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Kultur
„Rock the Forest“ rauschte über Rengsdorf hinweg
Wenn die Rockfreunde Rengsdorf zum alljährlichen Rock-Festival einladen, dann können die Besucher sicher sein, dass sie Rock „at its best“ erleben und genießen können. Für echte Rocker, die „High Quality“ zu schätzen wissen, gibt es darum nur einen Weg, und der führt direkt nach Rengsdorf. Mit der bereits 39. Auflage hat sich das Festival „Rock the Forest“ in Rengsdorf längst als eines der ältesten Festivals in Deutschland etabliert. Nicht ohne Grund kommen internationale Gruppen in den Westerwald, für manche war ein Auftritt in Rengsdorf das Sprungbrett für eine internationale Karriere. So ist es kaum verwunderlich, dass Jahr für Jahr viele Bands sich um einen Auftritt bewerben, doch leider können an zwei Festivaltagen nur bis zu sechs Bands auftreten.
„Rock the Forest“ der Rockfreunde Rengsdorf. Fotos: wearRengsdorf. Christoph Runkel und Christoph Krämer stehen zwar an der Spitze der Rockfreunde, doch der große Erfolg kommt seit vielen Jahren nur durch das Zusammenwirken und den Zusammenhalt aller Mitglieder zustande. Wegen der für Freitag und Samstag angekündigten Schlechtwetterprognosen, bis hin zur Unwetterwarnung, gingen mehr als einmal die besorgten Blicke der Veranstalter zum Himmel. Petrus hatte wahrscheinlich die Gilde der verstorbenen Rockgötter neben sich versammelt: Kurt Cobain, Jim Morrison, Lemmy Kilmister, Jimi Hendrix, John Bonham, und andere. So wurde beschlossen, dem Rock-Festival in Rengsdorf nur hin und wieder leichtes Tröpfeln zu schicken. Rocker und „Metaller“ lassen sich bekanntermaßen auch von Regen und Wind nicht abhalten, die sind hart im Nehmen. Bunt war das Publikum gemixt: Fans vorne mit hoher Stirn, aber hinten mit langem Zopf, Lederkutten, Kult-T-Shirts, manche im Retro-Look, wilde Bärte, aber immer gut gelaunt, und auf Stimmung getrimmt.

Das Festival in Rengsdorf lebt von der Vielfalt der Facetten des Rocks, fast alle Genres des Rocks wurden bedient: Hard Rock, Heavy Metal, Alternative- und Garage Rock, Indie- und Psychedelic Rock. Bei diesem Angebot für jeden eingefleischten Fan etwas dabei. Freitags wurde das Festival mit den Bands „Journeye“ und „Demon’s Eye“ eröffnet, bevor am Samstag es so richtig was auf die Ohren gab. „Moontowers“ und „Motorowl“ gelang es spielend, die Fans auf die beiden Headliner des Abends einzustimmen: „Audrey Horne“ und „Danko Jones“.

„Audrey Horne“, eine Hard-Rock- und Heavy Metal-Band aus Bergen/Norwegen, gehört inzwischen zu den gefragtesten Acts auf den großen Festivals. Wer es geschafft hat, als Support-Band vor „AC/DC“ und „Mötley Crüe“ zu spielen, der ist in aller Munde. Entsprechend selbstsicher wirbelten die fünf Vollblutmusiker über die Bühne, der Drummer natürlich ausgeschlossen. Die drei Gitarristen und Frontsänger Torkjell Rod lieferten sich ein andauerndes Laufduell zur Bühnenrampe, suchten immer wieder den unmittelbaren Kontakt zu den begeisterten Fans, die sie laufend zum Mitsingen animierten. „Waiting for the night“ war ein solches Beispiel, den Refrain übte Torkjell so lange, bis auch der Letzte mitsingen konnte. „Out of the City“ und „This is war“ waren nur einige der Knaller, die von den Fans mit Headbanging begleitet wurden.

Den krönenden aber auch dröhnenden Abschluss des Festivals vollzogen „Danko Jones“, eine kanadische Band, die sich dem Garage-Blues-Rock verschrieben hat. Auftritte bei „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ sind eine prima Visitenkarte, danach kommt nur noch „Rock the Forest“. Danko Jones, auch Namensgeber der Band, ist als Frontmann der unbestrittene Star der Band, lässt jedoch seinen Bandkollegen John Calabrese, Bassgitarrist und Rich Knox an den Drums, genügend Spielraum, sich ebenfalls als exzellente Musiker zu beweisen. Bis weit nach Mitternacht beschallten „Danko Jones“ den Waldfestplatz, bis sich wieder Ruhe und Stille über Rengsdorf und Umgebung legten.

Christoph Krämer verriet während einer Ansage, dass wegen des großen Erfolges von „Rock the River“ im März 2019, das sensationelle Festival an Bord der „Rheingold“ auch 2020 veranstaltet wird, und zwar am 28. März 2020. Da die Karten weggehen wie warme Semmeln, sobald der Termin veröffentlicht wird, empfahl er Interessierten, sich an der Abendkasse „Early-Bird-Tickets“ zu besorgen.

Während der Umbaupausen auf der Bühne unterhielt der Singer-Songschreiber Max Scherer die Besucher mit teilweise einfühlsamen Balladen, aber auch mit hartem Rock. wear
       
       
       
       
   
Nachricht vom 27.07.2019 www.ww-kurier.de