dass es für unser Altfahrzeug am Markt auch keine Ersatzteile mehr gibt.“

Die vollautomatische Drehleiter hat einen Wert von rund 650.000 Euro. Das Land wird irgendwann eine Förderung von 268.000 Euro auszahlen. Hinzu kommt eine Förderung des Kreises von 40.000 Euro. Die Drehleitermaschinisten der Feuerwehr Selters berichteten bei der Besichtigung über die großen technischen Fortschritte der neuen Leiter. Die größten Errungenschaften stellen der Rettungskorb sowie der knickbare Leiterteil dar.

Müller dankte den Kameraden für die viele Stunden Arbeit, die sie in die Leistungsverzeichnisse der beiden neuen Fahrzeuge investiert haben, die begleitende Ausschreibung und die Betreuung beim Aufbau der Fahrzeuge. Ebenso ging ein genereller Dank an die Einheit, der Müller einen sehr guten Ausbildungsstand bescheinigte, für die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr an 365 Tagen. Bei seinen Dank schloss er die Angehörigen ein, die oft in Ungewissheit auf ihre Lieben waren müssen.

Der Pfarrer Rainer Czekansky. und Pater Joby Joseph nahmen die Segnung der Fahrzeuge vor und wünschten allzeit einen unfallfreien Einsatz. Den Festakt und den Tag der offenen Tür umrahmten die Musikkapelle Maxsain.

Im Außengelände wurde am Nachmittag eine Höhenrettung demonstriert. Alle Fahrzeuge standen zur Besichtigung bereit. Für die Kinder gab es ein umfangreiches Programm. Beliebt waren hier das Wasserspritzen und die Hüpfburg. Bei guter Bewirtung fühlten sich die vielen Gäste lange wohl. (woti)
       
       
       
       
       
Nachricht vom 25.08.2019 www.ww-kurier.de